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Studentenleben live

Neujahrsprobleme – Teil 2

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

14.01.2016

Um kurz nach vier Uhr in der Silvesternacht verabschiedeten Lucy und ich uns von den anderen, um am Hauptbahnhof erschrocken feststellen zu müssen, dass der Schließfachschlüssel nicht in meiner Tasche war. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass er gestohlen wurde, denn das Geld in derselben Tasche war noch vorhanden. Ich kann mir aber auch nicht erklären, wann ich ihn verloren haben sollte. So oder so, wir standen vor den Schließfächern und wussten partout nicht, was wir machen sollten. Nach einer Odyssee durch den Bahnhof, bei der wir wieder von Ansprechpartner zu Ansprechpartner weitergeschickt wurden, konnte uns endlich eine Angestellte helfen und uns das Schließfach mit einem Generalschlüssel öffnen.

Unseren Zug hatten wir dadurch allerdings verpasst und es war ziemlich kalt, weswegen wir einen Tipp unserer Mitfahrgelegenheit von der Anreise nutzten und uns in die Ringbahn setzen. In eineinhalb Stunden fuhren wir einmal um ganz Berlin. Draußen war es dunkel, viel haben wir daher nicht von der Stadt gesehen. Aber die Ankündigung, dass im Zug sympathische Leute sein würden, bewahrheitete sich. Irgendwo zwischen Ostkreuz und Neukölln kamen wir mit einem jungen Mann ins Gespräch, der gerade auf dem Rückweg von einer Silvesterparty war und mit uns über Berlin, Reisen und das Leben plauderte, bis es irgendwann 7.15 Uhr war und wir uns langsam wieder auf den Weg zum Hauptbahnhof machen mussten, um nicht noch eine Verbindung zu verpassen.

Die Rückfahrt lief dann ohne große Probleme: Obwohl wir teilweise nur fünf Minuten Zeit zum Umsteigen hatten, haben wir alle Züge erwischt, konnten unterwegs ein bisschen Schlaf nachholen und in einer Bahn – dank Steckdosen – sogar mein Handy wieder aufladen. Am späten Nachmittag war ich dann wieder zu Hause und heilfroh, Dusche, Zahnbürste und mein Bett begrüßen zu können.

Die verschwundenen Sachen hätten zwar nicht sein müssen, aber insgesamt war es auf jeden Fall ein sehr toller Ausflug. Wer weiß, wohin es uns zum nächsten Jahreswechsel verschlägt.

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