interaktiv

Studentenleben live

Europäischer Gerichtshof

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

21.03.2016

Nach Wochen voller Vorbereitungen und endlosem E-Mail-Verkehr war es endlich soweit: Der Ausflug zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) stand bevor. An einem Sonntagnachmittag checkten die 19 anderen Stipendiaten, ich und eine ehemalige deutsche Richterin am EuGH in eine Jugendherberge in Luxemburg ein.

Den ersten Eindruck von Luxemburg bekamen wir auf dem „Wenzel-Rundweg“, dem größten „Freilichtmuseum“ des Landes, auf dem wir sowohl den im Tal gelegenen als auch festungsähnlichen Teil der kleinen Stadt genossen. Nachdem wir die Stadt erkundet hatten, lauschten wir Vorträgen zur Rechtsprechung des EuGH, die uns viel Diskussionsstoff boten. Am nächsten Tag wartete dann das Highlight des Ausflugs auf uns: der Besuch am EuGH. Dementsprechend aufgeregt sprangen wir trotz Schlafmangel hochmotiviert in den Bus, um das im Morgenlicht schimmernde höchste europäische Gericht zu erblicken. Jedes „CURIA“-Zeichen wurde wild fotografiert und jede Person, die an uns vorbeilief, neugierig beäugt – ist das vielleicht einer der Richter?

Zuerst bekamen wir eine kleine Einführung in den aktuellen Fall, bevor wir in den großen Sitzungssaal durften. Ich fand es unglaublich beeindruckend, die Richter in ihren roten Roben unter dem goldenen Himmel des Sitzungssaals zu sehen, wie sie den Vorträgen der Parteien lauschten. Dank unserer Begleitung wurden uns den ganzen Tag alle Türen geöffnet. Thomas von Danwitz, der aktuelle deutsche Richter, musste unser Treffen zwar leider kurzfristig absagen. Frau Juliane Kokott, eine Generalanwältin, sprang jedoch für ihn ein.

Zum Schluss gab es noch eine exklusive Führung durch den EuGH und die Bibliothek, die insgesamt zehn Kilometer Bücherreihen aufweisen kann. Das Résumé von diesen zweieinhalb Tagen? Jura kann manchmal schon ziemlich toll sein.

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