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Studentenleben live

Erstsemester zum zweiten Mal

Nachdem ich vier Semester in Köln studiert hatte, befand ich mich also wieder am Anfang: Das erste Semester in einer neuen Stadt. Mein neues Zimmer befand sich in einer Sechser- WG in der Nähe der Uni. Leider wurde es erst im November frei, also lebte ich den ersten Monat bei einer Freundin.

Die Erstsemesterwoche war vollgepackt mit allerlei Aktivitäten zum Kennenlernen: Es gab unter anderem eine Einführungsrunde mit Tutoren aus höheren Semestern, eine Campustour, eine Rally und eine Kneipentour. So eine klassische Ersti- Woche hatte ich im Tanzstudium nicht erlebt. Dort war es mit dem Unterricht direkt losgegangen und da wir nicht so viele waren, hatten wir uns auch sofort kennengelernt. Doch diesmal war es etwas anders. Einige meiner Kommilitonen hatten vorher schon etwas anderes studiert, auf den Studienplatz gewartet oder eine Ausbildung abgeschlossen. Ich lernte erstmal nur meine Seminargruppe kennen, in der wir die Fachseminare hatten. Wir waren eine Gruppe von etwa 30 Personen. Die Jüngsten kamen direkt vom Abitur, die Ältesten waren bereits über 30 Jahre alt und hatten Kinder. Dazu kam, dass alle aus unterschiedlichen Gegenden Deutschlands kamen. Neben unserer Seminargruppe gab es noch 15 weitere. Eine für mich unvorstellbare Menge an Kommilitonen. Dementsprechend war die Atmosphäre nicht so familiär wie ich es aus Köln gewohnt war und ich sehnte mich danach, wieder zurück zu gehen.

Am Ende der Woche fand ich mich dann aber schon besser zurecht und hatte mich schon mit ein paar Kollegen zusammengefunden, die unter anderem meine Reisebegeisterung teilten und sehr aufgeschlossen waren. Leipzig ist eine wunderschöne Stadt, bei der man schwer umhin kommt, sich in die Parks und Cafés zu verlieben. Ich versuchte, die Sehnsucht also fortzuschieben und mich auf die kommende Zeit in Leipzig zu freuen und darauf neue Freunde zu finden.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2016
Autor: Mila
Rubrik: studium
Mar 23, 2016

Studentenleben live

Durchgefallen

Wenn es eine Charaktereigenschaft gibt, die ich wirklich an mir hasse, dann ist es meine Undiszipliniertheit. Gute Vorsätze, wie mehr Sport zu machen und mich gesünder zu ernähren, halte ich nie besonders lange durch. Wenn wir alle unsere Handys weglegen, bin ich jedes Mal eine der ersten, die es wieder in die Hand nimmt und würde ich mir nicht ab und zu die Regel auferlegen, erst dann etwas Schönes machen zu dürfen, wenn ich mindestens drei Punkte meiner To-Do-Liste erledigt habe, wäre ich sicher bereits unter einer Lawine unerledigter Dinge erschlagen worden.

Wenn ich dann doch etwas erreicht habe, ruhe ich mich gerne viel zu lange auf dem Erfolg aus. Ich erkläre dann beispielsweise eine Woche lang, dass ich ja erst kürzlich joggen war, davon noch Muskelkater habe und darum beim Fußballspielen nicht mitmachen muss.

Genau das Problem hatte ich bei meiner zweiten Prüfung: Algorithmische Mathematik. Statt direkt nach Analysis mit dem Lernen anzufangen, bin ich erst einmal nach Hause gefahren, habe mit meiner Familie Zeit verbracht, mich mit Freunden getroffen und das Leben genossen, um dann erst fünf Tage vor der Klausur anzufangen, den Stoff zu wiederholen. Diese Einstellung rächte sich prompt und ich fiel durch die Prüfung. Da ich niemanden kenne, der auch durchgefallen ist, ist mir das echt unangenehm.

Für den zweiten Versuch werde ich früher und vor allem intensiver lernen, dank der Klausureinsicht weiß ich immerhin, wo meine Schwächen lagen und kann mich besser darauf vorbereiten.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 23, 2016

Studentenleben live

Staatsexamen

Ich weiß nicht, ob man uns für das Denken, die Gefühle und Bedürfnisse unseres zukünftigen Klientels sensibilisieren möchte oder was sonst der Grund dafür ist, dass die Sonderpädagogikstudenten immer eine Sonderrolle im Vergleich zu den übrigen Lehramtsstudenten haben. Ständig hört man in irgendwelchen Informationsveranstaltungen einen Nebensatz wie „Wie das bei den Sonderpädagogen ist, weiß ich nicht, da müssen Sie noch einmal gesondert nachfragen“.

Dass in unserer Ausbildung der Schwerpunkt deutlich stärker auf Pädagogik und Didaktik als auf die Fachwissenschaften liegt, kommt uns im Hinblick auf die Prüfung aber wirklich zu Gute: Im Lehramtsstudium ist es üblich, dass erst am Ende des Studiums das Examen, bestehend aus mündlichen Staatsprüfungen in der Erziehungswissenschaft und den studierten Fächern, stattfindet. Da wir Sonderpädagogikstudenten unser Unterrichtsfach und die allgemeine Pädagogik eher in den ersten Semestern studieren und den Rest erst im fünften Semester beginnen, ist es uns möglich, die vorgezogene Staatsprüfung zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir super früh dran sind und schon vor der Regelstudienzeit fertig werden, sondern nur, dass wir die Prüfungen in unserem Fach und in der allgemeinen Erziehungswissenschaft schon vorziehen können und am Ende des Studiums nicht mehr ganz so viel zu tun haben. Dieses System ist natürlich eine tolle Möglichkeit, um die uns sicher auch der ein oder andere Student eines anderen Lehramts beneidet. Endlich kommt unsere Sonderrolle also mal auf schöne Art und Weise zum Tragen. Beziehungsweise: Das sehen wir dann, wenn ich meine Ergebnisse habe. Ich werde mich nämlich nächste Woche offiziell für die Prüfungen im Herbst anmelden.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 22, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 22, 2016