interaktiv

Studentenleben live

Gruppenarbeiten

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

01.06.2016

Ich hasse Gruppenarbeiten. Es ist sicher nicht das erste Mal, dass ich mich darüber auslasse, aber es nervt einfach. Ich kann ja verstehen, dass Dozenten es für wertvoll erachten, uns auch soziale Kompetenzen zu vermitteln, indem sie uns zusammen Dinge erarbeiten lassen. Schließlich ist das im späteren Berufsleben wichtig, da man auch Kollegen hat, mit denen man sich arrangieren muss. Dennoch finde ich es sehr schwierig, Absprachen mit vier Personen zu treffen, die alle einen vollen Stundenplan und ein Leben neben der Uni haben – und teilweise nicht einmal in der Stadt wohnen. Es ist problematisch, Aufgaben fair zu verteilen, wenn die Personen unterschiedliche Nachweise im jeweiligen Seminar benötigen und verschieden viel Zeit und Mühe zu investieren bereit sind.

Manchmal bin ich ein wenig unglücklich darüber, an der Pädagogischen Hochschule zu studieren, weil hier alles so persönlich ist. Manchmal hätte ich einfach gerne mehr Vorlesungen, mehr Klausuren und mehr eigenständiges Arbeiten. Dann muss ich mich zwar selbst tadeln, wenn ich nicht zu Rande komme, aber wenigstens muss ich mich nicht auf Menschen verlassen, die ich gar nicht kenne. Ich weiß genau, was ich erledigt habe und was nicht und wie gut oder schlecht ich auf mein Referat vorbereitet bin. Ein typischer Einzelkämpfer bin ich nicht – und will es auch gar nicht sein. Ich halte mich selbst für teamfähig und kompromissbereit, aber manche Menschen sind es meiner Ansicht nach nicht und ich halte es für unwahrscheinlich, dass sie das in Gruppenarbeiten lernen, in denen sie sich aus der Affäre ziehen und anderen die Arbeit überlassen.

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