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Studentenleben live

Studentenfutter

Neulich kam in der Mensa ein Gespräch darüber auf, wie sich Studenten eigentlich ernähren. Wenn das Mensaessen uns nicht zusagt, gehen wir zu unserem tibetischen Lieblingsimbiss. Sind wir bei mir gibt es in der Regel Schokomüsli, bei Hanjo Knödel oder Tiefkühlpizza und wenn Alex zum Essen einlädt, kann man sich auf Nudeln mit Fertigsoße einstellen.

Seit ich von zu Hause ausgezogen bin und nicht mehr von Mutti verpflegt werde, habe ich bereits ernährungstechnisch ziemlich viel ausprobiert, um mich gesünder zu ernähren: Nach 17 Uhr nichts mehr essen, keine Zwischenmahlzeiten, keine Schokolade, abends keine Kohlehydrate, möglichst viel Obst und Gemüse, Verzicht auf Glutamate. Manches führte bei mir zu Sodbrennen und anderes dazu, dass ich den ganzen Tag schlecht gelaunt war.

In dieser Zeit habe ich mich auch viel mit der Lebensmittelindustrie auseinander gesetzt und für mich beschlossen, neben der Boykottierung bestimmter Marken und Produkte, die ich für nicht ethisch vertretbar halte, auch kein Fleisch und keinen Fisch mehr zu essen. Seit fast einem Jahr halte ich das bereits konsequent durch. In den letzten Monaten habe ich außerdem anstatt Milch fast überall Sojamilch benutzt, da meine Eisenwerte zu wünschen übrig lassen und Milch die Eisenaufnahme stärker hemmt als Sojamilch. Käse, Joghurt und Schokolade stehen aber noch immer auf meinem Speiseplan und weil meine vegan lebende Schwester behauptet, die seien daran schuld, dass meine Haut in letzter Zeit nicht die beste ist, habe ich mir überlegt, dieses Jahr in der Fastenzeit auf Milchprodukte zu verzichten und mich die ersten zwei Wochen zusätzlich komplett vegan zu ernähren – einfach nur, um es mal auszuprobieren. Ob es mir wirklich gut tut, werde ich erst noch sehen. Der Verzicht auf Süßwaren ist jedoch auf jeden Fall ein gesunder Nebeneffekt, nachdem ich mit einem Unikumpel den Rekord, 16 Tafeln Schokolade in vier Tagen zu vertilgen, aufgestellt hatte. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 19, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 19, 2016

Studentenleben live

Revolution

Wie ich euch schon im letzten Blog berichtet habe, sind die Rahmenbedingungen für Tänzer nicht immer die besten. Getanzt wird auf jeder Form von Untergrund, oftmals gibt es zu wenige Pausen, zu lange Probenphasen und weder bei den Spielzeiten noch der Gage ist wirklich Verhandlungsspielraum. Der Tag eines Tänzers beginnt mit Training am Morgen und endet zum Teil erst nach einer Aufführung am Abend. Im Verlauf des Semesters mussten wir realisieren, dass es wichtig war, für seine Rechte einzustehen. Die große Verletzungszahl muss in Zukunft verhindert werden.

Meine Mitbewohnerin und ich engagieren uns deshalb im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für die Verbesserung der Bodenverhältnisse, sowie der Vernetzung und des Austauschs mit den Musikstudierenden. Hierfür organisieren wir unter anderem Austauschtage und versuchten gemeinsame Projekte zu starten. Es stellte sich heraus, dass unsere Vernetzungsarbeit von großer Bedeutung werden sollte, als wir erfuhren, dass die Tanzabteilung im darauffolgenden Jahr geschlossen werden sollte. Das musste natürlich verhindert werden!

In den folgenden Wochen versuchten wir also so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erlangen: durch Flashmobs, Tanzunterricht auf den Fluren und Briefen, die wir an die Hochschulleitung schickten. Meine Mitbewohnerin und ich setzten uns in die verschiedenen Gremien der Hochschule und machten auf das Problem aufmerksam. Alles in allem eine aufregende Zeit, mit dem Resultat, dass Taten in solchen Fällen mehr als Worte zählen. Wir stießen auf breite Unterstützung mit unserer Kampagne – Tanz muss bleiben! Und tatsächlich: wir schafften es, dass die Abteilung nicht geschlossen werden würde. Mir hat die Zeit in der Hochschulpolitik auf jeden Fall gezeigt, was Vermittlung und Vernetzung bewegen kann.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Feb 19, 2016
Autor: Mila
Rubrik: studium
Feb 19, 2016

Studentenleben live

Fächerübergreifend lernen

Gestern war ein schwieriger Lerntag. Ich hatte mir vorgenommen mein 650-Seitenskript durchzuarbeiten. Leider klappte das nicht so gut, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Klausur in Bodenkontamination, um die es geht, ist die letzte für dieses Wintersemester. Aber mein Kopf ist längst in außeruniversitären Gefilden. Ich wollte nach der Prüfungszeit einen Wochenendausflug in meine alte Studienstadt Karlsruhe organisieren. Das Problem war nur, dass an dem Wochenende keiner meiner Freunde dort einen Schlafplatz für mich hatte. Eine sehr gute Freundin von mir, die am gleichen Wochenende nach Karlsruhe wollte, konnte mir auch nicht helfen. Das liegt sicher auch daran, dass sie Medizin studiert und selber gerade in einer unmenschlich stressigen Prüfungszeit steckt.

Gegen 20 Uhr, als ich über irgendwelchen Schwermetallverfügbarkeitsdiagrammen brütete, klingelte das Telefon und besagte Freundin rief an. Sie hatte sich doch noch die Zeit genommen, um mit mir zu überlegen, wo wir am bevorstehenden Wochenende in Karlsruhe übernachten könnten. Sie versprach, bei einer Freundin oder einem Cousin einen Schlafplatz zu organisieren. Ich war so erleichtert, dass das endlich geklärt war und schämte mich gleichzeitig dafür, dass ich mal wieder so ungeduldig gewesen war.

Außerdem stellte sich heraus, dass wir am gleichen Tag unsere letzte Klausur schreiben würden. Ihr Thema: Gynäkologie. Wir klagten uns gegenseitig unser Leid und tauschten uns darüber aus, wie wir jeweils vorgingen, um Herr über die fast unendlich große Menge an Stoff zu werden. Wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid – dementsprechend motivierter setzte ich mich wieder an mein Skript.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Feb 18, 2016