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Studentenleben live

Unifreundschaften

Mein bester Freund aus Hannover meinte neulich, er sei manchmal ein wenig neidisch auf mein Sozialleben. Ich wollte ihm zuerst widersprechen, denn im Sommer habe ich ihn besucht und seine Freunde kennengelernt, die alle großartig sind. Aber dann fiel mir auf, wie häufig ich in den vergangenen Wochen auf die Frage, was ich gerade so mache, Dinge antworten konnte, die von Gesellschaft zeugen: Wir machen Crêpes bei Hanna, ich bin mit Antonia, Heiko und Felix im Museum, David, Flo und ich sind bei Max, um die Übungsblätter für Analysis zu machen, wir quatschen gerade alle bei Alex, die üblichen Verdächtigen und ich sind im Kino, Mädelsabend mit Pia und Lisa und vieles mehr.

Zu Hause geht es am Wochenende entweder in die Stammbar oder meine Freunde und ich veranstalten einen Spielabend, aber das ist sehr viel seltener als die fast täglichen Treffen mit meinen Bonner Unifreunden. Das ist sicherlich ein Grund dafür, warum ich mich schnell in dem neuen Freundeskreis wohlgefühlt habe. Wir haben bereits eine tolle Party auf die Beine gestellt, waren zusammen auf Erstifahrt, haben mehrere Pärchen entstehen und auch schon wieder auseinander gehen sehen, und nebenbei lösen wir zusammen die wöchentlichen Übungsblätter aus unseren Veranstaltungen.

Natürlich freue ich mich schon unglaublich auf Weihnachten, wenn ich die Menschen, mit denen ich die gesamte Zeit auf dem Gymnasium verbracht habe, wiedersehe. Aber gerade bin ich hier in Bonn auch sehr glücklich mit den Menschen, die ich neu kennengelernt habe. Mit ihnen kann ich nicht nur vieles unternehmen sondern auch reden, wenn es mir schlecht geht, Gespräche über tiefgründige Themen führen oder auch einfach nur herumblödeln. Freunde findet man eben doch leichter, als man es sich vorher vielleicht vorstellt. Und ich hoffe, dass der Freundeskreis, in dem ich hier bin, noch eine ganze Weile zusammenhält.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Dec 11, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Dec 11, 2015

Studentenleben live

Immer dieser Prüfungsstress

Die meisten Vorbereitungen für mein Auslandssemester sind nun erledigt. Trotzdem wird die nächste Zeit noch ziemlich stressig, denn wie es immer so ist, endet auch dieses Semester mit Prüfungen. Normalerweise startet die Klausurenphase an meiner Hochschule Ende Januar. Da ich zu dieser Zeit aber schon weg bin, muss ich schon jetzt so viel wie möglich dafür erledigen. Zum Glück muss ich dieses Semester nur praktische Studienarbeiten anfertigen. Das bedeutet, ich habe keinen festen Prüfungstermin, sondern kann die Arbeiten jederzeit abgeben. Mein Plan war eigentlich, alles vor Weihnachten fertig zu haben, doch daraus wird leider nichts. Es ist noch ganz schön viel zu tun und wir haben in den Kursen noch nicht den kompletten Stoff durchgearbeitet, sodass mir noch einiges an Wissen fehlt. Ich werde daher doch einen Teil in Oslo fertig machen müssen.

Neben dem Studium arbeite ich zur Zeit noch als Werkstudentin in einem Verlag. Hier unterstütze ich das Fototeam bei verschiedenen Projekten. Ich komme sehr viel rum und habe schon viel über das Fotografieren gelernt. Daher hoffe ich sehr, dass ich auch nach meinem Auslandsaufenthalt wieder dort einsteigen kann. Der Werkstudenten-Job lässt sich nämlich gut mit dem Studium vereinen, bringt Geld und erste Praxiserfahrungen, die für das Studium und auch für zukünftige Bewerbungen sehr nützlich sein können. In den Semesterferien kann ich sogar Vollzeit arbeiten. Dafür ist die Stundenzahl während des Semesters auf 20 pro Woche beschränkt, aber recht viel mehr schaffe ich neben dem Studium auch gar nicht.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Dec 11, 2015
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Dec 11, 2015

Studentenleben live

GEZ

Es gibt Dinge im Leben, die passieren einem nur einmal. Zum Beispiel das Ignorieren von GEZ-Briefen. Im ersten Semester habe mich nach meinem Umzug nach Ludwigsburg selbst bei der GEZ angemeldet. Kurz danach habe ich jedoch herausgefunden, dass ich mich von der Gebühr befreien lassen kann, weil ich BAföG beziehe. Das habe ich direkt getan, mein Geld zurückbekommen und war erst einmal glücklich.

Irgendwann kam diese Änderung, nach der der Rundfunkbeitrag plötzlich nur noch einmal pro Haushalt zu entrichten war. Einerseits eine sinnvolle Sache, andererseits immer ein Streitpunkt in meiner WG, in der einzelne Personen BAföG beziehen und eigentlich befreit wären, andere aber nicht und die WG daher zahlen muss. Aber wir haben uns entschlossen, das gemeinschaftlich zu teilen. Als ich dann weiterhin Briefe von der GEZ bekam, sah ich keine Notwendigkeit mehr, mich als Einzelperson zu befreien. Unsere Wohnung zahlte ja die Gebühren, nur eben nicht auf meinen Namen. Die Briefe landeten reihenweise ungeöffnet im Papierkorb und ich fühlte mich völlig sicher dabei.

Irgendwann war es aber nicht mehr die GEZ, die mir schrieb. Mich erreichte ein Brief vom Gerichtsvollzieher. Ich sollte knapp 215 Euro auf sein Konto überweisen, hätte aber auch die Möglichkeit, das in Raten zu zahlen, wenn ich nachweisen könnte, dass ich das Geld nicht hätte. Gut, dachte ich, schreibe ich ihm eben eine E-Mail und erkläre das alles – ich bin ja befreit. Als ich dann mit einem Freund sprach, der Jura studiert, bekam ich Panik: Er meinte, ich hätte schon viel früher widersprechen müssen. Wenn ich Pech hätte, müsste ich trotzdem zahlen, weil ich nicht rechtzeitig klargestellt hätte, dass bereits jemand anders für diese Wohnung bezahlt. Auch der Obergerichtsvollzieher erklärte mir, ich müsse mich direkt mit der GEZ in Verbindung setzen. Andernfalls hätte ich das Geld bis Montag kommender Woche zu zahlen oder ich würde vorgeladen werden und hätte mit einem Schufa-Eintrag zu rechnen. Ich erreichte tatsächlich eine Mitarbeiterin am Telefon und erklärte ihr meine Lage. Doch sie sagte mir, dass ich natürlich nichts zahlen müsste.

Ich kann meine Erleichterung nicht in Worte fassen, mein Afrika-Urlaub und meine Ehre sind gerettet und ich kann wieder ein bisschen durchatmen. Aber auch wenn es dieses Mal glimpflich ausgegangen ist, werde ich künftig frühzeitig reagieren – und die Briefe öffnen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Dec 10, 2015