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Studentenleben live

Bachelor(ette)

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

01.04.2016

Er zählt zwar in Jura wenig, aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen: Nach dreieinhalb Jahren Studium habe ich meinen Bachelor geschafft!

Die förmliche Verleihung der Bachelorurkunden fand am Samstagvormittag im Auditorium statt, abends folgte dann ein feierlicher Ball im Hotel Atlantic.

Nach den Erzählungen älterer Kommilitonen hatte ich mich auf ein sehr langweiliges Vormittagsprogramm gefasst gemacht und mir mentale Ablenkungsstrategien überlegt. Das war aber dann gar nicht notwendig, denn die Bachelorverleihung war überraschend kurzweilig.

Los ging es mit einer sehr interessanten Ansprache: Die Rednerin, eine Absolventin aus dem Jahrgang 2004, hatte tatsächlich nach dem Bachelorabschluss ihr Studium beendet, anstatt sich noch bis zum Staatsexamen durchzukämpfen. Doch geschadet hat diese Entscheidung ihrer Karriere nicht, ganz im Gegenteil: Zuerst arbeitete sie in der Unternehmensberatung, jetzt ist sie beim Auswärtigen Amt in der Abteilung für Nukleare Abrüstung und Nukleare Sicherung tätig. Sie hielt eine schöne Rede über das, worauf es im Leben ankommt – nämlich, das zu machen, was einem gefällt und was einem gut tut. Sie erzählte uns auch, wie sie nach einer schweren Krankheit während des Studiums das Laufen wieder neu lernen musste und wie das ihren Blick auf die Welt verändert hat.

Danach folgte die etwas langweilige Verleihung der Urkunden, bei der jeder namentlich aufgerufen wurde und nach vorne gehen musste. Der Höhepunkt war meiner Meinung nach der jahrgangseigene Bachelorchor. Ein Kommilitone hatte das melancholische Musikstück „Hallelujah“ von Leonard Cohen zu „Das ist Jura“ umgedichtet. Meine Lieblingszeile: „Erst Obersatz, dann Subsumtion, zwar kennt man das Ergebnis schon, doch darf es erst im letzten Satz verraten!“

Nach ein paar weiteren Reden von prominenten Gästen wie dem Politiker Olaf Scholz war die Verleihung dann auch schon vorbei. Mit der Bachelorurkunde und einem „Mutti ist stolz“-Jutebeutel von Alumnus e.V. wurden wir schließlich entlassen.

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