interaktiv

Studentenleben live

Zusammen ist man weniger unproduktiv

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

21.01.2016

In den Weihnachtsferien wollte ich eigentlich eine ganze Menge schaffen: Das Skript für Analysis durcharbeiten, Algorithmische Mathematik aufholen und mich mit den Übungsblättern für meine drei Vorlesungen beschäftigen. Wie viel ich davon letztendlich gemacht habe? Nichts.

Erst in den letzten paar Tagen der Ferien, als ich schon wieder in Bonn war und mich mit meinen Freunden treffen konnte, habe ich endlich angefangen. Und ich habe festgestellt: Ohne eine gewisse Arbeitsatmosphäre geht es einfach nicht. Nicht nur, weil ich ab und zu einen meiner besonders mathebegabten Mitstudenten brauche, um den Stoff zu verstehen, sondern vor allem, weil ich mich alleine sehr schlecht motivieren kann. Die meisten meiner Mathefreunde absolvieren ein Bachelor- und kein Lehramtstudium. Aber auch wenn sie sich mit Linearer Algebra herumschlagen, was nicht auf meinem Stundenplan steht, bin ich in ihrer Gesellschaft produktiver als wenn ich allein zu Hause sitze. Dort gibt es zu viele Dinge, die mich ablenken können – im besten Fall ist das wenigstens Hausarbeit, im schlechtesten Fall esse ich Schokolade und schaue Serien auf meinem Laptop.

Daher ist es wahrscheinlich ganz gut, dass auch die anderen langsam merken, dass die Prüfungen näher rücken. Es dauert keinen Monat mehr bis zu unserer ersten Klausur und selbst unsere zwei Überflieger müssen noch Stoff aufholen. Daher sitzen wir seit Anfang des Jahres fast jeden Tag bei irgendjemandem zu Hause, in der Bibliothek oder einem gerade leerstehenden Raum im Mathematischen Zentrum zusammen und lernen. In diesen Momenten merke ich schon, dass Mathematik doch kognitiv sehr viel fordernder ist als Germanistik. Angenehm ist allerdings, dass ich mich immer ziemlich gut fühle, wenn ich nach ein paar Stunden wieder zehn Seiten im Skript und das halbe Aufgabenblatt geschafft habe und mich ruhigen Gewissens schöneren Dingen widmen kann.

Ein netter Nebeneffekt des gemeinsamen Lernens ist nämlich auch, dass ich sehr viel Zeit mit meinen Kommilitonen verbringe und wir nach getaner Arbeit auch oft noch etwas zusammen unternehmen.

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