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Studentenleben live

Zettelwirtschaft

Im Abizeitungsranking belegte ich Platz zwei bei der Frage: Wer kettet sich an Bäume, um den Regenwald zu retten? Meine Begründung dafür: Ich habe nach einer Chemieklausur meiner Lehrerin erklärt, ich hätte nur deswegen so klein geschrieben, um Papier zu sparen, man müsse doch an den Regenwald denken. Ganz so öko bin ich zwar nicht, aber Papierverschwendung versuche ich trotzdem zu vermeiden. Deswegen gefällt es mir auch, dass es in Bonn anders als in Düsseldorf keine Beteiligungsnachweise gibt, also Blätter, auf denen man bescheinigt bekommt, an einem Seminar teilgenommen zu haben, sondern alles im Internet gespeichert wird. Den Nachteil dieser Beteiligungsnachweise habe ich nämlich in den letzten Wochen zu spüren bekommen.

Obwohl ich die Bachelorarbeit vor fast einem Dreivierteljahr abgegeben habe, halte ich mein Bachelor-Zeugnis noch immer nicht in den Händen. Dafür reicht es nämlich nicht, alle notwendigen Veranstaltungen und Prüfungen absolviert zu haben, sondern man muss anschließend sein sogenanntes Transcript of Records erstellen lassen, eine Bescheinigung dafür, dass man wirklich alle Credit Points zusammen hat, und dies dann beim Prüfungsamt abgeben. Für mich kam noch erschwerend dazu, dass ich zwei verschiedene Transcripts brauchte, eines für Germanistik und eines für Soziologie.

Um mein Transcript of Records für Germanistik abzeichnen zu lassen, fuhr ich also von Bonn nach Düsseldorf. Dort saß ich mit der Assistentin meiner ehemaligen Dozentin am Computer und stellte fest, dass ich meine Leistungsübersicht über die bestandenen Prüfungen nicht online abrufen konnte, weil ich seit September keine eingeschriebene Studentin der Hochschule mehr bin. Das hieß dann also, einmal über den gesamten Campus zum Prüfungsamt zu laufen, sich eine Leistungsübersicht ausdrucken zu lassen und wieder zurück zu rennen. Hinter das Germanistik-Transcript konnte ich einen Haken machen. Fehlt noch die Bescheinigung für Soziologie.

Ich stand also erneut im Sekretariat und fragte nach den letzten zwei Beteiligungsnachweisen, die mir noch fehlten. Das Problem war nur, dass der Dozent, von dem mir die Scheine fehlten, zum Themenbereich Bildungsforschung gehörte – der einzige Bereich, bei dem die Beteiligungsnachweise nicht im Soziologie-Sekretariat sondern in seinem eigenen Sekretariat aufbewahrt werden. Sprich: Zum anderen Ende des Gebäudes hetzten, um die Bescheinigung zu holen. Die Höhen und Tiefen meiner Jagd nach dem Transcript waren aber noch immer nicht vorbei, denn als mein Transcript begutachtet und mit den mitgebrachten Beteiligungsnachweisen verglichen worden, stellte die Tanscriptbeauftragte fest, dass die Beteiligungsnachweise für zwei Seminare fehlten. Diese waren mir nicht ausgestellt worden, weil ich eine Prüfung abgelegt hatte, was in der Regel ausreichender Beleg für das Bestehen des Seminars ist. Nicht in diesem Fall. Das bedeutet, dass ich in zwei Wochen noch einmal einen Termin in Düsseldorf habe und ich hoffe sehr, dass ich dann endlich mein Bachelor-Zeugnis in den Händen halte.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 7, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 7, 2016

Studentenleben live

Studentendefizite

Ich glaube fast jeder kennt es: Man bummelt durch die Fußgängerzone, um „nur“ zu schauen und zu beobachten. Und genau dann, wenn man mit dieser Einstellung durch die Läden und Geschäfte schlendert, sieht man die tollsten Kleider, die aber für einen Studenten, der „nur“ schlendert, unbezahlbar sind.

