interaktiv

Studentenleben live

Kommunikationsprobleme

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

17.12.2015

Wie bereits erwähnt, fördere ich aktuell mit einer Freundin zusammen im Kindergarten einmal pro Woche ein Kind im sprachlichen Bereich. Doch auf wöchentlicher Basis findet das Ganze bei weitem nicht statt. Meistens ist das Kind nämlich gar nicht da. Die Mutter ist verbringt den Vormittag oft lieber selbst mit ihrer Tochter, statt sie in den Kindergarten zu bringen. Darüber gab es auch schon ein Gespräch mit der Kindergartenleitung, in dem ihr erklärt wurde, dass es vor allem auch für die sozialen Beziehungen zu anderen Kindern wichtig ist, dass ihr Kind regelmäßig im Kindergarten erscheint.

Auch mit dem Kindergarten läuft es kommunikationstechnisch nicht so gut. Meistens werden wir gar nicht im Voraus informiert, sondern stellen erst vor Ort fest, dass unser Förderkind wieder nicht da ist. Schon seit Wochen wollen wir einen Termin ausmachen, an dem wir auch einmal in der Gruppe hospitieren können, um unser Förderkind in Aktion mit anderen Kindern zu erleben. Immer heißt es, wir würden noch einmal zurückgerufen, doch nie ruft tatsächlich jemand an.

In der Uni besuchen wir ein Beratungsseminar zu dieser Förderung, in dem wir jede Woche erzählen müssen, was wir konkret unternommen haben und Kritik von unserer Dozentin bekommen. Anfangs ernteten wir dort auch tatsächlich viel negatives Feedback. Zum Beispiel wurde kritisiert, dass wir kein einheitliches Rahmenthema in unserer Förderung hatten – was schlichtweg daran lag, dass unser Kind bei unserem ersten Besuch gar nicht mit uns sprach, das zweite Mal total aufgedreht war, das dritte Mal eine absolute Abwehrhaltung gegen unser mitgebrachtes Buch einnahm und beim vierten Termin keine Lust auf Rollenspiele mit Schleichtieren hatte. Schlussendlich gingen wir jedes Mal frustriert nach Hause – frustriert und erschrocken, denn dieses Kind soll kommenden Sommer eingeschult werden.

Mittlerweile haben wir im Kurs ein bisschen mehr von den Rahmenbedingungen im Kindergarten erzählt, was auch die Urteile unserer Dozentin ein wenig mildern konnte. Die letzten zwei Termine war unser Kind schon wieder nicht da – dafür haben wir den Förderplan, den wir für sie schreiben mussten, jedoch ganz gut hinbekommen. Auch unsere Kommilitoninnen waren erstaunt, wie viele Informationen wir doch in den vier Sitzungen sammeln konnten.

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