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Studentenleben live

Eine Woche Ecuador

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

14.10.2015

Ecuador ist für lateinamerikanische Verhältnisse ein eher kleines Land und trotzdem waren unsere Reisepläne viel zu groß. Wenngleich die Distanzen zwischen den Orten auf beschauliche Zeiten schrumpfen, ist es leicht, sich zu verschätzen. Unseren ersten Aufenthalt hatten wir in dem kleinen, schnuckeligen Vilcabamba, welches Seniorensitz vieler Auswanderer aus den USA ist. Wer lange unterwegs ist, mag es verlockend finden, dort einige Tage zu bleiben, doch wir wünschten uns das „richtige“ Ecuador kennenzulernen. Daher reisten wir gleich weiter nach Loja, in die musikalische Hauptstadt des Landes, wo sich außergewöhnlich viele Musikläden aneinanderreihen, aber sonst doch sehr wenig los ist.

Erst in Cuenca kamen wir zur Ruhe. In meinen Augen ist die Stadt eine der schönsten von Lateinamerika. Sie ist nicht groß und nicht klein aber sehr vielseitig. Cuenca hat es geschafft, uns eine Woche lang festzuhalten und dazu geführt, dass ein Reiseziel nach dem anderen von unserer geplanten Route verschwand, um die Möglichkeiten der Stadt auszuschöpfen. Sie ist Heimat von verschiedenen Museen, Galerien und Wandmalereien, die das Stadtbild bereichern. Einladende Restaurants und Bäckereien warteten überall auf uns und in der Umgebung besuchten wir den Nationalpark Cajas und ein Kunsthandwerksdorf. Ich hatte dort wirklich das Gefühl, dass die Uhren leiser ticken und konnte reichlich Atmosphäre tanken, bevor es dann zurückging nach Peru.

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