Genau so erging es mir vergangene Woche. Ich hatte durch die Feiertage frei und bummelte durch die Innenstadt. Ich entdeckte sofort die tollsten Sommerklamotten und viele davon waren sogar reduziert. Unwiderstehlich verliebte ich mich in eine Latzhose. Doch als Student stellt man sich wie so oft die Fragen: Brauche ich das wirklich? Zu welchen Anlässen kann ich das tragen? Letztendlich entschließt man sich dann doch dafür und hungert lieber den Rest des Monats und bleibt zuhause in der Bude. Doch dem will ich dringend ein Ende setzen!

Zurzeit suche ich im Internet nach einem passenden Stipendium. Dafür registrierte ich mich für eine Suchmaschinenseite, die auf mich zutreffende Stipendien zur Auswahl stellte. Eines davon war das Stipendium für Menschen mit besonderer Begabung. Insgeheim muss ich gestehen, lachte ich etwas darüber. Wer könnte schon von sich behaupten, eine besondere Begabung zu besitzen? Ich zumindest habe meiner Meinung nach nur die Standardfähigkeiten, wie hilfsbereit und freundlich zu sein. Oftmals war eine Bewerbung mit Lebenslauf gefordert. Ein andermal wurde zusätzlich ein Motivationsschreiben verlangt. Ich entdeckte sogar ein Stipendium, bei dem man ein kreatives Foto oder einen kreativen Text einreichen sollte. Also fertigte ich eine mühsam und liebevoll gestaltete Bewerbung an und schickte sie an eine katholische Kirche.

Auf Rückmeldung oder eine Zusage für ein Stipendium werde ich wohl noch warten müssen. Eines kann ich euch aber sagen: Ich sitze gerade mit meiner schicken neuen Latzhose vor dem Laptop und ihr könnt euch denken, wie der Rest meines Monats aussieht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jun 2, 2016

Studentenleben live

Gruppenarbeiten

Ich hasse Gruppenarbeiten. Es ist sicher nicht das erste Mal, dass ich mich darüber auslasse, aber es nervt einfach. Ich kann ja verstehen, dass Dozenten es für wertvoll erachten, uns auch soziale Kompetenzen zu vermitteln, indem sie uns zusammen Dinge erarbeiten lassen. Schließlich ist das im späteren Berufsleben wichtig, da man auch Kollegen hat, mit denen man sich arrangieren muss. Dennoch finde ich es sehr schwierig, Absprachen mit vier Personen zu treffen, die alle einen vollen Stundenplan und ein Leben neben der Uni haben – und teilweise nicht einmal in der Stadt wohnen. Es ist problematisch, Aufgaben fair zu verteilen, wenn die Personen unterschiedliche Nachweise im jeweiligen Seminar benötigen und verschieden viel Zeit und Mühe zu investieren bereit sind.

Manchmal bin ich ein wenig unglücklich darüber, an der Pädagogischen Hochschule zu studieren, weil hier alles so persönlich ist. Manchmal hätte ich einfach gerne mehr Vorlesungen, mehr Klausuren und mehr eigenständiges Arbeiten. Dann muss ich mich zwar selbst tadeln, wenn ich nicht zu Rande komme, aber wenigstens muss ich mich nicht auf Menschen verlassen, die ich gar nicht kenne. Ich weiß genau, was ich erledigt habe und was nicht und wie gut oder schlecht ich auf mein Referat vorbereitet bin. Ein typischer Einzelkämpfer bin ich nicht – und will es auch gar nicht sein. Ich halte mich selbst für teamfähig und kompromissbereit, aber manche Menschen sind es meiner Ansicht nach nicht und ich halte es für unwahrscheinlich, dass sie das in Gruppenarbeiten lernen, in denen sie sich aus der Affäre ziehen und anderen die Arbeit überlassen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 1, 2016