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Studentenleben live

Ich bin ein INGRI

Ab heute bin ich offiziell ein „INGRI“ – ein Information Guide for Refugees and Immigrants, der im Rahmen des neuen Uni-Projekts „we.inform“ zu Flüchtlingsunterkünften fährt und den Neuankömmlingen erklärt, wo sie sich informieren können.

Ich finde das Projekt richtig gut. Die Initiatorin hat sich schon vor dem Projektstart viel für Flüchtlinge engagiert, als ihr ein Flüchtling den entscheidenden Denkanstoß gab: „Ihr habt in Deutschland so viele gute Projekte, wir wissen nur nichts davon.“ Also hat sie „we.inform“ ins Leben gerufen und in enger Rücksprache mit Flüchtlingen Flyer entworfen, mit Wissenswertem zu den vielen Unterstützungsangeboten in Hamburg und nun ein Einführungswochenende für uns „INGRIS“ organisiert. Und dieses war wirklich interessant. Am meisten beeindruckt hat mich das Gespräch mit drei syrischen Flüchtlingen, die von ihren Erfahrungen und ihrer Flucht erzählt haben. Wie sie in Mazedonien aus Angst vor der Polizei bei bitterer Kälte im Wald übernachtet haben. Und wie sie mit Erstaunen gesehen haben, wie sich ein Mädchen dem Willen ihres Vaters widersetzt.

Am meisten berührt hat mich die Geschichte eines Jungen, der sich eine Hand gebrochen hatte und nach der Eingipsung den Arzt gefragt hat, wo er sich den Gips entfernen lassen kann. „Nicht hier, dieses Krankenhaus ist für Deutsche“, hatte der Arzt geantwortet – eine Antwort, die der Syrer überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Sollte ein gebildeter Mann nicht verstehen, dass jemand, der nach vier Jahren Bürgerkrieg aus Syrien flieht, keine Wahl hat? Dass dieser sein bisheriges Leben, seine Familie und seine Heimat hinter sich gelassen hat? Aber die drei Syrer strotzen nur so vor Energie und Ehrgeiz, sich auch in Deutschland ein neues, erfolgreiches Leben aufzubauen. Und wenn man hört, wie gut ihr Deutsch schon nach sechs Monaten Deutschkurs ist, hat man keine Bedenken, dass dieser Plan auch aufgeht.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 31, 2016

Studentenleben live

Master oder nicht?

Was macht man mit einem Bachelor of Arts im Fach Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte? Nochmal eine Ausbildung in einem bodenständigeren Beruf, wie zum Beispiel Bäcker, Gärtner oder Koch? Ich spiele wirklich mit dem Gedanken eine Ausbildung zu machen, der Lehrplan der Berufsschule für Köche hier sieht ganz interessant aus: Getränkekunde, Arbeiten im Service und so weiter.

Andererseits gäbe es da noch diverse Masterstudiengänge, die mich interessieren würden. Kriminologie und Gewaltforschung an der Universität in Regensburg zum Beispiel. Ein Mix aus verschiedenen Disziplinen, doch genau das ist ja das Problem, wenn man sich nicht eindeutig in Schubladen einordnen lässt: Ich liebe sowohl handwerkliches Arbeiten, weil man etwas erschaffen kann und das Resultat gleich vorliegt. Auf der anderen Seite finde ich Gedankenwelten und Theorien faszinierend. Wenn ich keine ausgewogene Kombination von Theorie und Praxis habe, werde ich unzufrieden. Leider ist unser Ausbildungssystem aber in der Regel so aufgebaut. Ich muss mich für das eine oder andere entscheiden. Ausbildung zum Koch? Mehr Praxis, weniger Theorie. Master an der Universität? Mehr Theorie, aber weniger Praxis.

Ein weiteres Problem bei einem körperlich anstrengenden Beruf wäre da noch das Älterwerden. Wenn ich mir vorstelle, dass ich als Köchin mit sechzig Jahren noch bis in die Nacht körperlich hart arbeiten muss, dann weiß ich nicht, ob mir das gefällt. Mal sehen, für was ich mich nun letztendlich entscheide.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 30, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 30, 2016

Studentenleben live

Der Rhein brennt…

… zumindest war das die Hoffnung eines Unikumpels, der fragte, ob denn bei „Rhein in Flammen“ tatsächlich das Wasser in Brand gesteckt würde. Das ist natürlich nicht der Fall. „Rhein in Flammen“ ist eine jährlich stattfinde Veranstaltung, bei der an verschiedenen Stellen entlang des Rheins Feuerwerke gezündet werden, deren Lichter sich im Fluss spiegeln und ihn aussehen lassen, als würde er in Flammen stehen. Nachdem ich in den letzten Jahren schon mehrmals überlegt hatte, mir das Spektakel anzusehen, kam dieses Jahr endlich nichts dazwischen.

Neben dem Feuerwerk gehört zu „Rhein in Flammen“ vor allem ein riesiges Volksfest mit einer Essensbude neben der anderen und Jahrmarktattraktionen, wie einem großen Riesenrad, Autoscooter und sogar Bungee-Jumping, dazu noch mehrere Bühnen mit Musikbands. Die gesamten Rheinauen waren rappelvoll mit Menschen und ich brauchte eine halbe Stunde bis zum ausgemachten Treffpunkt und anschließend noch einmal eine Viertelstunde, bis ich meine Freunde gefunden hatte.

Dann machten wir einen Rundgang über die gesamte Kirmes, auf der Suche nach möglichst günstigem, möglichst leckerem Essen und setzten uns anschließend an den Rhein, da eine Unifreundin meinte, dort könne man genauso gut das Feuerwerk anschauen.

Leider hatte sie mit ihrer Vermutung nicht ganz recht, denn angesichts einiger Bäume konnten wir nur einen Teil des Feuerwerks sehen. Trotzdem war „Rhein in Flammen“ meiner Meinung nach wirklich gelungen und ich werde nächstes Jahr sicher wieder hingehen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 26, 2016