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Studentenleben live

Zurück in Europa

Zwar habe ich mich in diesem Urlaub im langsamen Reisen versucht – per Bus und Zug von Barcelona bis Marrakesch – aber die dreitägige Fährfahrt von Marokko bis Südfrankreich dauerte mir dann doch zu lange. Und so stieg ich wohl oder übel ins Flugzeug, um zwei Stunden später an der Côte d’Azur zu landen. Jetzt ist mir auch klar, warum die Gegend hier so heißt: Solch ein türkisblaues Wasser habe ich selten gesehen! Zum Glück war das Wetter Ende September auch noch gut genug, um der verführerischen Anziehungskraft des Meeres nachgeben zu können.

Einen Tag verbrachte ich in Nizza, dann sammelte mich ein Bus ein, um mich zur Sommerakademie der Studienstiftung zu bringen. Vor zwei Jahren habe ich bereits einen Sprachkurs mit der Studienstiftung gemacht, dieses Jahr wollte ich etwas anderes ausprobieren. Und was bot sich da mehr an als Südfrankreich, das Thema „Recht und Terrorismus“ und die Möglichkeit, eine Richterin vom Europäischen Gerichtshof kennenzulernen?

Kurzer Einschub: Was ist eigentlich eine Sommerakademie? Studierende bis zum sechsten Semester haben hier die Möglichkeit, sich für unterschiedliche Seminarthemen anzumelden und dann zwei Wochen über dieses Thema zu diskutieren und etwas darüber zu lernen. Die Themen in Nizza rankten dieses Jahr vom Klimawandel über eine Reformation des Wahlverfahrens bis hin zu Tango. Die Teilnehmer der Akademie hatten aufgrund der Themenvielfalt auch ganz unterschiedliche Studienhintergründe. Ich finde, das ist eine tolle Möglichkeit, sich fachübergreifend auszutauschen. Allerdings überfordern mich die 150 anderen Menschen eher – alle kennenzulernen ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.

Jeden Morgen hatten wir von 9.00 bis 12.30 Uhr jeweils zwei Blöcke Unterricht à 90 Minuten. Danach war Freizeit, bis abends die Dozenten der jeweiligen Arbeitsgruppe einen Vortrag über ihr Thema hielten.

Mir gefiel es von Anfang an. Die Unterbringung war top: In unserer Ferienanlage im „Hinterland“ der Cote d’Azur mit Pool, Minigolf-, Basketball-, Tennis- und Volleyballplatz teilten wir uns zu dritt ein kleines Apartment. Morgens und abends gab es leckeres französisches Buffet. Nachmittags boten andere Studierende Kurse in Yoga, Jonglieren oder Poetry Slam an. Eine Doppelkopf-Gruppe hatte ich auch gefunden. Langweilig wurde mir also definitiv nicht.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 27, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 27, 2015

Studentenleben live

Allgemeines Chaos

Die ersten Tage eines Praktikums sind meistens – zumindest war es bei mir immer so – eher chaotisch. Keiner wusste so richtig, wie man mich behandeln sollte. Bei meinem Praktikum in der Stadtbücherei merke ich das vor allem an den Arbeitszeiten. Insgesamt brauche ich für mein studentisches Pflichtpraktikum eine Gesamtstundenzahl von 150 Stunden, die sich über ein halbes Jahr verteilen können und Arbeit zu Hause, beispielsweise an einer Webseite oder ähnlichem, mit einschließen dürfen.

Ich hatte mit der Bibliotheksleitung ein Praktikum von sieben Wochen vereinbart. Allerdings hatte sich die Dame mit der Stundenzahl geirrt und nahm an, ich müsse 250 Stunden absolvieren. Am zweiten Tag einigten wir uns schließlich auf eine Praktikumsdauer von insgesamt fünf Wochen. Meine Arbeitszeiten sind sehr nach meinem Geschmack. Montags arbeite ich zu Hause am Computer an einer Broschüre für die Stadtbücherei, die demnächst gedruckt werden soll. Dienstags arbeite ich vier, mittwochs sechs Stunden. Nur donnerstags und freitags bin ich jeweils acht Stunden im Einsatz.

Nachdem geklärt war, welchen Mitarbeiter ich duzen darf, wurde ich mit dem alltäglichen Kaffee-Ritual bekannt gemacht. Täglich kocht eine andere Person Kaffee, den man sich dann in der kleinen Küche selbst einschenken kann. Die Stadtbücherei ist insgesamt nicht besonders groß. Nichtsdestotrotz findet man alles, was man braucht: Spiele, DVDs, CDs und natürlich Bücher für Kinder und Erwachsene. Es verspricht auf jeden Fall interessant zu werden!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Oct 26, 2015

Studentenleben live

Praktikum

Im Rahmen meines Masterstudiums der Medienwissenschaft ist ein dreimonatiges Praktikum Pflicht. Da ich mir gut vorstellen kann, in der Unternehmenskommunikation zu arbeiten, suchte ich auf diversen Job- und Praktikabörsen nach passenden Angeboten. Ich erhielt circa 20 Suchergebnisse mit Unternehmen aus den verschiedensten Sparten. Zwar hieß es überall, dass man mindestens sechs Monate bleiben soll, aber ich ließ es auf einen Versuch ankommen. Am attraktivsten erschien mir das Angebot der Ernst Klett AG, die in der Beschreibung des Praktikums angaben, dass man sowohl Einblick in die externe als auch in die interne Kommunikation bekommen würde. Darüber hinaus kann ich mich nicht in einem Unternehmen sehen, das in der Automobilbranche oder im technischen Bereich agiert, weil ich zu diesen Themen einfach keinen Zugang habe. Und ich glaube, dass gerade in der Unternehmenskommunikation die persönliche Einstellung zu dem, wofür das Unternehmen steht, einen großen Einfluss auf die Qualität der eigenen Arbeit hat. Die Klett Gruppe etwa steht für Bildung im weitesten Sinn – ein Thema, das mich interessiert. Zudem hat sie in der Gesellschaft – sowohl als Arbeitgeber als auch als gesellschaftlicher Akteur – eine hohe Reputation. Das sind die Gründe, die dazu führten, dass ich mich bewarb, und nachdem ich die Stelle auch bekam, glücklicherweise dieses Praktikum für drei Monate machen durfte.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 24, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 24, 2015