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Studentenleben live

Neues Semester, neues Pech?

Nach den entspannten Wochen in Frankreich und einer aufregenden Rückfahrt durch die Alpen, startete ich ins dritte Semester. Die Aufregung des ersten Studienjahres war verblasst und mir begannen zunehmend Dinge gegen den Strich zu gehen. Vieles davon war mir selbst zuschreiben. Meine Ansprüche waren über den Sommer noch mehr gestiegen und ich war unzufrieden mit meiner Leistung. Trotz des erholsamen Urlaubs war ich oft müde im Unterricht und konnte mir neue Schrittfolgen nur mühsam merken. Je mehr mich das wurmte, desto schlechter führte ich mich im Unterricht auf. Zum ersten Mal dachte ich an eine Veränderung. Und dann kamen die Verletzungen. Zuerst stellte sich heraus, dass ein Mädel aus meiner Klasse einen Meniskusschaden hatte. Dann kam eine Welle von Bandscheibenvorfällen: zwei in höheren Semestern und einer bei meiner engsten Freundin. Sie hatten Schmerzen, mussten zum MRT, eine Trainingspause einlegen und schließlich mit dem Tanzen aufhören. Die Klasse schrumpfte. Meine Mitbewohnerin und Kommilitonin kam schließlich auf die Idee, sich im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für eine Verbesserung der Trainingsumstände zu engagieren. Ich ergriff die Chance auf eine Veränderung und wurde mit ihr zusammen zu den neuen Vertreterinnen der Abteilung Tanz gewählt.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Feb 16, 2016
Autor: Mila
Rubrik: studium
Feb 16, 2016

Studentenleben live

Die Mär vom faulen Studi

Ist es möglich, dass 100 Menschen in einem Raum sitzen, arbeiten und dabei völlig ruhig sind? Solche Fragen über das menschliche Miteinander stellt man sich vermutlich an keinem anderen Ort so oft wie in der Unibibliothek. Und natürlich kommt man zu dem Schluss: Nein, es scheint nicht zu gehen. Geräusche, die direkt mit dem Lernen verbunden sind, sind ja noch zu erstragen. An das Klappern von Tastaturen oder das Rascheln von Papier gewöhnt man sich. Aber warum genau müssen ständig Leute mit ihren Nachbarn die Ereignisse des gestrigen Abends diskutieren? Für solche Dinge gibt es schließlich das Café und für fachliche Diskurse den Gruppenarbeitsbereich. Und warum bin ich nur von Pärchen umringt, die sich beim Lernen alle fünf Minuten küssen müssen? Vielleicht bin ich unromantisch, aber am Schreibtisch brauche ich keine Kuscheleinheiten – vor allem nicht die fremder Leute. Das gehört sich einfach nicht.

Man hört ja immer wieder die Mär vom faulen Studi, der Tag und Nacht nichts tut als essen und feiern – und das auf Mamis und Papis Kosten. Sicherlich gibt es diese Sorte vereinzelt, aber spätestens im fortgeschrittenen Semester scheint sie wie ausgestorben zu sein. Vielleicht haben sie ihr Studium abgebrochen oder sind doch – wie wir alle – ein Stückchen erwachsener geworden. Ich kenne jedenfalls niemanden, der am Wochenende noch nie in der Bib war. Die meisten sind dort regelmäßig. Und so kam es auch, dass es an diesem Samstagmorgen ab halb zehn keinen freien Tisch mehr gab und die Leute verzweifelt durch die Reihen getigert sind, um vielleicht doch noch eine Ecke mit Tischbein zwischen den Beinen zu ergattern.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 16, 2016
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 16, 2016

Studentenleben live

100 Jahre

Letzte Woche kam ein Professor an unsere Uni, der unter anderem hören wollte, wie die Bucerius-Studierenden akademische Angebote außerhalb der Studienzeit, wie zum Beispiel Sommerakademien, nutzen. In der Einleitung seines Vortrags hat er etwas sehr interessantes gesagt: Die Lebenserwartung der Menschen steigt – kontinuierlich – pro Dekade um zweieinhalb Jahre. 50 Prozent der Mädchen, die in den 2000ern geboren sind, haben also eine Lebenserwartung von 100 Jahren.

50 Prozent der Mädchen werden 100 Jahre alt – wie bitte? Bundespräsident Gauck musste wohl sogar heute schon seine persönlichen Glückwünsche an 100-Jährige beenden, weil die Postkartenschreiberei inzwischen ein zu großes Ausmaß angenommen hat. 100 Jahre alt sein ist scheinbar keine so große Ausnahme mehr.

Paradoxerweise werden wir auch immer gesünder älter, sodass das Rentenalter steigen muss, während die jungen Menschen immer früher in das Berufsleben einsteigen. Und der frühe Einstieg wird auch immer einfacher: Nur noch zwölf Jahre bis zum Abitur, kein verpflichtender Wehr- oder Zivildienst im Anschluss, und schon kann man mit 20 Jahren seinen Bachelor in der Tasche haben. Ein Freund von mir schreibt mit 21 Jahren gerade an seiner Doktorarbeit in Medizin – er hat zwei Klassen übersprungen, mit 16 Jahren angefangen zu studieren und mit 22 dürfte er dann theoretisch Menschen aufschneiden.

Ist das sinnvoll? Jünger anfangen und länger arbeiten? Ich sehe das eher skeptisch, vor allem wenn ich die teilweise noch ziemlich unreifen 17-Jährigen an unserer Uni sehe, von denen einige mit dem Druck nicht sonderlich gut klarkommen. Ich bin für eine Entschleunigung und überzeugt, man sollte die Freiheit des Studentenlebens genießen, bevor man in den „Geißeln des Berufslebens“ gefangen ist. Arbeiten kann man ja schließlich noch lange genug.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Feb 12, 2016