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Studentenleben live

Revolution

Autor:
Mila

Rubrik:
studium

19.02.2016

Wie ich euch schon im letzten Blog berichtet habe, sind die Rahmenbedingungen für Tänzer nicht immer die besten. Getanzt wird auf jeder Form von Untergrund, oftmals gibt es zu wenige Pausen, zu lange Probenphasen und weder bei den Spielzeiten noch der Gage ist wirklich Verhandlungsspielraum. Der Tag eines Tänzers beginnt mit Training am Morgen und endet zum Teil erst nach einer Aufführung am Abend. Im Verlauf des Semesters mussten wir realisieren, dass es wichtig war, für seine Rechte einzustehen. Die große Verletzungszahl muss in Zukunft verhindert werden.

Meine Mitbewohnerin und ich engagieren uns deshalb im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für die Verbesserung der Bodenverhältnisse, sowie der Vernetzung und des Austauschs mit den Musikstudierenden. Hierfür organisieren wir unter anderem Austauschtage und versuchten gemeinsame Projekte zu starten. Es stellte sich heraus, dass unsere Vernetzungsarbeit von großer Bedeutung werden sollte, als wir erfuhren, dass die Tanzabteilung im darauffolgenden Jahr geschlossen werden sollte. Das musste natürlich verhindert werden!

In den folgenden Wochen versuchten wir also so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erlangen: durch Flashmobs, Tanzunterricht auf den Fluren und Briefen, die wir an die Hochschulleitung schickten. Meine Mitbewohnerin und ich setzten uns in die verschiedenen Gremien der Hochschule und machten auf das Problem aufmerksam. Alles in allem eine aufregende Zeit, mit dem Resultat, dass Taten in solchen Fällen mehr als Worte zählen. Wir stießen auf breite Unterstützung mit unserer Kampagne – Tanz muss bleiben! Und tatsächlich: wir schafften es, dass die Abteilung nicht geschlossen werden würde. Mir hat die Zeit in der Hochschulpolitik auf jeden Fall gezeigt, was Vermittlung und Vernetzung bewegen kann.

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