Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Vorbei

Wie fühlt man sich, wenn man nach einer fünfstündigen Examensklausur, der letzten von sechs Klausuren in neun Tagen, aus dem Prüfungsraum kommt? Ich glaube, erst einmal fühlt man gar nichts. Auf jeden Fall sahen die Gesichter der Examens-Kandidaten, die durch die Tür gekommen sind, als ich meinen Mitbewohner von seiner letzten Klausur abgeholt habe, ziemlich leer aus. Dafür waren wir, die sie abholten, umso ausgelassener, bewarfen die Prüflinge mit Konfetti, setzten ihnen Kronen auf und schossen mit Sektkorken um uns: Exaaaaamen!

Erst nach und nach breitete sich auf den Gesichtern der Examens-Kandidaten ein seliges Grinsen aus. Sie ließen sich bereitwillig auf die Schulter klopfen und nahmen die mitgebrachten Burger, Pizzastücke und Kuchen dankend entgegen.

Und wie sieht das Leben nach dem Examen aus? Jetzt, da mein Mitbewohner wieder öfter zu Hause ist, wird erst einmal die WG geschrubbt und geputzt, das Leergut weggebracht und das Altpapier entsorgt. In den vergangenen Wochen habe ich ihn kaum gesehen – und an Haushalt war überhaupt nicht zu denken. Der Nachteil für mich: Er hat nun ganz viel Freizeit, während ich ganz wenig Freizeit habe, schließlich stehen meine Klausuren noch an. Während also seine Fernseh- und Chillzeit nur von einer kurzen Putzepisode unterbrochen wird, wird meine Lernzeit von seinen Staubsauggeräuschen unterbrochen. Nicht gerade motivierend, aber mmerhin ist die Bude jetzt sauber.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 5, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 5, 2016

Studentenleben live

Fachschaftsrat

Seit gut einem Jahr engagiere ich mich in der Fachschaft meines Studienganges Geschichte. Doch was ist die Fachschaft überhaupt?

Als ich frisch an die Uni kam, fand ich zuerst alles ziemlich verwirrend, neu und aufregend. Bei den Einführungsveranstaltungen wurde ich mit Informationen überhäuft, die ich fieberhaft versucht habe mitzuschreiben. Als dann während dieser Veranstaltungen kurz erklärt wurde, dass es eine Gruppe Studierender gibt, die sich für andere Studierende einsetzen, war mir noch nicht ganz klar, wer dieser sogenannte Fachschaftsrat ist und was genau die so treiben. Zunächst hatte ich ja auch andere Sorgen, wie zum Beispiel Freunde oder den richtigen Hörsaal finden. Im Verlauf des ersten Semesters organisierte der Fachschaftsrat immer mal wieder Veranstaltungen wie Kneipentouren, Studienfahrten oder gemütliche Filmabende.

Langsam begann ich zu verstehen, dass diese Vereinigung, trotz seiner förmlich klingenden Bezeichnung, eine Gruppe Studierender ist, die man sozusagen als universitäre Variante des Klassen- oder Schulsprechers bezeichnen könnte. Ich schaute zunächst bei den wöchentlich stattfindenden Sitzungen vorbei und war mehr und mehr von der Idee begeistert, mich für meine Kommilitonen einzusetzen, Fragen zu beantworten, zwischen ihnen und den Lehrenden zu vermitteln, Veranstaltungen zu organisieren und andere studentische Projekte finanziell unterstützen zu können.

Also stellte ich mich zur Wahl und wurde zum Glück auch in die Fachschaft gewählt. Was wir alles auf die Beine stellen, welche Herausforderungen auf uns zukommen und welche Schwierigkeiten und Probleme hin und wieder auftauchen – davon werde ich euch immer wieder in meinen Blogs berichten.

Autor: Bille  |  Rubrik: studium  |  May 4, 2016
Autor: Bille
Rubrik: studium
May 4, 2016

Studentenleben live

Bratwurst oder Tofu? Mein Weg zum Veganismus Teil 1

Wieso freiwillig auf etwas verzichten, obwohl es zur Verfügung steht? Meine Entscheidung für die vegane Ernährungsweise war ein längerer Prozess und wurde erst durch einen Ortswechsel von Thüringen nach Leipzig angestoßen:

Als echtes Thüringer Mädel gehörten Bratwurst und generell jede Form von Fleisch für mich fest zum Speiseplan – ob Roulade mit Klößen, Bratwurst vom Grill oder zum Frühstück eine Scheibe Wurst auf dem Brot. Für mich war es damals deshalb unverständlich, als mir eine Klassenkameradin eines Tages erzählte, sie sei Vegetarierin. Sie hätte genauso gut sagen können, sie sei vom Mars. Tatsächlich fühlte ich mich in diesem Moment sogar ein wenig beleidigt und komischerweise auch persönlich angegriffen, auch wenn sie mir in keiner Weise irgendwelche Vorwürfe gemacht hatte. An meiner Ernährungsweise änderte sich aber nichts. Meiner Ansicht nach gehörte Fleisch zur Kultur und vor allem auch zur Tradition.

Mit dem Abi ging schließlich ein Lebensabschnitt zu Ende. Ich ließ das vertraute Umfeld hinter mir, nahm aber meine Gewohnheiten mit nach Leipzig. Mit der Zeit fing ich jedoch mehr und mehr an, diese zu hinterfragen. Besonders im Hinblick auf meine Ernährung musste ich feststellen, wie sehr mich mein Elternhaus geprägt hatte. In Leipzig kam ich immer öfter mit Menschen in Kontakt, die sich vegetarisch und sogar vegan ernährten. Zunächst nutzte ich die Fastenzeit, um mich probeweise dem Fleischkonsum zu entziehen. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie leicht mir ein Leben ohne Fleischessen tatsächlich fiel. Für mein soziales Umfeld änderte sich weniger als ursprünglich von mir angenommen. Vegetarier zu sein ist mittlerweile nichts Außergewöhnliches mehr. Als Veganerin habe ich da schon mit anderen Hürden zu tun. Wie ich mich schließlich dazu entschied, komplett auf tierische Produkte zu verzichten, schreibe ich in meinem nächsten Blog.

Autor: Bille  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2016
Autor: Bille
Rubrik: studium
May 2, 2016