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Studentenleben live

Immer wieder Praktikum

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

08.01.2016

Juhu, ich bin frei! Kaum zu glauben, wie schnell acht Wochen vergehen können, aber jetzt ist es geschafft. Mein Verlagspraktikum ist zu Ende und ich komme endlich wieder dazu, mich den Dingen zu widmen, die ich in den letzten Monaten vernachlässigen musste. Trotzdem merke ich schon jetzt, dass mir die Zeit im Verlag fehlen wird. Nach den paar Fettnäpfchen, in die ich anfangs zielsicher hineingetapst war, fühlte ich mich schon nach kürzester Zeit wie ein richtiges Mitglied des Teams.

Natürlich übernimmt man als Praktikantin nicht die kompliziertesten Aufgaben, aber – anders als bei meinem Praktikum im Buchladen vor einem halben Jahr – musste ich kein einziges Mal sauber machen oder aufräumen; und Kaffee gekocht habe ich höchstens für mich selbst. Einerseits bin ich wirklich froh, auf diese Weise herausgefunden zu haben, dass die Arbeit in einem Verlag tatsächlich eine Option für mein späteres Berufsleben sein könnte. Andererseits ist es aber auch einfach nur schön, so viele liebe Leute kennengelernt zu haben. Zwar hatte ich schon einige Nebenjobs, aber irgendwie ist das nicht dasselbe. Es ist doch etwas anderes, als zweimal die Woche hinter der Kasse zu stehen und im Weihnachtsgeschäft Unterwäsche und Schreibwaren an Kunden zu verkaufen. Zu dieser Arbeit gehe ich hin, erledige sie und abends gehe ich wieder nach Hause. Das Praktikum im Verlag hingegen hat mir einen realistischen Arbeitsalltag ermöglicht, der später wirklich einmal mein eigener sein könnte. Zu geregelten Zeiten aufstehen, zur Arbeit gehen und da etwas Tolles produzieren: Bücher!

Ich hätte vorher niemals gedacht, was alles zum Entstehungsprozess von Literatur dazugehört. Klar, irgendwer schreibt etwas, das wird dann im Verlag redigiert und eine Druckerei macht das Ganze dann zu einem richtig echten Buch. Aber was auf dem Weg bis dahin noch so alles getan werden muss, ist viel umfangreicher und vielfältiger, als der Verbraucher auf den ersten Blick erkennen kann. Wie beseitigt man Tippfehler im Manuskript? Woher weiß man, wie hoch der spätere Ladenpreis sein wird? Und wie kommt das Buch überhaupt in den Laden? All das sind Fragen, die mir während meines Praktikums beantwortet werden konnten. Außerdem habe ich zum ersten Mal festgestellt, dass das, was ich in der Uni so lerne, gar nicht so weltfremd ist. Und auch wenn die Zeit wirklich mehr als stressig war, bin ich nun doch sehr froh, diese Chance bekommen zu haben.

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