interaktiv

Studentenleben live

Die Neuen

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

03.11.2015

Für mich gibt es heute nichts Selbstverständlicheres, als in die Uni zu gehen, in der Bibliothek nach einem Buch zu suchen, eine Hausarbeit zu schreiben und mich in der Mittagspause mit Freunden in der Mensa zu treffen. Immerhin besteht mein Leben seit drei Jahren nun aus genau jenen Dingen, die ein Student in seinem Alltag nun einmal so tut. Und ich bin ziemlich zufrieden damit.

Das Gute am Studentenleben ist, dass man sich seine Zeit meistens selbst einteilen kann, und deshalb bekomme ich alles eigentlich auch ganz gut unter einen Hut. Andere müssen das jedoch erst lernen. Meine beste Freundin zum Beispiel macht gerade eine 180-Grad-Drehung. Vor einem halben Jahr hat sie noch zu Hause bei ihren Eltern gewohnt, musste sich um nichts kümmern und hat während ihrer Ausbildung viel Geld verdient. Jetzt lebt sie weit entfernt in einer WG und beginnt ein Wirtschaftsstudium. Wie man Wäsche wäscht oder wie man damit umgeht, abends alleine zu Hause zu sein, das muss sie jetzt erst lernen. Und auch das mit dem Geld ist nicht zu unterschätzen. Denn in der Ausbildung, wenn man zum ersten Mal ein richtiges Gehalt bekommt, kann man sich Dinge leisten, die man als Student niemals kaufen würde. Wenn man dann plötzlich von weniger als 1.000 Euro im Monat leben muss, merkt man erst einmal, wie unnötig manche Dinge sind. Plötzlich weiß man Kleinigkeiten viel mehr zu schätzen, so wie Dosenpfand oder das gute Essen von Mutti.

Eine Sache wird meine Freundin aber ganz sicher aus der Bahn werfen: die vielen Menschen an der Uni. Denn während sie sich in ihrer Ausbildung ein Büro mit einer Kollegin geteilt hat, wird sie an ihrer Uni nun mit hunderten Erstsemestern konfrontiert, die genau wie sie auf der Suche nach neuen Freunden sind. Und das stellt sicher eine große Herausforderung für sie dar. Nachdem ich das Ganze schon hinter mir habe, kann ich behaupten, dass das Leben an der Uni einen noch viel erwachsener und selbstständiger werden lässt. Vielleicht ist ja gerade das das Tolle an dieser riesigen, neuen Erfahrung.

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