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Studentenleben live

Ich will nicht nach Berlin

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

23.09.2015

Das ist mein Fazit nach einem Wochenende in der Hauptstadt. Weil ich in den vergangenen Jahren kaum Urlaub gemacht habe, war der Plan für dieses Jahr, einen Monat durch Deutschland zu touren, um alle Menschen zu besuchen, die ich nicht so häufig sehe, weil sie zu weit weg wohnen.

Die erste Station hieß: Berlin. Eine Freundin von mir studiert dort, eine andere Freundin aus Schleswig-Holstein kam noch dazu, weil sie an dem Wochenende ein Konzert in Berlin sehen wollte. Ich war zuvor erst einmal mit meiner Familie in der Hauptstadt gewesen, als ich etwa dreizehn war. Aber es ist natürlich ein himmelweiter Unterschied, ob man als Teenager mit den Eltern Urlaub macht, oder sich als volljährige Studentin von dort lebenden Freunden die Stadt zeigen lässt.

Und was soll ich sagen? Das Wochenende war toll. Am Freitag waren wir feiern, am Samstag lernten wir den Freundeskreis meiner Freundin kennen und am Sonntag stand Sightseeing auf dem Plan.

Es war ein toller Auftakt für meine Reise und ich habe in so wenigen Tagen unglaublich viel erlebt und das Gefühl, dass in Berlin alles möglich ist. Ich glaube allerdings, dass es für mich nicht so gesund wäre, dauerhaft dort zu wohnen. Wenn alles möglich ist, nehme ich auch alles mit, und ich bin eigentlich eher ein Mensch,

der ab und an auch seine Ruhe braucht – außerdem ist die Anonymität in der Großstadt fast schon ein bisschen beängstigend. Ohne meine Freundinnen hätte ich mich sicherlich nicht so wohl gefühlt.

Dennoch kann ich die Faszination, die manche Menschen der Millionenstadt entgegenbringen, verstehen und bin selbst ein bisschen in den Bann gezogen. Das war sicherlich nicht mein letzter Ausflug dorthin. Der Titel dieses Textes müsste daher wohl vielleicht eher heißen: Ich will nach Berlin – aber nur zu Besuch.

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