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Studentenleben live

Langsam angehen lassen

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

13.01.2016

Erster Unitag im neuen Jahr. Das Tempo, mit dem wir gestartet sind, war mir ganz recht: Wir ließen es (vergleichsweise) langsam angehen und haben an den ersten zwei Tagen die Grundlagen im Privatrecht wiederholt. Wie schön es wäre, dieses Niveau auch im Examen zu haben! Dazu gab es ein paar Infoveranstaltung zum strukturierten Lernen.

Was aber tatsächlich hilfreich war: Vier Absolventen haben den Studierenden vorgestellt, wie sie sich auf das Examen vorbereitet haben. Sie hatten alle ganz unterschiedliche Lernstrategien: Lehrbuch lesen, sich auf die Skripten fokussieren, gebundene, dicke Ordner voller eigener Zusammenfassung lernen, tausend Karteikarten oder komplizierte Mind-Map-Systeme auf dem Computer. Das kann einem eigentlich nur Mut machen! Es gibt viele Wege, jeder muss seinen eigenen finden und vor allem muss man dann das Selbstbewusstsein haben, zu seinem Weg zu stehen.

Schockierend war aber der Zeitaufwand, den sie jeweils in die Examensvorbereitung investiert haben. Ein Absolvent hat es in den ersten sieben Monaten auch „langsam angehen lassen“: fünfeinhalb Tage pro Woche, von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends. Sowas würde ich nicht langsam angehen lassen nennen! Ich wollte danach eigentlich gar nicht mehr wissen, wie die zweite Hälfte seiner Vorbereitung aussah, habe es dann aber leider doch erfahren. Als Abschreck-Beispiel schildere ich exemplarisch seinen Mittwoch: Von neun bis 13 Uhr Vorlesung, von 14 bis 17 Uhr Mini- und Kleingruppen-Unterricht und von 17.30 - 22.30 Uhr Examensübungsklausur. Na dann gute Nacht!

Ziemlich frustriert hörten wir Studierende uns diese Zukunftsaussichten an, auch wenn einige der Absolventen gesagt haben, es wäre ihr bestes Jahr gewesen. Zwar wird einem eine feste Struktur vorgegeben, man kann sich seine Zeit aber auch gut selbst einteilen und Raum für Sport und Freunde schaffen. Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt und wie es mir ergehen wird.

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