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Studentenleben live

Alle Jahre wieder: Semesterbeginn

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

30.10.2015

Nach zwei Jahren ist es jetzt endlich das erste Mal, dass ich im Herbst nicht mehr in die Uni als Erstsemestlerin gehe. Vor zwei Jahren habe ich begonnen Medizin zu studieren und letztes Jahr zu Psychologie gewechselt. Und dieses Jahr komme ich nun endlich mal ins dritte Semester und bin nicht mehr Ersti (so wird man während des ersten Studienjahres oder Semesters genannt).

Als ich vor zwei Jahren angefangen habe Medizin zu studieren, kannte ich natürlich noch kaum jemanden in Leipzig und ich war sehr gespannt auf die Erstiwoche. In dieser organisieren Studierende aus höheren Fachsemestern Kennenlernveranstaltungen für die Neuankömmlinge.

Bei der Einführungswoche in Psychologie haben wir zusammen gebruncht, eine Stadt-Ralley gemacht, und eine Radtour zu einem See hier in der Nähe unternommen. Wer sich dann noch nicht kannte konnte auch noch für ein Wochenende auf einen Ausflug nach Meisen mitkommen. Eigentlich war das Angebot toll, aber da ich schon durch das vorherige Semester so viele Leute in Leipzig kannte, war ich vielleicht gar nicht so offen dafür, neue Leute kennenzulernen und habe mich auch nicht so dafür interessiert.

Dieses Semester war ich ja jetzt nicht mehr Ersti, konnte mich aber doch noch gut daran erinnern, wie es sich anfühlt in eine unbekannte Stadt zu kommen und niemanden zu kennen. Deswegen habe ich mich dem Fachschaftsrat angeschlossen und bei der Gestaltung der Erstiwoche mitgewirkt. Denn ich wollte, dass es den Erstis so gut ergehen sollte, wie mir letztes Jahr.

Deswegen habe ich mit einer Freundin unter anderem eine Radtour mit Kennenlernspielen am See organisiert. Dort haben wir auch gepicknickt und eine Slackline aufgebaut. Alles hat sehr gut geklappt und am Ende haben alle beschlossen noch zusammen Kaffee trinken zu gehen.

Ich habe die Erstiwoche immer als sehr anstrengend erlebt, weil alle sehr unsicher sind und in kurzer Zeit schnell viele Freunde finden wollen. Und genauso kam mir das auch bei der Radtour vor: Alle waren sehr nett, aber wirkten ein bisschen überdreht, was aber wahrscheinlich ganz normal ist. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich jetzt zum ersten Mal nicht wieder neue Leute kennenlernen muss.

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