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Studentenleben live

Erstsemester zum zweiten Mal

Autor:
Mila

Rubrik:
studium

23.03.2016

Nachdem ich vier Semester in Köln studiert hatte, befand ich mich also wieder am Anfang: Das erste Semester in einer neuen Stadt. Mein neues Zimmer befand sich in einer Sechser- WG in der Nähe der Uni. Leider wurde es erst im November frei, also lebte ich den ersten Monat bei einer Freundin.

Die Erstsemesterwoche war vollgepackt mit allerlei Aktivitäten zum Kennenlernen: Es gab unter anderem eine Einführungsrunde mit Tutoren aus höheren Semestern, eine Campustour, eine Rally und eine Kneipentour. So eine klassische Ersti- Woche hatte ich im Tanzstudium nicht erlebt. Dort war es mit dem Unterricht direkt losgegangen und da wir nicht so viele waren, hatten wir uns auch sofort kennengelernt. Doch diesmal war es etwas anders. Einige meiner Kommilitonen hatten vorher schon etwas anderes studiert, auf den Studienplatz gewartet oder eine Ausbildung abgeschlossen. Ich lernte erstmal nur meine Seminargruppe kennen, in der wir die Fachseminare hatten. Wir waren eine Gruppe von etwa 30 Personen. Die Jüngsten kamen direkt vom Abitur, die Ältesten waren bereits über 30 Jahre alt und hatten Kinder. Dazu kam, dass alle aus unterschiedlichen Gegenden Deutschlands kamen. Neben unserer Seminargruppe gab es noch 15 weitere. Eine für mich unvorstellbare Menge an Kommilitonen. Dementsprechend war die Atmosphäre nicht so familiär wie ich es aus Köln gewohnt war und ich sehnte mich danach, wieder zurück zu gehen.

Am Ende der Woche fand ich mich dann aber schon besser zurecht und hatte mich schon mit ein paar Kollegen zusammengefunden, die unter anderem meine Reisebegeisterung teilten und sehr aufgeschlossen waren. Leipzig ist eine wunderschöne Stadt, bei der man schwer umhin kommt, sich in die Parks und Cafés zu verlieben. Ich versuchte, die Sehnsucht also fortzuschieben und mich auf die kommende Zeit in Leipzig zu freuen und darauf neue Freunde zu finden.

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