interaktiv

Studentenleben live

Mathe vs. Deutsch

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

31.12.2015

Bislang habe ich erst zwei Studentinnen getroffen, die auch die Kombination Mathe und Deutsch auf Lehramt studieren. Mathe-Geographie, Mathe-Physik oder Mathe-Religion sind die üblichen Kombinationen, die ich schon unzählige Male gehört habe. Mathe und Deutsch sind eben zwei Fächer, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Es war sicherlich kein Zufall, dass an meiner Schule die Leistungskurs-Kombination Mathe/Deutsch nicht möglich war.

Nachdem ich jetzt seit gut zwei Monaten Mathe studiere, kann ich zwar eine erste Bilanz ziehen, aber mich irgendwie nicht so richtig entscheiden, welches Studium mir besser gefällt. An Deutsch beziehungsweise Germanistik mochte ich die Arbeit mit der Sprache. Es gab viele Inhalte, die mich sehr interessiert haben und ich merke noch jetzt, dass ich beispielsweise bei Produktnamen direkt erkenne, ob es sich um eine Entlehnung oder ein Kunstwort handelt. Momentan bin ich aber trotzdem froh, dass ich nicht so viel lesen muss wie früher. Und auch nicht so viel schreiben – was damals der Grund war, dass ich Mathe statt Deutsch als Leistungskurs gewählt habe.

Außerdem ist der kognitive Aufwand in Mathe deutlich höher. Germanistik ist eher ein Studienfach, in dem man sich mit einem Thema zwar sehr intensiv befassen muss, wenn man es wirklich durchdringen will, aber es ist oft irrelevant, ob man zuerst den epochalen Hintergrund betrachtet und diesen danach mit philosophischen Ansätzen in Zusammenhang bringt, die der Autor in vielen seiner Werke verwendet, oder umgekehrt. In Mathe baut innerhalb eines Themas alles kleinschrittig aufeinander auf und man muss erst das vorherige verstanden haben, weil man sonst kaum mitkommt. Ich stehe momentan auch ein bisschen unter Druck, weil ich in zwei Vorlesungen ein wenig hinterherhinke – aber hoffe, dass ich die Weihnachtsferien nutzen kann, um den Stoff nachzuarbeiten. Einigen anderen ist dieser Stress schon zu viel geworden. In meinem Bekanntenkreis haben bereits drei Leute das Studium abgebrochen oder gewechselt.

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