interaktiv

Studentenleben live

Alle Jahre wieder!

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

12.05.2016

Es ist wieder soweit: der Sommerurlaub ist gebucht und die Kontoauszüge zeigen rote Zahlen. Arbeit muss her! Ich gehöre zu den Studierenden, die in ihren Semesterferien nicht nur Pflichtpraktika über mehrere Wochen absolvieren, sondern auch mies bezahlte und körperlich anstrengende Arbeit annehmen müssen, um etwas im Geldbeutel zu haben. Die Suche nach Ferienjobs raubt mir immer wieder aufs Neue alle Nerven. Erstmal musste ich herausfinden, welche Unternehmen überhaupt Jobs in meiner Umgebung anbieten. Viele der Firmen stellen meines Erachtens oft nur die ein, deren Verwandtschaft im Unternehmen beschäftigt ist, die also sozusagen einen Bekannten-Bonus besitzen. Es gibt aber auch Unternehmen, ich nenne sie die „Kurzentschlossenen“, die sich am Abend vor Arbeitsbeginn melden und sagen, ich könnte morgen um sieben Uhr anfangen – oder sie schicken mir zwei Tage vor Arbeitsbeginn eine Absage. Zudem kenne ich noch die „Mindestlohnfirmen“, die Studierenden wirklich nur 8,50 Euro in der Stunde bezahlen.

Wenn man dann schließlich doch Arbeit findet, wartet der Schichtplan auf einen, in dem sich Spätschicht an Spätschicht reiht. Und während andere an einem sonnigen Nachmittag immer schön um zwei Uhr nach Hause gehen, fange ich dann häufig erst an.

Etwas ungläubig entdeckte ich dann aber eine Anzeige von einer Firma, die keine klischeehafte Ausbeuterfirma zu sein schien. Sie sucht für knapp zwölf Euro Stundenlohn einen Ferienarbeiter. Natürlich gab es direkt einen Haken daran, denn leider existierte die Telefonnummer nicht und meine Mail kam offenbar auch nicht an. Also bin ich weiter auf der Suche nach einem Job – und die Semesterferien rücken beständig näher.

Diesen Artikel teilen