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Studentenleben live

La Paz – ein Blick von oben

Vor meinem ersten Besuch im bolivianischen La Paz habe ich viel über die Stadt gehört. Generell bekannt dürfte sein, dass La Paz der Regierungssitz – aber nicht die Hauptstadt – von Bolivien ist. Vielleicht ist auch bekannt, dass viele Personen, die mit dem Flugzeug anreisen, zunächst einmal höhenkrank werden, da die Stadt zwischen 3.000 und 4.000 Meter hoch liegt. Außerdem erzählte man mir, dass La Paz generell sehr ruhig, ein bisschen größer als Hamburg und das Leben dort sehr günstig sei.

Was ich nicht über La Paz wusste, ist, dass es dort eine Seilbahn gibt, die erst letztes Jahr errichtet wurde und einen Teil der Nahverkehrsstrecke bildet. Zusammen mit einer Freundin, die in der Stadt lebt, fuhren wir alle verfügbaren Strecken ab und schwebten über ärmere genauso wie über reichere Stadtteile hinweg. Es war aufregend zu sehen, dass die Seilbahn tatsächlich über einige Luxusvillen hinweg gebaut wurde.

Der Platz mit den Regierungsgebäuden ist für mich der schönste Ort von La Paz. Das Altstadtzentrum wirkt hingegen etwas dreckig und verschmutzt. Es ist außerdem nicht sonderlich gut erhalten. So sind viele Kolonialbauten halb verfallen oder bereits durch neuere Gebäude ersetzt worden. Wenn man sich auf das Zentrum beschränkt, ist der Eindruck der Stadt also nicht so schön, doch hoch oben in der Luft wird er schnell korrigiert.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 11, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 11, 2015

Studentenleben live

Die Salzwüste Salar de Uyuni

In der Stadt Uyuni möchte ich keine Nacht länger verbringen als unbedingt nötig. Uyuni ist eine kleine, graue, verdreckte Wüstenstadt, in der ein eiskalter Wind weht. Als wir früh morgens aus dem Bus stiegen, war uns ziemlich kalt. Unser primäres Kriterium für die Auswahl eines Tour-Anbieters war deshalb, dass dieser eine Heizung in der Agentur hat. Wenngleich es unkritisch wirken mag, sind wir damit sehr gut gefahren. Der Veranstalter, den wir ausgewählt hatten, machte uns einen guten Preis für eine dreitägige Rundfahrt durch die Salzwüste, die sogar komplett pannenfrei verlief.

Zusammen mit einem bunten Haufen internationaler Touristen fuhren wir noch am gleichen Tag los. Unser Fahrer war ein alteingesessener Uyuner, der die Route wöchentlich fährt und ein Urgestein im Betrieb zu sein schien. Da uns schon angekündigt worden war, dass die Nächte in der Wüste zu dieser Jahreszeit mit minus 25 Grad bitterkalt sein würden, kauften meine Freundin und ich noch warme Kleidung. Dieser Ausflug war wirklich schön. Die weiße Salzwüste lädt zum Fotografieren und kleineren Spaziergängen ein. Ständig hielt unser Jeep an einer neuen tollen Stelle. Einmal war es eine Insel, auf der Kakteen wuchsen, ein anderes Mal war es ein See oder eine besondere Gesteinsformation.

Mir hat die Reise gleich zwei langjährige Wünsche erfüllt: Zum einen wollte ich schon immer einmal die Stille der Wüste hören und zum anderen einen Geysir sehen. Beides ist in der ‚Salar de Uyuni‘ möglich. Dafür habe ich gerne die extreme Kälte in Kauf genommen.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 7, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 7, 2015

Studentenleben live

Zur Belohnung: Wien

Man sagt ja immer der Weg sei das Ziel. Aber obwohl wir unsere sechstägige Radtour nach Wien sehr genossen haben, waren wir froh, angekommen zu sein. Die Landschaft, die Donau und auch die kleinen Örtchen am Weg, besonders in der Wachau, waren zwar wunderbar, aber uns tat am Ende doch alles weh. Das Wetter war leider auch nicht sehr beständig. Letztlich hat es zwar kaum geregnet, aber wir haben immer ein bisschen befürchtet, dass wir in der Nacht von einem Gewitter weggespült werden.

Auch bei den Rädern waren wir uns nicht ganz sicher, ob sie die Wegstrecke von über 300 Kilometern aushalten würden. Bei einem Kaufpreis von 50 Euro und mindestens 30 Jahren auf dem Buckel, war diese Angst vielleicht nicht ganz unberechtigt. Zur Sicherheit hatten wir vorher in Leipzig alles gecheckt, was potenziell kaputt gehen hätte können. Vor allem Bremsen, Mantel und Schaltung haben wir eingehend inspiziert. Und wir hatten Glück, denn die Räder sind ohne Panne bis nach Wien gerollt.

In Wien wohnten wir in der WG einer sehr guten Freundin. So hatten wir gleich das Gefühl zu Hause anzukommen. Ihr Mitbewohner hat uns gezeigt, wie alles funktioniert und uns Tipps gegeben, was wir am besten in Wien unternehmen könnten. Die ersten beiden Tage sind wir aber einfach nur durch die wundervolle Innenstadt spaziert und haben viel Interessantes im Reiseführer gelesen.

Mein Freund wollte unbedingt Schloss Schönbrunn besichtigen. Mit Mühe konnte er mich dazu überreden, die zwölf Euro Eintritt zu zahlen. Nach dem Ticketkauf mussten wir drei Stunden warten, bis wir ins Schloss gelassen wurden. In dieser Zeit erkundeten wir die Gärten und Parkanlagen des Schlosses. Die anschließende Führung mit dem Audioguide durch das imposante Gebäude war so gut, dass letztlich sogar mir die Besichtigung Spaß gemacht hat.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Sep 4, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Sep 4, 2015