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Studentenleben live

Ortswechsel für den Master

Ich kann es natürlich nicht beweisen, aber ich könnte schwören, dass irgendjemand die Zeit in den letzten drei Jahren ein bisschen beschleunigt hat! Ich bin nun schon im sechsten Semester und es fühlt sich kein bisschen wie drei Jahre Studium an. Es mag vielleicht abgedroschen klingen, aber die Zeit verging wirklich wie im Flug.

Bereits jetzt schaue ich wehmütig auf mein Bachelorstudium zurück und kann nicht glauben, dass ich im Herbst bereits an einem neuen Ort sein werde. Denn das steht zumindest schon fest: Ich werde nicht in Leipzig bleiben. Die Stadt ist wirklich wunderschön, jedoch überzeugen mich die angebotenen Masterstudiengänge nicht. Schade eigentlich, denn ich habe gerade erst das Gefühl, hier richtig angekommen zu sein. Trotzdem sehe ich den Ortswechsel als Chance an:

Der Stadtwechsel bringt mir noch einmal diese Aufregung und Spannung eines Erstsemestlers, nur mit dem Unterschied, dass ich als Persönlichkeit wesentlich mehr Reife und Erfahrungen mitbringe – eigentlich die perfekte Kombination.

Es gibt wieder jede Menge Orte zu entdecken, Kommilitonen kennenzulernen, interessante Dozenten zu erleben und sich in einer neuen Umgebung einzufinden. Ich bin schon sehr gespannt auf das neue Abenteuer.

Autor: Bille  |  Rubrik: studium  |  May 20, 2016
Autor: Bille
Rubrik: studium
May 20, 2016

Studentenleben live

Fünf kleine Fahrradschlösser

Jeder Mensch hat ein geheimes Talent und meines ist es offenbar, Fahrradschlösser unbrauchbar zu machen.

Es fing an bei Fahrradschloss Nummer eins: Dieses war schon relativ alt und klemmte letztendlich so sehr, dass mir der Schlüssel abbrach und ich mein Fahrrad nur mit viel Öl und einer Kneifzange wieder aufschließen konnte.

Daraufhin hatte mein Mitbewohner mir Schloss Nummer zwei vermacht. Dieses funktionierte auch mehrere Wochen lang gut, dann verlor ich leider den Schlüssel und unglücklicherweise gab es keinen Ersatzschlüssel.

Für mich war klar: In Zukunft möchte ich nur noch Zahlenschlösser nutzen, da kann man keine Schlüssel verlieren oder kaputt machen. Doch dann bekam ich ein neues Fahrrad und ein besonders sicheres Schloss musste her. Ich kaufte also Schloss Nummer drei, leider wieder mit Schlüssel, da es im Fahrradladen leider keine Zahlenschlösser gab.

Wochen später folgte dann ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: Schloss Nummer vier, diesmal sogar ein Zahlenschloss. Ich war einen ganzen Monat lang sehr zufrieden. Dann jedoch klemmte auch das Zahlenschloss, sodass ich es nur noch selten und mit viel Mühe auf und zu machen konnte. Ich wendete mich also wieder Schloss Nummer drei zu, das hatte immerhin einen Ersatzschlüssel und so konnte nichts passieren. Bis heute Morgen. Da klemmte der Schlüssel mal wieder und diesmal so sehr, dass sich das Schloss nicht mehr öffnen ließ. Vielleicht bekomme ich es mit genug Öl und Willenskraft für den Notfall wieder in Gang, aber bis dahin bin ich erst einmal glücklich mit Schloss Nummer fünf – wieder ein Zahlenschloss. Hoffentlich hält es länger als einen Monat!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 18, 2016

Studentenleben live

Strafrecht vs. Emotion

Im Moment beschäftige ich mich mit Strafrecht. Und wenn ich das dazugehörige Lehrbuch so durchblättere, falle ich manchmal echt vom Glauben ab … Die vorgestellten Fallbeispiele sind nämlich zum Teil ziemlich krass.

Beispiel 1: A überredet B, an einen Katzenkönig zu glauben. Eine Zeitlang beten beide den Katzenkönig an, bis A schließlich B eröffnet, dass es zur Rettung der Welt nur noch eine Lösung gibt: eine Opfergabe. Geopfert werden soll B. B zweifelt erst ein bisschen, aber nach einigen Überredungskünsten wird ihm klar, dass A recht hat: Er muss sich töten, um die Welt zu retten.

Beispiel 2: Die Ehefrau schlägt ihrem Ehemann drei Mal mit der Bratpfanne auf den Hinterkopf, dann verlässt sie den Raum. Ihre Tochter kommt herein und schlägt dem Vater ebenfalls mit der Bratpfanne auf den Kopf, bevor sie den Raum wieder verlässt. Schließlich kommt die Ehefrau wieder und schlägt ihm noch ein letztes Mal auf den Kopf. Der Mann stirbt. Wer ist für die Tötung nun verantwortlich?

Beispiel 3: A und B überschütten C mit Kerosin, stellen ihn auf den Balkon und zünden ihn an. Zu ihrer Überraschung fängt er schnell an, lichterloh zu brennen – ein Ergebnis, mit dem sie so nicht gerechnet hatten. Zunächst versuchen sie, ihn mit Decken und Tüchern zu löschen, dann holen sie Wassereimer – das Leben des C können sie trotzdem nicht retten.

Diese ganzen Fälle sind so erschütternd. Man liest nicht nur von unglaublich grausamen Taten, sondern auch über unglaublich traurige Schicksale. In vielen Fällen kann ich die Motive und Umstände der Tat zwar menschlich nachvollziehen, aber das Strafrecht muss sie trotzdem bestrafen. Und immer mal wieder sind auch solche dabei, bei denen mir einfach ein kalter Schauer über den Rücken läuft. So was gibt es tatsächlich? Das ist nicht nur ausgedacht und stammt aus irgendeinem Tatort-Drehbuch?

Ich hatte mal über eine Karriere am internationalen Strafgerichtshof nachgedacht. Aber wenn mich schon bei einem „einfachen“ deutschen Strafrechtsfall das Grauen packt, will ich gar nicht wissen, wie ich bei einem Völkermörder reagieren würde. Nein, danke! Dann ist es mir doch lieber, mich damit zu beschäftigen, ob A jetzt einen Anspruch gegen B hat oder nicht. Da ist wenigstens nicht so viel Emotionalität dabei.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 17, 2016