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Studentenleben live

Urlaub mit den Eltern

Es ist wirklich kaum zu glauben, aber nach bestimmt sieben Jahren mache ich wieder Urlaub mit meinen Eltern. Ich wohne schon seit über fünf Jahren nicht mehr bei meinen Eltern, habe mittlerweile einen Studienabschluss und noch viel wichtiger einen Ehepartner, mit dem ich meinen Urlaub im Normalfall verbringe. Jetzt bin ich aber tatsächlich eine Woche auf Nordseeurlaub mit Mami und Papi. Wie konnte es nur soweit kommen? Nun, mein Vater hatte sich den Fuß verletzt, war im Krankenhaus und der geplante Urlaub meiner Eltern an der Nordsee stand auf der Kippe. Daher habe ich meiner Mutter angeboten mitzufahren und sie im Urlaub zu unterstützen.

So kam das also, und da ich momentan eine faule Studentin bin, die obendrauf noch Semesterferien hat, habe ich mich auf den Eltern-Kind-Urlaub eingelassen. Heute haben wir die weite Reise in den hohen Norden angetreten. Natürlich werde ich in diesem Urlaub hauptsächlich als Chauffeur gebraucht, aber leider hatte ich die Nacht vor der großen Reise so unerhört schlecht geschlafen, dass ich nach 300 Kilometern das Steuer an meine Mutter weiterreichen musste. Vorher ist leider auch schon das Navi kaputt gegangen. Während meine Mutter also sozusagen orientierungslos weiter Richtung Norden fuhr, nickte ich auf dem Beifahrersitz ein, wobei ich vorher noch die Route mit meinem Smartphone geplant hatte. Ich erwachte jäh, als meine Mutter aufgeregt fragte, ob sie nach Berlin oder Hannover fahren solle. Reflexartig sagte ich Hannover, aber ganz sicher war ich mir auch nicht, da ich mein Handy nicht fand.

Verzweifelt und noch etwas schlaftrunken suchte ich mein allwissendes Smartphone, während meine Mutter von der Autobahn herunter nach Hannover hinein fuhr. Wir mussten schließlich anhalten weil ich immer hektischer wurde und an mir selbst zu zweifeln begann. Ich hatte das Smartphone doch gerade noch benutzt, wie konnte es jetzt einfach so verschwunden sein? Also rief mich meine Mutter mit ihrem Handy an. Tatsächlich, es klingelte irgendwo im Fahrerbereich, war aber trotzdem nirgendwo zu sehen. Ich suchte weiter und voller Entsetzen musste ich feststellen, dass mein gutes, teures aber auch super schmales Smartphone durch die Klappe an der Feuerzeugsteckdose hinter das Armaturenbrett gerutscht war. Immer hysterischer fingerte ich nach meinem Handy und drückte meine Finger durch den Spalt, konnte das Gerät aber nur mit den Fingerspitzen betasten. Etwas später und nach handwerklicher Improvisation gelang es mir, das Smartphone mit den Fingerspitzen herauszuheben.

Der Umweg, den wir durch diese dramaturgische Glanzeinlage gemacht hatten, hielt sich in Grenzen und zwei bis drei Stunden später waren wir endlich am Zielort angelangt. Der Blick vom Deich auf die Nordsee entschädigte mich nun für die Strapazen der langen Fahrt.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Oct 6, 2015

Studentenleben live

Stipendiensuche

Ein Stipendium ist eine gute Sache, um im Studium etwas Geld zu sparen oder es sich überhaupt leisten zu können. Es gibt unglaublich viele Förderer in Deutschland und zahlreiche Internetseiten, die Tipps zur Stipendiensuche geben. Manchmal reicht es, gute Leistungen oder Preise vorzuweisen, meistens muss man sich aber noch durch etwas von der Masse abheben. Das kann politisches, gesellschaftliches, soziales oder ökologisches Engagement sein oder aber man studiert unter erschwerten Bedingungen und kann deshalb gefördert werden. Von Stipendien speziell für Arbeiterkinder bis zu Stipendien nur für Frauen – da blickt der Otto Normalverbraucher nicht mehr durch.

