interaktiv

Studentenleben live

Desy

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

02.03.2016

Am Dienstag war ich mit meiner Hamburger Studienstiftungsgruppe im DESY, dem deutschen Elektronen-Synchrotron. Auf Deutsch: ein Teilchenbeschleuniger. Dementsprechend viel Ahnung hatte ich auch von dem, was da passiert.

Ein Master-Student hat uns eine Stunde lang einen Crashkurs in Physik gegeben und uns zumindest in den Grundzügen erklärt, was am DESY alles erforscht wird. Jetzt weiß ich, dass die elektromagnetische Energie dafür sorgt, dass wir nicht von der Erdanziehungskraft in den Erdkern gesogen werden, dass nichts schneller ist als Lichtgeschwindigkeit und dass das Standardmodell der Elementarteilchen einen elementaren Fehler hat. Es basiert nämlich auf der Annahme, dass es zu jedem Teilchen ein Anti-Teilchen gibt, aber das „Anti-Teilchen unserer Existenz“ wurde noch nicht gefunden.

Nach dem Vortrag sind wir in den 6,3 Kilometer langen Tunnel geklettert, in dem sich der Teilchenbeschleuniger befindet und haben uns erklären lassen, wie man die verschiedenen Eigenschaften von Teilchen bemisst.

Nach drei Stunden Physikunterricht hatte ich einen riesigen Knoten im Gehirn, doch immerhin konnte ich mein neu erlerntes Wissen gleich in der nächsten Jura-Vorlesung nutzen: Es gab nämlich einmal eine Verfassungsbeschwerde, um Forschern das Forschen zu verbieten, damit sie kein riesiges schwarzes Loch finden, in dem wir alle verschwinden. Da sieht man, dass Physik und Jura doch mehr miteinander zu tun haben, als man wohl denken mag.

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