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Studentenleben live

Schlecht sein

Ich bin gut. Ich weiß, dass ich gut bin und lasse mir auch nicht einreden, dass ich nicht gut wäre. Aber heute ist mir schlecht. Und das liegt an Suppe.

Vergangenen Samstagabend habe ich nämlich die ekelhafteste Suppe meines Lebens gegessen. Und das kam so: Ich hatte Lust auf Suppe, und weil ich gerade keine Lust auf Kochen hatte, ist mein Mann eingesprungen und hat geschnippelt, was ich befohlen habe: Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie … Weiter ging‘s mit roter Bete, auf die mein Mann etwas unmotiviert reagierte. Weil ich aber auf gar keinen Fall riskieren wollte, dass die Suppenlust getrübt wird, übernahm ich das Zepter, also den Kochlöffel. Etwas frustriert über die „Machtergreifung“ reagierte mein Mann mit dem Vorschlag, doch auch noch die Nudeln vom Vortag zur Suppe zu geben. Benebelt von der neuen Macht, die mir der Kochlöffel verlieh, erahnte ich die Folgen nicht und schüttete frohen Mutes samt den Nudeln auch noch die Pilze in den Topf. Das Ergebnis war rosa mit Stückchen. Ich mag rosa, also aß ich das Zeug. Auch am nächsten Tag.

Aufgewacht bin ich nachts um vier mit großer Übelkeit. Und die hielt sich über Tage. Bis mein Mann mich zum Arzt brachte, der mir Tropfen verschrieb. Die helfen mir hoffentlich wieder auf die Beine.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Dec 9, 2015

Studentenleben live

(N)Olympi(j)a

Hamburg geht wählen für Olympia – und diesmal war ich nicht (nur) auf der Wählerseite dabei, sondern auch hinter den Kulissen: Ich habe beim Wahlvorgang geholfen! Schon als ich selbst gewählt habe, hatte ich das Gefühl, dass so ein Volksentscheid etwas ganz anderes ist als eine Bundestagswahl. Und tatsächlich waren viele emotionale Wähler dabei, die gar nicht abwarten konnten, in die Wahlkabine zu gehen und ein markantes Kreuz zu setzen – die auffallendsten fanden sich bei „Nein“.

Nicht nur durch die emotionalen Wähler war der gesamte Wahlvorgang überraschend spannend. In meiner Schicht von 13 -18 Uhr gab es fast keine freie Minute, denn es kam ein ständiger Strom an Menschen, die vom System der Demokratie Gebrauch gemacht haben. Ich fand es sehr interessant, diese Menschen zu erleben: Ein paar waren organisiert bis in die Haarspitzen, ein paar waren total verplant. Es kamen Familien, Einzelpersonen, Studierende, Rentner und kleine Kinder, die neugierig hinter die Pappscheiben guckten. Mal gab es nette, mal eher abweisende Gesichter; mal einen kleinen Small Talk, mal wurde kein Wort gewechselt. Und trotzdem atmeten wir alle um Punkt 18 Uhr durch, weil wir endlich nicht mehr die immer gleichen Sätze herunterleiern mussten: „Hier ist ihr Wahlzettel. Wenn Sie ein Kreuz gesetzt haben, bitte den Zettel knicken und mit diesen beiden Dokumenten zu den Kollegen da drüben gehen.“

Und dann wurde es wirklich spannend: Das Auszählen stand an. Mit dem Vieraugen-Prinzip wurden jeder Stimmzettel und der korrelierende Wahlberechtigungs-Bogen gezählt. Die Spannung stieg, als beide Ergebnisse fest standen. Gleich beim ersten Mal stimmte auch die Gegenprobe – fast 800 Menschen sind bei uns wählen gegangen! Dann wurden die Ja-, Nein- und ungültigen Stimmen sortiert, bevor auch diese streng ausgezählt wurden. Hier hatten wir weniger Glück – eine Stimme war falsch, daher mussten wir erneut zählen, aber auch da war der Fehler schnell gefunden. Dann hatten wir unser Ergebnis – unser Wahlbezirk ist gegen Olympia – und wie sich ein bisschen später herausstellte, der Rest von Hamburg auch.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Dec 7, 2015

Studentenleben live

Wie kommen wir überhaupt hin?

Bereits zu Beginn unserer Vorbereitungen standen wir vor einer Entscheidung: zwei Stunden fliegen oder 17 Stunden Auto fahren? Viele von euch würden wahrscheinlich sofort zum Flugzeug tendieren, aber so leicht ist es bei uns nicht. Erstens fliege ich sehr, sehr ungerne und bin schon allein deshalb für Autofahren. Zweitens stellt sich uns die Frage, wie wir unser Gepäck für ein halbes Jahr in nur einen Koffer bekommen sollen? Das erschient uns unmöglich, denn abgesehen von den dicken Klamotten, die allein schon den Koffer füllen würden, müssen wir auch Bettdecke und Kissen, Bettwäsche, Handtücher, Küchenutensilien und vieles mehr mitnehmen. Außerdem finden wir es sehr praktisch, in Oslo ein Auto zu haben. Auch wenn wir es in der Stadt selbst wahrscheinlich eher selten brauchen, wäre es perfekt für Erkundungstouren in der Umgebung und sonstige Wochenendausflüge. Also haben wir uns nach langem Hin und Her für diesen Weg entschieden.

Jetzt müssen wir nur noch überlegen, mit welchem Auto wir fahren und welche Route wir nehmen. Viele Wege führen nach Norwegen. Wir könnten entweder mit dem Auto über Dänemark und Schweden bis nach Oslo fahren oder von Norddänemark aus die Fähre nehmen. Letztlich kommt jetzt aber doch alles anders als anfangs gedacht, und auch die Frage, mit welchem Auto wir fahren sollten, löste sich, denn mein Freund und ich haben beschlossen, bereits zu Silvester nach Oslo zu reisen. Ich fahre also mit ihm und meinem Auto die Route über Schweden. Um die Fahrt ein bisschen angenehmer zu machen, haben wir uns zwei Zwischenstopps ausgesucht. Wir werden auf der Nordseeinsel Föhr und in der Stadt Göteborg Halt machen und dort jeweils eine Nacht schlafen. Meine Freundin kommt dann im neuen Jahr mit dem Flugzeug nach. Ihr Gepäck nehme aber schon im Auto mit. Das wäre also alles geklärt.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2015
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Dec 4, 2015