Ich war mir aber auch ohne Stipendienlotse recht sicher, dass es für mich eine Förderung geben könnte. Ich habe sehr gute Noten, bin Präsidentin einer Hochschulgruppe und als Werkstudentin tätig und engagiere mich schon seit langer Zeit in sozialen Projekten. Zunächst habe ich mich für das Stipendium beworben, das den meisten bekannt sein dürfte – das Deutschland Stipendium. Ich erhielt jedoch eine Absage mit der gewöhnlichen Begründung, ich entspräche zwar formal den Bedingungen, es hätte aber zu viele andere gute Bewerber gegeben. Ich ärgerte mich nicht weiter und ging ein halbes Jahr später zu einer Informationsveranstaltung über die verschiedenen Stipendien an der Uni. Stand für Stand lief ich ab und bekam überall dieselbe Aussage zu hören. Ich wäre als Masterstudentin leider nicht mehr attraktiv, denn die Stiftungen würden eher eine langfristige Förderung anstreben. Hätte ich es bereits im Bachelorstudium versucht, hätte ich vielleicht noch Chancen gehabt. Mein Dilemma: Als junge Studentin habe ich noch kaum Zeit gehabt, ein Profil zu bilden. Doch jetzt, wo ich es geschafft habe und theoretisch als attraktive Anwärterin auftreten kann, will mich keiner mehr. Das finde ich sehr frustrierend.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 6, 2015

Studentenleben live

Wir und tausend weitere Touristen

Eines habe ich in den Semesterferien gelernt: Man sollte Ende August oder Anfang September auf gar keinen Fall nach Kroatien fahren, wenn man nicht mit tausenden weiteren Deutschen Urlaubern Kontakt haben möchte. Wir sind zwar dem Regen entflohen, aber so richtig gut hat es uns in Kroatien trotzdem nicht gefallen. Wir sind zu einem Campingplatz in der Nähe der Stadt Rovinj gefahren, auf dem wir schon einmal vor drei Jahren waren.

Der zum Campingplatz zugehörige Strand war sehr schön, vor allem wenn man ein Stückchen gelaufen ist. Ich konnte meine Hängematte aufhängen und in der Sonne liegend übers Meer schauen. Auch zum Baden war es angenehm, denn es gab gutes Wetter und keine hohen Wellen. Wenn ich den Strand aber verließ, verging mir schon wieder ein bisschen die Laune. Es gab zweispurige Straßen und eine Bimmelbahn um den Campingplatz zu verbinden. Viele Flächen waren asphaltiert. Außerdem haben alle Urlauber Deutsch gesprochen und zwar auch mit den Kroaten, die das meistens sehr gut beherrschten.

Nach ein paar Tagen hatten wir genug vom Campingplatz und unseren Landesgenossen und sind weiter nach Venedig gefahren, denn von hier aus hatten wir unseren Rückzug gebucht. Meine Großmutter hatte uns einen wunderschönen Campingplatz auf dem Lido empfohlen, auf dem wir die nächsten beiden Nächte verbrachten. Er war das komplette Gegenteil des vorherigen Campingplatzes: alles ganz naturbelassen und sehr klein. Leider war er aber sehr voll, denn zu diesem Zeitpunkt fand gerade das Filmfestival statt. In Venedig tummeln sich zwar bestimmt mindestens genauso so viele Touristen wie in Rovinj, aber dennoch hat es seinen Charme behalten. Vielleicht liegt es daran, dass nicht nur deutsche Touristen hier sind, dass die meisten sich ein bisschen für Kultur interessieren oder dass die Italiener einfach ein besonderes Händchen dafür haben, dieses Flair zu erhalten. Venedig ist wunderschön und wir hatten wirklich ein paar gelungene letzte Urlaubstage. bis wir wieder in den Zug Richtung München steigen mussten.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 5, 2015