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Studentenleben live

GEZ

Es gibt Dinge im Leben, die passieren einem nur einmal. Zum Beispiel das Ignorieren von GEZ-Briefen. Im ersten Semester habe mich nach meinem Umzug nach Ludwigsburg selbst bei der GEZ angemeldet. Kurz danach habe ich jedoch herausgefunden, dass ich mich von der Gebühr befreien lassen kann, weil ich BAföG beziehe. Das habe ich direkt getan, mein Geld zurückbekommen und war erst einmal glücklich.

Irgendwann kam diese Änderung, nach der der Rundfunkbeitrag plötzlich nur noch einmal pro Haushalt zu entrichten war. Einerseits eine sinnvolle Sache, andererseits immer ein Streitpunkt in meiner WG, in der einzelne Personen BAföG beziehen und eigentlich befreit wären, andere aber nicht und die WG daher zahlen muss. Aber wir haben uns entschlossen, das gemeinschaftlich zu teilen. Als ich dann weiterhin Briefe von der GEZ bekam, sah ich keine Notwendigkeit mehr, mich als Einzelperson zu befreien. Unsere Wohnung zahlte ja die Gebühren, nur eben nicht auf meinen Namen. Die Briefe landeten reihenweise ungeöffnet im Papierkorb und ich fühlte mich völlig sicher dabei.

Irgendwann war es aber nicht mehr die GEZ, die mir schrieb. Mich erreichte ein Brief vom Gerichtsvollzieher. Ich sollte knapp 215 Euro auf sein Konto überweisen, hätte aber auch die Möglichkeit, das in Raten zu zahlen, wenn ich nachweisen könnte, dass ich das Geld nicht hätte. Gut, dachte ich, schreibe ich ihm eben eine E-Mail und erkläre das alles – ich bin ja befreit. Als ich dann mit einem Freund sprach, der Jura studiert, bekam ich Panik: Er meinte, ich hätte schon viel früher widersprechen müssen. Wenn ich Pech hätte, müsste ich trotzdem zahlen, weil ich nicht rechtzeitig klargestellt hätte, dass bereits jemand anders für diese Wohnung bezahlt. Auch der Obergerichtsvollzieher erklärte mir, ich müsse mich direkt mit der GEZ in Verbindung setzen. Andernfalls hätte ich das Geld bis Montag kommender Woche zu zahlen oder ich würde vorgeladen werden und hätte mit einem Schufa-Eintrag zu rechnen. Ich erreichte tatsächlich eine Mitarbeiterin am Telefon und erklärte ihr meine Lage. Doch sie sagte mir, dass ich natürlich nichts zahlen müsste.

Ich kann meine Erleichterung nicht in Worte fassen, mein Afrika-Urlaub und meine Ehre sind gerettet und ich kann wieder ein bisschen durchatmen. Aber auch wenn es dieses Mal glimpflich ausgegangen ist, werde ich künftig frühzeitig reagieren – und die Briefe öffnen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Dec 10, 2015

Studentenleben live

Drei Filme

In meinem medienwissenschaftlichen Studium habe ich an der Produktion von drei Filmen mitgewirkt. Über den Legofilm „Inklusion statt Perfektion“ habe ich in diesem Blog schon einmal berichtet, deshalb erzähle ich nun etwas über den Brandschutzfilm der Uni Tübingen und über den Film „Mevengers“, an dem ich im Rahmen des Seminars „Berufsfelder für Medienwissenschaftler“ mitgewirkt habe.

Der Brandschutzfilm wurde von einer meiner Kommilitoninnen für die Uni Tübingen angefertigt und soll zu Beginn jedes Semesters in allen Hörsälen gezeigt werden. Ich Hier habe ich als Schauspielerin mitgewirkt und war beeindruckt von dem tollen Konzept, das sie auf die Beine gestellt hat: Im Film wird nämlich nicht nur erklärt, wie man sich im Brandfall verhalten soll. Das Ganze wird dadurch aufgepeppt, dass immer wieder Sequenzen aus Computerspielen eingespielt werden oder das Bild im Stil eines Computerspiels gestaltet ist. So wird die Aufgabe, das Gebäude im Brandfall schnellstmöglich und ohne Panik zu verlassen, zu einer Mission, die erfüllt werden muss, will man das nächste Level erreichen.

Der „Mevengers“-Film ist in Anlehung an den Kinofilm „Die Avengers“ entstanden. Unsere Aufgabe war es, einen Film zu drehen, der auf irgendeine Art Bezug zu medienwissenschaftlichen Berufen aufweist. Unser Konzept sah vor, den Superhelden aus dem Film „Die Avengers“ verschiedene Medienberufe zuzuweisen und die einzelnen Charaktere dann in einer Interviewsituation ihren Beruf vorstellen zu lassen. Dafür drehten wir zwei volle Tage und verbrachten mehrere Wochen mit dem Schnitt. Ich spielte den Halbgott Thor und stellte gleichzeitig eine viel reisende Auslandskorrespondentin dar, da Thor im Originalfilm durch verschiedene Welten reist. Unser Professor war sehr zufrieden mit uns und benotete uns mit der Note Eins.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Dec 10, 2015

Studentenleben live

Schlecht sein

Ich bin gut. Ich weiß, dass ich gut bin und lasse mir auch nicht einreden, dass ich nicht gut wäre. Aber heute ist mir schlecht. Und das liegt an Suppe.

Vergangenen Samstagabend habe ich nämlich die ekelhafteste Suppe meines Lebens gegessen. Und das kam so: Ich hatte Lust auf Suppe, und weil ich gerade keine Lust auf Kochen hatte, ist mein Mann eingesprungen und hat geschnippelt, was ich befohlen habe: Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie … Weiter ging‘s mit roter Bete, auf die mein Mann etwas unmotiviert reagierte. Weil ich aber auf gar keinen Fall riskieren wollte, dass die Suppenlust getrübt wird, übernahm ich das Zepter, also den Kochlöffel. Etwas frustriert über die „Machtergreifung“ reagierte mein Mann mit dem Vorschlag, doch auch noch die Nudeln vom Vortag zur Suppe zu geben. Benebelt von der neuen Macht, die mir der Kochlöffel verlieh, erahnte ich die Folgen nicht und schüttete frohen Mutes samt den Nudeln auch noch die Pilze in den Topf. Das Ergebnis war rosa mit Stückchen. Ich mag rosa, also aß ich das Zeug. Auch am nächsten Tag.

Aufgewacht bin ich nachts um vier mit großer Übelkeit. Und die hielt sich über Tage. Bis mein Mann mich zum Arzt brachte, der mir Tropfen verschrieb. Die helfen mir hoffentlich wieder auf die Beine.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Dec 9, 2015