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Studentenleben live

Melancholie

Eigentlich wollte ich etwas über meinen Umzug schreiben, der in knapp zwei Wochen ansteht. Aber im Moment habe ich einfach zu nichts Lust: Ich mag nicht schreiben, lesen, mit Menschen reden, kochen. Ich könnte den ganzen Tag im Bett liegen und irgendwelche Serien schauen. Wieso ich trotzdem schreibe? Im Endeffekt nützt es nichts diese depressive Phase zu verschweigen und zu verheimlichen.

Denn irgendwie gehören diese Phasen doch zum Leben dazu. Ein bisschen hoffe ich, dass es an dem Stress liegt, den ich durch den Umzug habe. Ich muss nämlich in den nächsten Wochen nicht nur Kisten packen, sondern auch noch eine Hausarbeit abgeben. Und es muss doch eine logische Erklärung für meine schlechte Laune geben. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich nicht gut zu fühlen, obwohl eigentlich alles okay sein sollte – und eigentlich ist alles okay. Eigentlich läuft gerade alles gut und es fühlt sich auch so an. Aber dann habe ich diese Momente, in denen mich meine Mitbewohnerin fragt, ob ich gerade eine Lebenskrise durchlaufe. Oder die, in denen ich mich maßlos überfordert fühle. Oder die, in denen ich einfach nur traurig bin und weinen muss, ohne zu verstehen, warum.

Aber es wird besser. Heute war ein schöner Tag. Die Sonne schien. Ich war drei Stunden in einem Möbelhaus und habe Möbel ausgesucht und es hat fast ein bisschen Spaß gemacht. Und trotzdem sitze ich jetzt hier und schreibe diese Zeilen. Weil es sich manchmal einfach leer anfühlt. Aber das ist okay, denn es ist menschlich und geht vorbei.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Apr 19, 2016

Studentenleben live

Deutscher Altphilologenverband

Beim Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbands in Berlin kamen mehr als 1.000 Altsprachlerinnen und Altsprachler zusammen. Alle zwei Jahre treffen sich diejenigen, die in irgendeiner Weise mit Latein oder Griechisch zu tun haben: Dozierende, Professoren, Promovierende, Studierende und natürlich Lehrerinnen und Lehrer. Vereinzelt waren sogar Schülerinnen und Schüler zu sehen. Vormittags konnte man sich bei Vorträgen über den neusten Stand der Forschung informieren und nachmittags in kleineren Arbeitskreisen die Chancen und Probleme in der Didaktik besprechen.

Leider war es unmöglich, alle interessanten Angebote zu nutzen, da viele Vorträge und Arbeitskreise parallel liefen. Dabei war das Programm so vielfältig: von klassischen Themen wie „Wortschatzarbeit“ bis zu Exotischem wie „Tanz im Lateinunterricht“. Zu meinen Favoriten zählte der Vortrag über die Neukonzeption des Lateinischen Schulwörterbuchs Stowasser. Lateinschülerinnen und -schüler meiner Generation werden es kennen: das schöne Buch mit dem farbigen Cover und dem Hundertwassermotiv. Die Herausgeber haben versucht, das Buch so an die Gegenwart anzupassen, dass ein Durchschnittsschüler es schafft, eine gute Übersetzung abzuliefern. Vieles wurde dafür verändert, angefangen bei farblichen Markierungen und Hinweisen auf unregelmäßige Formen. Außerdem wurden die deutschen Übersetzungen an das Wissen des Durchschnittsschülers angepasst. Und ob es den Verfechtern der deutschen Sprache nun passt oder nicht, viele wissen heute einfach nicht mehr was „kühn“ „ein Tor“ oder ein „Possenreißer“ ist.

Am Abend gab es dann noch ein gemütliches Beisammensein mit Essen und Getränken, wo man netzwerken oder einfach Zeit mit den Menschen verbringen konnte, die man schon kennt. In zwei Jahren wird es wieder einen Kongress geben, wo, ist offiziell noch nicht bekannt. Vielleicht ist das eine Möglichkeit für eine Art „Klassentreffen“ mit meinen Kommilitonen, die bis dahin sicher in alle Winde zerstreut sein werden.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2016
Autor: Rose
Rubrik: studium
Apr 13, 2016

Studentenleben live

Bachelorfeier

Mit der förmlichen Verleihung der Bachelor-Urkunde war der Festakt noch nicht vorbei. Abends strömten wir mit unseren Eltern und sonstigen Begleitern in den Festsaal des Atlantik Hotels, um den Erfolg unseres ersten Studienabschlusses zu feiern. Es war ganz ungewohnt, meine Kommilitoninnen in feinen Abendkleidern und die Kommilitonen in Anzug und Smoking zu sehen.

Die Stimmung war einfach super und ich kam auch mit Leuten ins Gespräch, mt denen ich sonst eher wenig zu tun hatte. An riesigen Tischen hatte ich zudem die Möglichkeit, die Familien meiner Studienfreunde kennenzulernen – fremde Menschen, von denen ich bestimmt mehr weiß, als ihnen lieb ist.

Zuerst konnten wir uns dank eines leckeren Buffets die Bäuche vollschlagen, bevor die ganze Energie beim Tanzen wieder verbrannt wurde. Und wie leichtfüßig und elegant viele Paare über die Tanzfläche schwebten. Da wurde ich als Standardtanz-Laie schon etwas neidisch. Zum Glück wurde gegen Mitternacht ein weiterer Raum geöffnet, in dem House- und Elektromusik gespielt wurde und einfaches Wippen schon als Tanzen durchging.

Trotz des Festes gingen am Montag die Vorlesungen wie gewohnt weiter, zu Hause stapelten sich auch weiterhin die Skripte auf dem Schreibtisch und schlauer fühle ich mich sowieso auch nicht.

Dennoch war es eine schöne Gelegenheit, um inne zu halten und einfach einen schönen Abend mit all seinen Liebsten zu verbringen.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Apr 8, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Apr 8, 2016