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Studentenleben live

Warum ich zwölf Semester brauche

„Und wie läuft das Studium?“ Diese Frage habe ich in meiner Studienzeit häufig gehört. In den ersten Semestern konnte ich nie wirklich verstehen, welche Antwort von mir erwartet wurde. Ich ging natürlich in die Vorlesungen, aber viel spannender war es, zum ersten Mal alleine zu wohnen, neue Leute kennenzulernen und Partys und Poetry Slams zu besuchen. Wen interessierte schon wirklich, womit ich mich in meinen Seminaren beschäftigte?

Mittlerweile scheint die Frage jedoch auf etwas anderes abzuzielen. Wenn mich jetzt jemand fragt, wie mein Studium läuft, will er wissen, wie lange ich noch bis zu meinem Staatsexamen brauche und wie viele Veranstaltungen ich noch besuchen muss. Da ich darauf selbst noch keine Antwort habe, nervt mich diese Frage immer mehr. Denn obwohl ich nicht fauler bin als meine Kommilitonen, passiert es mir immer wieder, dass ich ein Seminar mehrfach belegen muss. Dieses Semester zum Beispiel kam ein Kompaktseminar meiner Afrika-Reise in die Quere und ein Seminar in Diagnostik von Sprachschwierigkeiten musste ich abbrechen, weil das zu diagnostizierende Kind mehr als die Hälfte der Treffen versäumte.

Dazu kommt, dass ich gerne noch ein weiteres Fach belegen würde, nämlich Deutsch als Zweitsprache. Das wären jedoch noch einmal elf zusätzliche Seminare- und 30 stehen sowieso noch aus. Laut Regelstudienzeit von neun Semestern sollte ich in drei Semestern das Examen schreiben, das schaffe ich niemals! Ich habe mir vorgenommen, das Examen im zwölften Semester zu machen. Warum sollte ich mich auch hetzen? Es heißt doch immer, die Studienzeit ist die schönste Zeit im Leben.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 4, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 4, 2016

Studentenleben live

Prüfung Nummer eins

Die vergangene Woche war lerntechnisch eine der härtesten meines Lebens. Die Analysis-Klausur, die uns allen als die schwerste Klausur überhaupt prophezeit wurde, stand bevor. Obwohl ich deutlich früher mit dem Wiederholen des Stoffs angefangen habe als bei meinen Prüfungen in Germanistik und Soziologie, hatte ich in den letzten Tagen vor der Klausur absolut keine Freizeit mehr. Am Montag habe ich den ganzen Tag mit drei Unifreunden gelernt, am Dienstag nach der Vorlesung schrieb ich bis zwei Uhr nachts Karteikarten, den Mittwoch verbrachte ich in der Bibliothek und während am Donnerstagabend meine Freunde damit beschäftigt waren, Doppelkopf zu spielen, saß ich mit meinem Skript da und ging Übungsaufgaben durch. Am Freitag ging ich nach dem Frühsport wieder in die Bibliothek, bis sie um Mitternacht schloss.

So richtig gut vorbereitet fühlte ich mich nicht trotz allem nicht und am Tag der Prüfung saß ich kurz vor ein Uhr mittags ziemlich nervös vor meinem Klausurbogen. So schlimm war es dann aber gar nicht. Die Uhr schlug eins, ich drehte das Deckblatt um und konnte mit der ersten Aufgabe direkt etwas anfangen. Auch wenn ich nicht alles lösen konnte, war ich nach der Klausur ziemlich glücklich, weil ich halbwegs sicher war, bestanden zu haben.

Schon zwei Tage später bekam ich das Ergebnis: bestanden. Besonders gut war meine Note zwar nicht, aber ich bin doch sehr zufrieden, meine erste Matheklausur erfolgreich hinter mich gebracht zu haben. Den zweiten Versuch, den ich mitschreiben darf, um meine Note zu verbessern, werde ich trotzdem in Anspruch nehmen – es kann ja nur besser werden!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 3, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 3, 2016

Studentenleben live

Prüfungszeit

Nach den Weihnachtsferien wurde es ein bisschen anstrengend. Wie jedes Jahr bekomme ich kurz nach Silvester ein schlechtes Gewissen und fange nach einer Woche voller Ausreden an, mich auf die Prüfungen, die Anfang Februar bevorstehen, vorzubereiten.

Dieses Semester hatte ich “nur” drei Prüfungen. In Diagnostik werde ich nämlich erst im Sommer die Prüfung schreiben und im Emperiepraktikum musste ich während des Semesters vier Berichte abgeben, woraus sich meine Prüfungsleistung ergibt. Trotzdem musste ich gerade für Sozialpsychologie und Allgemeine Psychologie viel lernen. Ich habe mir als einen Lernplan erstellt. Wie immer schrieb ich eine Zusammenfassung aller relevanten Inhalte in tabellarischer Form. Damit kann ich den Stoff lernen und mich selbst abfragen. In der linken Spalte notiere ich immer eine Überschrift oder eine Frage, auf der rechten Seite dann die Punkte, die ich auswendig wissen muss oder die Antwort auf die Frage.

Vor der Prüfungswoche war ich täglich bis zu zwölf Stunden in der Bibliothek und habe gepaukt. Letztendlich sind die Prüfungen dann auch halbwegs gut gelaufen und ich kann mich auf meine Reise nach Amerika freuen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2016
Autor: Maja
Rubrik: studium
Mar 2, 2016