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Studentenleben live

Stipendiensuche

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

06.10.2015

Ein Stipendium ist eine gute Sache, um im Studium etwas Geld zu sparen oder es sich überhaupt leisten zu können. Es gibt unglaublich viele Förderer in Deutschland und zahlreiche Internetseiten, die Tipps zur Stipendiensuche geben. Manchmal reicht es, gute Leistungen oder Preise vorzuweisen, meistens muss man sich aber noch durch etwas von der Masse abheben. Das kann politisches, gesellschaftliches, soziales oder ökologisches Engagement sein oder aber man studiert unter erschwerten Bedingungen und kann deshalb gefördert werden. Von Stipendien speziell für Arbeiterkinder bis zu Stipendien nur für Frauen – da blickt der Otto Normalverbraucher nicht mehr durch.

Ich war mir aber auch ohne Stipendienlotse recht sicher, dass es für mich eine Förderung geben könnte. Ich habe sehr gute Noten, bin Präsidentin einer Hochschulgruppe und als Werkstudentin tätig und engagiere mich schon seit langer Zeit in sozialen Projekten. Zunächst habe ich mich für das Stipendium beworben, das den meisten bekannt sein dürfte – das Deutschland Stipendium. Ich erhielt jedoch eine Absage mit der gewöhnlichen Begründung, ich entspräche zwar formal den Bedingungen, es hätte aber zu viele andere gute Bewerber gegeben. Ich ärgerte mich nicht weiter und ging ein halbes Jahr später zu einer Informationsveranstaltung über die verschiedenen Stipendien an der Uni. Stand für Stand lief ich ab und bekam überall dieselbe Aussage zu hören. Ich wäre als Masterstudentin leider nicht mehr attraktiv, denn die Stiftungen würden eher eine langfristige Förderung anstreben. Hätte ich es bereits im Bachelorstudium versucht, hätte ich vielleicht noch Chancen gehabt. Mein Dilemma: Als junge Studentin habe ich noch kaum Zeit gehabt, ein Profil zu bilden. Doch jetzt, wo ich es geschafft habe und theoretisch als attraktive Anwärterin auftreten kann, will mich keiner mehr. Das finde ich sehr frustrierend.

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