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Studentenleben live

Umzug

Eine Woche wohne ich nun schon in meinem neuen WG-Zimmer im Ludwigsburger Stadtteil Oßweil und habe das Gefühl, bereits alle möglichen Wetterverhältnisse aus den neuen Fenstern gesehen zu haben. Noch immer stehen unausgepackte Kisten herum, denn irgendwie habe ich nicht genügend Platz. Ich habe zwar mehr Schubladen am neuen Schreibtisch und ein größeres Bücherregal, aber dafür einen kleineren Kleiderschrank und weniger Platz im Bad. Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis ich mich vernünftig eingerichtet habe.

Zudem fehlt momentan leider auch noch der Internetzugang, der erst in einer Woche eingerichtet wird. Bis dahin nutze ich fast täglich das PC-Angebot in der Uni, wo es mir zwar ein bisschen seltsam vorkommt, mit einem TAN-Generator zu hantieren, aber was will man machen? Und auch so muss ich sagen, dass ich noch nicht so richtig angekommen bin. Wenn mein Freund nach einem Wochenendbesuch wieder fährt, fühle ich mich ziemlich verlassen, obwohl ich weiß, dass er wiederkommt. Ich habe einfach zu viel Zeit zum Nachdenken. Ich wollte mich zwar nie der Personengruppe zuordnen, die den ganzen Tag den Fernseher laufen hat, um sich nicht allein zu fühlen, aber irgendwie ist es schon ein bisschen zu einem Ritual geworden, abends vor dem Schlafen noch eine Serie zu schauen. Alles in allem brauche ich wohl noch etwas, um mich in der neuen Wohnung wirklich zu Hause zu fühlen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 11, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 11, 2016

Studentenleben live

Chiapas und Oaxaca, Mexico

Ursprünglich wollte ich eigentlich nicht nach San Christóbal de las Casas fahren. Ich war vor drei Jahren schon einmal dort und hatte die Stadt in nicht so guter Erinnerung. Der gesammte Bundesstaat Chiapas ist relativ arm, wodurch ich mich teilweise ziemlich unwohl fühlte.

Da man jedoch nur dort gewachste Fäden kaufen kann, die ich zum Knüpfen bestimmter Bändchen brauche, fuhren wir doch hin. Diesmal gefiel es mir viel besser. Unser Hostel war super und wir unternahmen viele touristische Dinge:

Wir besuchten ein traditionelles Dorf in der Nähe und fuhren zum Canón del Sumidero – ein Fluss, der sich über die Jahrtausende bis zu 1.000 Meter tief in den Stein gefressen hat. Hier kann man bei einer Bootsfahrt die beeindruckende Landschaft bestaunen: Es gibt Kakteen, viele Vogelarten und sogar Krokodile! Natürlich erkundeten wir auch San Christóbal selbst. Es gibt hier mehrere tolle Märkte und ein sehr interessantes Museum über traditionelle Medizin.

Dann ging es weiter nach Oaxaca de Juárez, der Hauptstadt des Bundesstaates Oaxaca. Sechs Stunden brauchten wir mit dem Kleinbus dorthin und die Fahrt war alles andere als angenehm. Zwischen dem Meer und Oaxaca de Juárez liegen nämlich hohe Berge, sodass es ständig bergauf und bergab ging. Ziemlich erschöpft kamen wir schließlich an und fanden zum Glück noch ein Hostel mit drei freien Betten. Zusammen mit gefühlt 1.000 mexikanischen Touristen haben wir die Stadt dann erkundet, sind in ein Nachbardorf zu einem Markt gefahren und haben Monte Albán besucht, die ehemalige Hauptstadt der Zapoteken, die als religiöses Zentrum fungierte.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  May 10, 2016
Autor: Maja
Rubrik: studium
May 10, 2016

Studentenleben live

Erstiprobleme – Ade?

Jetzt bin ich schon im zweiten Semester und dachte ich hab’s endlich raus. Mir ist bekannt, wie meine Busse fahren, in welchen Gebäuden meine Vorlesungen stattfinden und wie ich meinen Stundenplan erstelle. Ade, Erstiprobleme! Hallo entspanntes Studentenleben! Tia, so einfach, wie ich mir das vorstellte, lief es dann doch nicht. Als ich gestresst zu meinem evangelischen Religionsseminar hetzte, fiel mir auf, dass ich mir die Raumnummer nicht notiert hatte. Vollkommen orientierungslos stand ich also in der riesigen Aula der Universität am Sanderring, inmitten von Studierenden, die alle ausnahmslos wussten, wohin sie müssen. Ich nahm mir also vor, jeden Raum unauffällig abzuklappern. Wie schwer kann es denn schon sein, den richtigen Raum zu finden? So groß ist das Gebäude nun auch wieder nicht.

Letzten Endes landete ich aber dann doch im Büro einer netten Dame, die mir erklärte, ich sei im falschen Gebäude. Also packte ich meine sieben Sachen und hastete über den Campus. Völlig verschwitzt und mit hohem Blutdruck nahm ich in der hintersten Reihe Platz und versuchte dem Professor aufmerksam zu folgen – doch ich verstand kein Wort. Es ging um Pharisäer und Äthiopier und das, obwohl es doch die Einführungsveranstaltung war. Schließlich fragte ich meine Nebensitzerin, ob das wirklich die Vorlesung „Evangelische Religionspädagogik und Didaktik“ sei. Wie ich schon vermutete, war ich in der falschen Vorlesung. Das zweite Semester fing ja gut an.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 5, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 5, 2016