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Studentenleben live

Alltag in der Stadtbücherei

Vom Arbeitsablauf in der Stadtbücherei habe ich während der ersten Tage meines Praktikums nun schon einiges mitbekommen. Die Bücher, DVDs und CDs werden von der Ausleihe mit dem hauseigenen Aufzug nach oben in den ersten Stock gefahren. Dort sortiere ich sie alphabetisch, nach Farben und Kategorien. Danach muss ich sie in die jeweiligen Regale räumen. Außerdem prüfe ich häufig den Bestand, ob ich eventuell einen alten Gegenstand durch einen neueren, besser erhaltenen, ersetzen muss. Ist etwas doppelt vorhanden, handelt es sich dabei zum großen Teil um Spenden. Alle neuen und ausgetauschten Medien kann ich dann katalogisieren, einer Kategorie zuweisen sowie sie mit einem Etikett versehen und danach einsortieren.

Außerdem hat die Stadtbücherei einige Angebote für Besucher. Darunter fallen ein Lese-Zirkel für Erwachsene, Lesungen diverser Autoren, Führungen für Grundschulklassen sowie ein Kindertheater und eine wöchentlich stattfindende Lese- und Bastelstunde, die ich betreuen darf.

Die Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren fühlen sich in der Stadtbücherei alle sehr wohl. Manche beschäftigen sich nach dem Vorlesen mit den Kinderbüchern, andere basteln lieber. Ich habe Kinder wirklich gerne und es bereitet mir Freude, mit ihnen zu basteln. Trotzdem finde ich sechs Kinder, die mir lautstark unterschiedliche Sachen erzählen und dazu noch alle gleichzeitig meine Hilfe wollen, schon sehr anstrengend. Aber da das Basteln meist nur eine halbe Stunde dauert, macht es mir immer sehr viel Spaß.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Nov 2, 2015

Studentenleben live

Die allerletzte Klausur

Eigentlich sollte die letzte Klausur des Semesters doch etwas Schönes sein. Vor allem wenn es gleichzeitig auch die letzte im Bachelorstudium ist. Translation ist ja zum Glück auch nicht so schwer. Englisch lerne ich schließlich schon lange genug und für alles andere gibt es das Wörterbuch. Die Vokabeln, die wir auswendig können müssen, habe ich mir noch gestern Abend vor dem Schlafengehen angesehen. Da konnten mir auch die Kommentare meines Vaters nichts anhaben, der sich wunderte, warum ich so kurz vor der Klausur noch lernte.

Leider habe ich mich dann auch noch richtig erkältet. Zuhause ließ sich das mit den Kopfschmerzen und der laufenden Nase noch irgendwie ganz gut ertragen, aber wenn ich erst einmal in einem Raum sitze, in dem man eine Stecknadel zu Boden fallen hören könnte, dann wird das schon etwas ungemütlicher. Wie soll ich mich denn anständig konzentrieren, wenn ich kaum Luft bekomme? Sogar die Dozentin ermahnte mich zu Beginn der Klausur, ich solle nicht ständig schniefen. Aber kneifen gibt es für mich nicht.

Am Ende steht die Gewissheit, dass ich es endlich geschafft habe. Nicht nur die letzte Klausur, sondern auch alles andere. Tschüss Englisch! Tschüss Bachelor! Die letzten drei Jahre sind wirklich schnell an mir vorbeigerauscht.

Irgendwie wäre es schön, wenn sich jetzt so ein Gefühl wie am Ende einer amerikanischen College-Komödie einstellen würde, aber das tut es nicht. Ich sitze immer noch in der Uni und ich fühle mich immer noch genauso wie vorher. Nur ein bisschen erleichterter. Denn jetzt kann ich die letzten zwei Wochen noch einmal richtig genießen, bevor ich mich dann einer neuen Herausforderung in Form eines Verlagspraktikums stelle. Aber irgendwie freue ich mich auch drauf. Zumindest muss ich dafür keine Vokabeln auswendig lernen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Oct 31, 2015

Studentenleben live

Über Fernbusse

Auf mein Recht pochen, dafür aber viel Zeit und Energie verschwenden – oder die Sache lieber sein lassen und mit den Nachteilen leben? Vor dieser Entscheidung stand ich im Sommer, als sich der Fernreisebus, den ich gebucht hatte, über zwei Stunden verspätete. Ja, man hätte sich auch denken können, dass ein Bus am letzten Tag der Ferien nicht auf die Minute pünktlich kommt, aber mit einer solchen Verspätung hatte ich dann doch nicht gerechnet. Wohl oder übel ging es dann stattdessen mit der Regionalbahn nach Hause. Wenigstens wusste ich, dass ich das Recht habe, den Fahrpreis erstattet zu bekommen.

Und das war der Anfang einer unendlichen Geschichte. Seit Juni habe ich unzählige E-Mails an das Busunternehmen geschrieben, die immer wieder von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschwichtigend beantwortet wurden. Ich sollte doch Geduld haben, es sei gerade sehr viel los. Irgendwann kam dann sogar die Zusage, ich würde das Geld in den nächsten sieben Werktagen bekommen. Und dann passierte erst einmal 14 Tage lang gar nichts.

Schweren Herzens entschloss ich mich, bei der Hotline anzurufen. Als ich dann endlich einen Mitarbeiter am Telefon hatte, konnte dieser mir auch nicht weiterhelfen. Aber er sagte mir einen Gutschein über die gezahlte Summe zu. Immerhin etwas, dachte ich mir. Dieser Gutschein kam jedoch nie bei mir an. Stattdessen bekam ich wieder eine vertröstende E-Mail. Als das Geld nach 14 Tagen immer noch nicht überwiesen war, hatte mich der Ehrgeiz gepackt. Jetzt hatte ich schon so viel Energie reingesteckt, jetzt wollte ich meine 18 Euro auch wiederhaben! Nachdem ich die Schlichtungsstelle für öffentlichen Personenverkehr eingeschaltet hatte, lief plötzlich alles wie am Schnürchen. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich mein Geld. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Oct 30, 2015