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Studentenleben live

Karnevalsmuffel

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

09.02.2016

Eigentlich komme ich ja aus der Nähe der Karnevalshochburg Düsseldorf und meine neue Heimat Bonn ist Köln, der zweiten Karnevalshochburg ziemlich nah. Von daher sollte man eigentlich erwarten, dass ich von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag feiere. Dem ist allerdings absolut nicht so. Zwar fallen einige Vorlesungen aus, dafür ist bei uns Studierenden lernen angesagt. Am Altweiber-Donnerstag haben wir zu viert den ganzen Nachmittag über bei einem Freund gesessen und uns mit Differentialrechnung und Ableitungen auseinandergesetzt. Den größten Kontakt mit verkleideten Menschen hatte ich, als ich abends mit der Straßenbahn zu einer Freundin fuhr, um nach dem ganzen Lernen wenigstens ein bisschen mit meinen Mädels den Tag ausklingen zu lassen.

Ehrlich gesagt kommt es mir aber ganz recht, dass karnevalsmäßig dieses Jahr nicht so viel los ist. Als Kind machte mir Karneval noch Spaß, aber „Erwachsenenkarneval“ sieht eher so aus, dass man sich zwischen verkleideten, alkoholisierten und zwanghaft fröhlichen Menschen wiederfindet, Musik läuft, die eher weniger mein Fall ist, und man dann wahrscheinlich noch in Streit gerät, ob es jetzt „Helau“ oder „Alaaf“ heißt. (Als Quasi-Düsseldorferin muss ich klarstellen: „Helau!“)

Am Karnevalswochenende waren zwei meiner besten Unifreunde sowieso nicht anwesend, weil sie ein Seminar für die Studienstiftung besuchten. Meine anderen Unifreunde waren auch relativ eingespannt in ihr Lernpensum und die paar Leute, die sich aufraffen konnten, doch der fünften Jahreszeit zu frönen, fuhren dafür eher in ihre Heimatstadt.

Ich jedenfalls nutze die Zeit, um Karteikarten zu schreiben, kommendes Wochenende ist schließlich die erste Klausur angesagt. Ein bisschen Lust, mich zu verkleiden, habe ich aber trotzdem: Wir gönnen wir uns am Rosenmontag eine etwas andere Karnevalssitzung – alle verkleidet, aber mit Mathesachen. In diesem Sinne: Helau!

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