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Sutdentenleben live

Mord in der Südstadt

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

02.05.2016

Das Semester hat gerade erst angefangen und nach der stressigen Klausurphase haben meine Freunde und ich die letzten Tage auf der Wiese vorm Poppelsdorfer Schloss verbracht. Jetzt wollten wir etwas anderes unternehmen und kamen auf die Idee, zu geocachen. Beim Geocaching, auf Deutsch GPS-Schnitzeljagd genannt, sucht man im Internet nach einer Route und bekommt dann Koordinaten vorgegeben, an denen man bestimmte Aufgaben erledigen muss oder Hinweise auf die nächsten Koordinaten findet. Bislang kannte ich diese Aktivität nur aus einer Fernsehserie und ich war sehr gespannt, es auszuprobieren. Wir entschieden uns für „Mord in der Südstadt“ und bekamen folgende Aufgabe:

Professor Doktor Holzammer ist vergiftet worden und seine beiden Kinder sowie die Ehefrau haben jeweils ein Motiv. Darum mussten wir durch die Bonner Südstadt laufen und ihre Alibis überprüfen – zum Beispiel, ob eine bestimmte Apotheke zur „Tatzeit“ aufhatte oder ob die Einrichtungen, die sie angeblich besucht hatten, tatsächlich existierten.

Ein Kumpel hatte mit seinem Handy immer die Koordinaten der nächsten Station parat, ich notierte unsere Erkenntnisse in meinem Notizbuch. Am Ende mussten wir anhand unserer Notizen eine Vermutung, wer der Mörder sein könnte, in eine Rechnung einbeziehen und erhielten die Koordinaten des Endpunkts. Nachdem wir dort eine Weile durchs Gebüsch gekrochen waren, entdeckte eine Freundin eine kleine Dose mit der Aufschrift "Kein Müll, sondern Teil eines Spiels, bitte nicht wegwerfen!", in der wir neben der richtigen Lösung auch noch ein Logbuch fanden – also ein paar Zettel, auf die man das Datum, seinen Namen und gegebenenfalls noch eine Anmerkung schreiben konnte.

Die Dose haben wir anschließend wieder am Ausgangsort für andere Geocacher versteckt.

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