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Studentenleben live

Die Suche nach der Grünen Soße

Das Schöne an Berlin ist, dass die Stadt so international ist. Egal aus welchem Land man kommt, man findet eigentlich immer ein Restaurant, das die typischen Gerichte anbietet, oder einen Supermarkt, der die entsprechenden Zutaten zum Selberkochen im Sortiment hat. Schwieriger wird es bei regionalen Spezialitäten aus anderen Teilen Deutschlands, wie zum Beispiel aus Baden-Württemberg. Spätzle zu bekommen ist noch relativ einfach, doch Maultaschen oder Butterbrezeln zu finden, gestaltet sich dann doch mühsamer. Auch Menschen aus Hessen haben es nicht leicht, besonders am Gründonnerstag. Denn in Hessen gibt es dort traditionell Grüne Soße mit Kartoffeln, hartgekochten Eiern und dazu wahlweise Fleisch oder Fisch. Wie die „richtige“ Grüne Soße gemacht wird, ist natürlich umstritten und es gibt viele Varianten. Einig ist man sich in Hessen nur darüber, dass sieben ausgewählte Kräuter mit saurer Sahne, Schmand oder Joghurt gemischt und mit Gewürzen (Pfeffer, Salz, Senf, Zucker) abgeschmeckt werden. Doch wo bekommt man in Berlin so seltene Kräuter wie Sauerampfer und Pimpinelle, Borretsch oder Kerbel? Und am besten schon im richtigen Mengenverhältnis in Papier gerollt?

Nach ausgiebiger Recherche im Internet kam ich zu folgendem Ergebnis: Entweder man geht in eines der hessischen Restaurants und leistet sich eine professionell hergestellte Soße oder man kauft die fertige Tiefkühlmischung, die eine große Supermarktkette im Sortiment haben soll. Leider konnte ich die Mischung im Supermarkt nicht finden, vielleicht waren zu viele Hessen mit Heimweh vor mir dort. Dafür gab es eine „acht- Kräuter-Mischung“ inklusive Dill. Ob Dill überhaupt hinein gehört, ist eine der am heftigsten diskutierten Fragen zum Thema Grüne Soße, aber mir blieb nichts anderes übrig und tatsächlich kam das Ergebnis der „echten“ Grünen Soße recht nah. Vielleicht finde ich ja nächstes Jahr einen Markt, der genau die richtigen Kräuter verkauft.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Mar 31, 2016
Autor: Rose
Rubrik: studium
Mar 31, 2016

Studentenleben live

Verrückte auf dem Ahrsteig

In letzter Zeit wurden ein paar meiner Unifreunde und ich oft für verrückt erklärt. Der Grund? Wir hatten beschlossen, wandern zu gehen. Drei Tage lang. Bei frostigen Temperaturen.

Unsere Eltern fragten uns wiederholt, ob wir uns das nicht noch einmal überlegen wollten. Den Termin zu verschieben, abzusagen oder vielleicht nur einen Tag lang wandern zu gehen, um abends im eigenen Bett schlafen zu können, kam für uns aber nicht infrage. Unser Entschluss stand fest. Am Samstagmorgen fuhren wir nach Blankenheim, um dort von der Ahrquelle aus den Ahrsteig entlang zu wandern.

Wer mich besser kennt, fragt sich bestimmt, warum ich mich überhaupt darauf eingelassen habe, denn eigentlich bin ich nicht besonders sportlich und so richtig wandern war ich bislang noch nie. Genau das war aber einer meiner Gründe: Ich wollte es gerne einmal ausprobieren und die Alternative wäre gewesen, allein in Bonn zu sitzen, da sich fast alle anderen meiner Freunde in der Heimat oder im Urlaub befanden.

Im Nachhinein denke ich, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Wir haben so viele wunderschöne Ausblicke genießen können, einen Schneemann gebaut und jeden Abend eine schöne Stelle für unser Zelt gesucht. Dazu kamen zahlreiche Gespräche über Gott und die Welt, für die im Alltag häufig keine Zeit ist, Doppelkopfrunden im Licht der handbetriebenen Taschenlampen und gemeinsamer Gesang, denn dadurch läuft es sich gleich viel leichter.

Trotzdem war ich heilfroh, als wir am Ende des dritten Tags in Altenahr in die Bahn zurück nach Bonn stiegen. Eine heiße Dusche, frische Klamotten und etwas abwechslungsreichere Nahrung als Brot und Obst weiß ich nach einem solchen Trip erst richtig zu schätzen.

Dennoch – auf die Frage, ob ich im Sommer dabei wäre, den Rest des Ahrsteigs zu wandern, habe ich nicht mit nein geantwortet.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 30, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 30, 2016

Studentenleben live

Erstsemester zum zweiten Mal

Nachdem ich vier Semester in Köln studiert hatte, befand ich mich also wieder am Anfang: Das erste Semester in einer neuen Stadt. Mein neues Zimmer befand sich in einer Sechser- WG in der Nähe der Uni. Leider wurde es erst im November frei, also lebte ich den ersten Monat bei einer Freundin.

Die Erstsemesterwoche war vollgepackt mit allerlei Aktivitäten zum Kennenlernen: Es gab unter anderem eine Einführungsrunde mit Tutoren aus höheren Semestern, eine Campustour, eine Rally und eine Kneipentour. So eine klassische Ersti- Woche hatte ich im Tanzstudium nicht erlebt. Dort war es mit dem Unterricht direkt losgegangen und da wir nicht so viele waren, hatten wir uns auch sofort kennengelernt. Doch diesmal war es etwas anders. Einige meiner Kommilitonen hatten vorher schon etwas anderes studiert, auf den Studienplatz gewartet oder eine Ausbildung abgeschlossen. Ich lernte erstmal nur meine Seminargruppe kennen, in der wir die Fachseminare hatten. Wir waren eine Gruppe von etwa 30 Personen. Die Jüngsten kamen direkt vom Abitur, die Ältesten waren bereits über 30 Jahre alt und hatten Kinder. Dazu kam, dass alle aus unterschiedlichen Gegenden Deutschlands kamen. Neben unserer Seminargruppe gab es noch 15 weitere. Eine für mich unvorstellbare Menge an Kommilitonen. Dementsprechend war die Atmosphäre nicht so familiär wie ich es aus Köln gewohnt war und ich sehnte mich danach, wieder zurück zu gehen.

Am Ende der Woche fand ich mich dann aber schon besser zurecht und hatte mich schon mit ein paar Kollegen zusammengefunden, die unter anderem meine Reisebegeisterung teilten und sehr aufgeschlossen waren. Leipzig ist eine wunderschöne Stadt, bei der man schwer umhin kommt, sich in die Parks und Cafés zu verlieben. Ich versuchte, die Sehnsucht also fortzuschieben und mich auf die kommende Zeit in Leipzig zu freuen und darauf neue Freunde zu finden.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2016
Autor: Mila
Rubrik: studium
Mar 23, 2016