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Studentenleben live

Mit Vorurteilen aufgeräumt

In den letzten Tagen konnte ich zwei meiner Vorurteile abbauen. Das erste betraf eine sprachliche Verwirrung. Mein Freund kommt aus den Niederlanden und da wir eine Fernbeziehung führen, besuche ich ihn dort häufiger. Dabei wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass das Land „Die Niederlande” genannt wird und nicht „Holland“, wie es in Deutschland häufig verbreitet ist. Holland ist nämlich nur eine Provinz der Niederlande. Die Niederlande sind im Ausland auch als Holland bekannt, da sich die Provinz Holland im Mittelalter zur wohlhabendsten Provinz des Landes entwickelt hatte.

Mein zweites Vorurteil betrifft Videospiele. Ich bin mit der Vorstellung aufgewachsen, Videospiele würden aggressiv und dumm machen und man stumpfe dadurch emotional ab. Von den angeblichen Augenschäden ganz zu schweigen. Bis ich neulich eine Studie in die Hände bekam, die herausfand, dass sich Farbwahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit von Leuten, die Videospiele spielen, eher verbessern.

Letzte Woche habe ich das erste Mal selbst ein Videospiel gespielt und musste alle meine Vorurteile revidieren. Aggressiv machte mich das Spielen kein bisschen, nur innerlich ruhig oder sehr gut gelaunt. Außerdem fühlte ich mich dabei aus irgendeinem Grund wunderbar lebendig und es machte einfach einen Heidenspaß. Und zu dem Fakt, dass Videospiele dumm machen: Mitunter verlangen sie meiner Meinung nach eine ungeheure Koordinations-, Reaktions-, Organisations- sowie Kommunikationsfähigkeit und eine gehörige Portion Kreativität. Es wird bestimmt nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung werden, aber ich habe definitiv ein neues Hobby.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Dec 21, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Dec 21, 2015

Studentenleben live

Die Kölner Schäl Sick

Köln. Was für eine wahnsinnig tolle Stadt! Wie ich schon im letzten Blog erzählte, wurde ich gemeinsam mit einer Freundin an der Hochschule für Musik und Tanz angenommen. Wir fanden eine schöne Wohnung, zu zweit auf 70 Quadratmeter – keine Selbstverständlichkeit bei dem Wohnungsandrang in Köln. Die Wohnung war im Stadtteil Humboldt-Gremberg, also auf der Schäl Sick, der rechtsrheinisch gelegenen Seite.

Zu der Aufregung des ersten Umzugs und der großen, wilden Stadt gesellte sich bald meine Nervosität vor dem ersten Tag an der Uni dazu. Mein Stundenplan sah in den ersten Semestern immer sehr ähnlich und recht verschult aus: morgens um 8.30 Uhr eine Stunde Pilates oder Gyrokinesis (eine ganzkörperliche Flexibilitäts- und Körperbewusstseinstechnik) und danach Tanztraining bei unterschiedlichen Professoren. Nach einer einstündigen Mittagspause ging es nachmittags mit Musiktheorie, Tanzwissenschaft oder ähnlichem weiter und meistens gab es danach noch eine Trainingseinheit. Puh! Das klingt erstmal nach einer Menge Arbeit, aber bei dem Spaß, den die ersten Wochen brachten, vergingen die Wochen wie im Flug. Da wir nur 16 Leute in einer Klasse waren und alle Unterrichtseinheiten gemeinsam bestritten, wurden wir im Nu richtig gute Freunde. Die Gruppe war kunterbunt: zwei Jungs aus der Breakdance Szene, einer aus der Tanztheater Szene in Berlin, eine Südkoreanerin, ein Amerikaner, eine Türkin, ein Chinese, drei Mädels mit viel Balletterfahrung, zwei Mädels von einer zeitgenössischen Schule aus Barcelona, zwei Mädels aus Dresden, meine Mitbewohnerin und ich. Oft gingen wir abends noch zusammen etwas essen, auf ein Konzert oder in ein Bar. Trotzdem war es natürlich auch anstrengend und nach einem vollen Trainingstag war ich immer auch froh, ins Bett zu fallen. Viel Zeit, um die Wohnung einzurichten, blieb da nicht, geschweige denn sich anderen Hobbys zu widmen, und so merkte ich nach einem Semester, wie sehr sich mein Alltag und mein Leben durch das Studium verändert hatten.

Die erste Prüfungsphase kam: eine Prüfung in jedem Fach und eine Hausarbeit. Neben dem Training an einer Arbeit in Tanzgeschichte zu schreiben, fiel mir schwer, also blieben nur die Wochenenden dafür. Mal nach Hause fahren oder Besuch bekommen war dann nicht mehr möglich. Die Vorweihnachtszeit war stressig, meine Bücher stapelten sich auf dem Nachtschrank und meine Musikanlage verstaubte. Ich war völlig in die Welt des Tanzstudiums eingesaugt worden.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2015
Autor: Mila
Rubrik: studium
Dec 17, 2015

Studentenleben live

Kommunikationsprobleme

Wie bereits erwähnt, fördere ich aktuell mit einer Freundin zusammen im Kindergarten einmal pro Woche ein Kind im sprachlichen Bereich. Doch auf wöchentlicher Basis findet das Ganze bei weitem nicht statt. Meistens ist das Kind nämlich gar nicht da. Die Mutter ist verbringt den Vormittag oft lieber selbst mit ihrer Tochter, statt sie in den Kindergarten zu bringen. Darüber gab es auch schon ein Gespräch mit der Kindergartenleitung, in dem ihr erklärt wurde, dass es vor allem auch für die sozialen Beziehungen zu anderen Kindern wichtig ist, dass ihr Kind regelmäßig im Kindergarten erscheint.

Auch mit dem Kindergarten läuft es kommunikationstechnisch nicht so gut. Meistens werden wir gar nicht im Voraus informiert, sondern stellen erst vor Ort fest, dass unser Förderkind wieder nicht da ist. Schon seit Wochen wollen wir einen Termin ausmachen, an dem wir auch einmal in der Gruppe hospitieren können, um unser Förderkind in Aktion mit anderen Kindern zu erleben. Immer heißt es, wir würden noch einmal zurückgerufen, doch nie ruft tatsächlich jemand an.

In der Uni besuchen wir ein Beratungsseminar zu dieser Förderung, in dem wir jede Woche erzählen müssen, was wir konkret unternommen haben und Kritik von unserer Dozentin bekommen. Anfangs ernteten wir dort auch tatsächlich viel negatives Feedback. Zum Beispiel wurde kritisiert, dass wir kein einheitliches Rahmenthema in unserer Förderung hatten – was schlichtweg daran lag, dass unser Kind bei unserem ersten Besuch gar nicht mit uns sprach, das zweite Mal total aufgedreht war, das dritte Mal eine absolute Abwehrhaltung gegen unser mitgebrachtes Buch einnahm und beim vierten Termin keine Lust auf Rollenspiele mit Schleichtieren hatte. Schlussendlich gingen wir jedes Mal frustriert nach Hause – frustriert und erschrocken, denn dieses Kind soll kommenden Sommer eingeschult werden.

Mittlerweile haben wir im Kurs ein bisschen mehr von den Rahmenbedingungen im Kindergarten erzählt, was auch die Urteile unserer Dozentin ein wenig mildern konnte. Die letzten zwei Termine war unser Kind schon wieder nicht da – dafür haben wir den Förderplan, den wir für sie schreiben mussten, jedoch ganz gut hinbekommen. Auch unsere Kommilitoninnen waren erstaunt, wie viele Informationen wir doch in den vier Sitzungen sammeln konnten.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Dec 17, 2015