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Studentenleben live

Erst einmal ist noch Weihnachten

Viele fragen mich, ob ich schon aufgeregt bin, denn in nicht mal zwei Wochen geht es schon los nach Oslo. Aber ehrlich gesagt bin ich es noch gar nicht so wirklich. Es ist zurzeit noch so viel anderes zu tun und ich habe tausend Dinge im Kopf, an die ich noch denken muss. Da vergesse ich schon fast, dass ich bald für fünf Monate in einem fremden Land bin. Und eigentlich kann ich es mir noch gar nicht richtig vorstellen. Es fühlt sich eher so an, als würde ich bald für ein, zwei Wochen in den Urlaub fahren.

Außerdem ist jetzt ja erst einmal Weihnachten. Ich bin sehr froh, dass die Reise erst nach den Feiertagen losgeht. So kann ich die schöne Weihnachtszeit noch Zuhause mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen.

Kennt ihr das, wenn ihr jedes Jahr vor Weihnachten gefragt werdet, was ihr euch wünscht und euch aber genau dann nichts einfällt? Mir geht das fast immer so. Das ganze Jahr über finde ich immer wieder schöne Dinge, die ich gern hätte und dann, wenn ich die Möglichkeit habe, sie mir zu Weihnachten zu wünschen, fallen sie mir nicht mehr ein.

Doch dieses Jahr war das bei mir anders. Mir sind tausend Dinge eingefallen, die ich vor Oslo noch gebrauchen könnte: eine Laptoptasche, eine neue Handyhülle, dicke Pullis und warme Schuhe, eine neue Kamera und noch vieles mehr. Einiges davon habe ich mir gewünscht, doch eine Kamera habe ich mir nun selbst noch gekauft. Eigentlich habe ich bereits eine Spiegelreflexkamera, doch die ist mir meistens zu groß und zu schwer, um sie überall mit hinzunehmen. Da ich in Oslo aber gerne immer und überall fotografieren würde, wollte ich gerne noch eine kleine Kompaktkamera für unterwegs haben. Ich bin sehr zufrieden mit dem Kauf und finde, dass eine Kompaktkamera eine super Alternative zu meiner Spiegelreflexkamera ist.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Dec 23, 2015
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Dec 23, 2015

Studentenleben live

Russische Adventszeit

Ich muss gleich am Anfang zugeben, dass der Titel heute pathetisch ist. Ich bin weder in Russland noch könnte ich behaupten, dass meine diesjährige Adventszeit typisch Russisch wäre, aber da ich gerade Russisch an der Uni lerne, habe ich mir den Titel erlaubt.

Vor mir stapeln sich schon seit Wochen die Arbeitsblätter und Lernbücher, die mir dabei helfen sollen die Sprache einfach und mit Freude zu lernen. Mittlerweile ist dieser Berg an Hausaufgaben, den uns unsere sympathische Russischlehrerin Irina wöchentlich aufträgt, aber zum „Knecht Ruprecht“ geworden. Fast jedes Mal, wenn ich voller Vorfreude vor der nächsten Unterrichtseinheit oder voller Tatendrang bin, irgendwelche Menschen auf Russisch anzuquatschen versuche, stoppt mich die „Rute“ – also mein schlechtes Gewissen. Es sagt mir, ich hätte keine Zeit gehabt, alle meine Aufgaben brav und vollständig zu erledigen, also dürfe ich jetzt auch nicht einfach Russisch reden.

Es scheint, als würde dieser große Berg an nicht ausgefüllten Arbeitsblättern mir im Weg stehen um Russisch zu sprechen, dabei sollte er mir doch eigentlich helfen. Gerade sitze ich im Zug und habe den Berg etwas gesichtet und sortiert. Leider ist der Berg mittlerweile so groß, dass er den Ordner, der ihn in seine Grenzen weisen sollte gesprengt hat.

Ich bin ziemlich frustriert. Dabei wollte ich doch eigentlich in dieser Advents- und Weihnachtszeit wirklich ein „braves Kind“ sein und einen Brief auf Russisch (also in kyrillischer Schreibschrift) nach Russland zu engen Freunden der Familie schicken. Vielleicht wird es jetzt beim Russisch-Brot bleiben, dass ich etwas deprimiert in Anwesenheit von „Knecht Ruprecht“ alias „Nicht-gemachte-Hausaufgaben“ verspeisen könnte. Vielleicht geschieht aber auch noch ein Weihnachtswunder, die soll es ja in dieser ganz besonderen Zeit des Jahres geben.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Dec 23, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Dec 23, 2015

Studentenleben live

Die Gretchenfrage im Advent

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind und mit ihm der Geschenkestress. Und jedes Jahr überlege ich, ob es nicht besser wäre, diesem Konsumwahn irgendwie zu entkommen. Ich könnte für alle Verwandten und Freunde Geschenke selbst basteln – wenn ich etwas mehr künstlerische Begabung hätte, wäre das vielleicht eine Option. Aber meist scheitert diese Variante sowieso an Zeitmangel, Begabung hin oder her. Also doch lieber durch die Kaufhäuser rennen oder den virtuellen Markt im Internet durchstöbern? Oder doch einfach einen Gutschein besorgen?

Es soll ja Familien geben, in denen alle beschlossen haben, sich nichts mehr zu schenken, sondern lieber zu spenden. Sei es nun ans lokale Tierheim, UNICEF oder krebskranke Kinder. Alle können das Geld besser gebrauchen als wir, da wir uns ja alles Nötige kaufen können. Und außerdem werden viele Studierende das ganze Jahr über von ihren Eltern finanziell unterstützt, das ist doch dann schon Geschenk genug.

Diese Einstellung ist einerseits sehr vorbildlich: lieber an andere denken, die wirklich bedürftig sind, statt Dinge zu kaufen, die niemand braucht. Am wenigsten der oder die Beschenkte. Jeder kennt diese gut gemeinten, aber völlig unpassenden Geschenke. Damit wäre ein für alle Mal Schluss. Und gleichzeitig könnte man eine schöne ruhige Adventszeit haben, so wie sie eigentlich gedacht ist.

Es gibt bestimmt Menschen, die sich von allen Trends losmachen und nach diesen Prinzipien leben. Trotzdem werde ich den Verdacht nicht los, dass bei vielen Bescherungsverweigerern weder die Barmherzigkeit und die Besinnlichkeit in der Adventszeit noch die Kritik an der Konsumgesellschaft der eigentliche Grund für die Enthaltsamkeit sind. Ich finde, vielmehr handelt es sich dabei einfach oft nur um Faulheit. Viele haben keine Lust, sich rechtzeitig überlegen zu müssen, womit man jemandem eine Freude machen könnte. Sie machen stattdessen allen, die sich Gedanken um ihre Mitmenschen machen und Geschenke kaufen, ein schlechtes Gewissen.

Vielleicht macht es diesen Menschen aber einfach auch keinen Spaß zu schenken. Schade eigentlich, denn wenn man etwas gefunden hat, worüber sich die andere Person freut, dann kann Schenken wirklich schön sein. Und Dinge geschenkt zu bekommen eigentlich auch.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Dec 22, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Dec 22, 2015