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Studentenleben live

Ferien für immer?

Diesen Sommer ist mir bewusst geworden, dass ich wirklich sehr lange Sommersemesterferien habe. In vielen Studiengängen muss man in dieser Zeit Hausarbeiten schreiben, da sind drei Monate wahrscheinlich gar nicht so viel. Im Psychologiebachelor muss ich zwar insgesamt drei Monate Praktikum machen, aber das darf ich erst, wenn ich das vierte Semester beendet habe. Deswegen hatte ich also diesen Sommer noch sehr lange einfach frei.

Eigentlich würde sich so viel Freizeit am Stück anbieten, um weit zu reisen. Aber irgendwie war ich in den vergangenen Jahren so viel unterwegs, dass ich keine Lust hatte, weit weg zu fahren. Daher war ich außer in Österreich und Slowenien hauptsächlich in Deutschland unterwegs. Eine gute Woche war ich in Leipzig, habe noch eine Prüfung nachgeschrieben. und war dann noch einmal gemütlich zu Hause in Nürnberg. Mit meinem Vater war ich für ein Wochenende in der sächsischen Schweiz zum Wandern und eine Woche vor Unibeginn bin ich wieder nach Leipzig gekommen. Einerseits ist es zwar sehr schön, endlich mal so richtig viel Zeit in Leipzig zu haben, aber irgendwann wurde es mir ein bisschen langweilig, weil alle viel zu tun hatten. Ich hingegen war schon tiefenentspannt.

Für mich war es an der Zeit, dass das Semester wieder losgeht und sich ein Alltag einpendelt. Ich war schon gespannt auf die neuen Fächer, die ich im Wintersemester haben werde: Diagnostik, Sozialpsychologie, Empirie-Praktikum, Allgemeine Psychologie und Entwicklungspsychologie. Außerdem habe ich als Wahlfach noch einen Spanischkurs belegt. Ich kann zwar recht gut Spanisch sprechen, aber leider beherrsche ich den formalen Schreibstil nicht so gut. Ich hoffe, das werde ich dann lernen. Zusätzlich gibt es bei uns an der Uni auch tolle Angebote vom Unisport. Ich werde den „Salsa Rueda de Casino“-Kurs, den ich schon vergangenes Jahr mit meinem Freund angefangen habe, weitermachen und habe mich mit einer Freundin für einen „Acro Yoga“-Kurs eingeschrieben. Vor allem auf Letzteres bin ich schon sehr gespannt!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 15, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 15, 2015

Studentenleben live

Wie in 1001 Nacht

Es ist kaum zu glauben, aber nach einer Fährfahrt, die weniger als eine Stunde dauerte, bin ich auf einem anderen Kontinent: Afrika. Wahnsinnig, was dieses „kleine“ Mittelmeer für einen großen Unterschied macht.

Bei meiner Ankunft in Tanger bin ich unglaublich froh, Französisch sprechen zu können, denn mein Arabisch ist nichtexistent – außer dem lässigen „Salaam“, mit dem ich hier alle begrüßen kann. Mein Hostel in der Medina zu finden war eine absolute Katastrophe: Es gibt keine Straßenschilder, keine graden Wege, nur schmale, gezackte Gassen, die ins für mich Unbekannte führen. Zum Glück gibt es die hilfreichen Marokkaner, ohne die ich hoffnungslos verloren wäre – und die auch selbst ziemlich lange brauchten, um mich endlich zum richtigen Hostel zu bringen.

Nach einer kleinen Erschöpfungspause im Hostel traute ich mich fast nicht mehr raus. Wie sollte ich das je wieder finden, wenn ich einen Fuß hier raus setzte? Aber dann ging es auf in das Gewimmel, und wenn man sich einfach treiben lässt und keinen Anspruch hat, irgendetwas zu finden, dann findet man immer irgendetwas. Tolle Märkte, volle Gassen und überraschend viele nette und wenig aufdringliche Marokkaner. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich mein Hostel am Ende sogar alleine wieder finden würde.

Bis auf die zehnstündige Zugfahrt nach Marrakesch verging die Zeit hier wie im Flug. Eine dreitägige Tour führte mich durch Teile des Atlas-Gebirges, durch tausend Jahre alte Berber-Städte, vorbei an Oasen, kargen Felsen und Armut. Nach einem schaukligen zweistündigen Kamelritt verbrachte ich die Nacht unter dem wunderbaren Sternenhimmel der Sahara und ließ mir von einem Physik- und Mathematikdozenten das Universum erklären.

Danach ging das Entspannungsprogramm los: Ich traf meine Mutter, zusammen fuhren wir an die Atlantikküste und ließen unseren Tagesrhythmus von Lust und Laune bestimmen. Auf dem Markt kauften wir süße Früchte, unternahmen Ausflüge und gingen am Strand mit Pferden baden. Den Abschluss bildeten drei (anstrengende) Tage in der Hitze und dem Rummel von Marrakesch. Die nächste Etappe meiner Reise ist nun um, zwei Drittel meiner Ferien sind vorbei, und auch von Marokko bin ich begeistert.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 14, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 14, 2015

Studentenleben live

Eine Woche Ecuador

Ecuador ist für lateinamerikanische Verhältnisse ein eher kleines Land und trotzdem waren unsere Reisepläne viel zu groß. Wenngleich die Distanzen zwischen den Orten auf beschauliche Zeiten schrumpfen, ist es leicht, sich zu verschätzen. Unseren ersten Aufenthalt hatten wir in dem kleinen, schnuckeligen Vilcabamba, welches Seniorensitz vieler Auswanderer aus den USA ist. Wer lange unterwegs ist, mag es verlockend finden, dort einige Tage zu bleiben, doch wir wünschten uns das „richtige“ Ecuador kennenzulernen. Daher reisten wir gleich weiter nach Loja, in die musikalische Hauptstadt des Landes, wo sich außergewöhnlich viele Musikläden aneinanderreihen, aber sonst doch sehr wenig los ist.

Erst in Cuenca kamen wir zur Ruhe. In meinen Augen ist die Stadt eine der schönsten von Lateinamerika. Sie ist nicht groß und nicht klein aber sehr vielseitig. Cuenca hat es geschafft, uns eine Woche lang festzuhalten und dazu geführt, dass ein Reiseziel nach dem anderen von unserer geplanten Route verschwand, um die Möglichkeiten der Stadt auszuschöpfen. Sie ist Heimat von verschiedenen Museen, Galerien und Wandmalereien, die das Stadtbild bereichern. Einladende Restaurants und Bäckereien warteten überall auf uns und in der Umgebung besuchten wir den Nationalpark Cajas und ein Kunsthandwerksdorf. Ich hatte dort wirklich das Gefühl, dass die Uhren leiser ticken und konnte reichlich Atmosphäre tanken, bevor es dann zurückging nach Peru.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Oct 14, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Oct 14, 2015