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Studentenleben live

Mit dem Fahrrad auf der Bundestraße

Das Ereignis spielte sich vor einigen Wochen an einem grauen und bewölkten Vormittag ab, als ich mir vornahm, einmal mit dem Fahrrad zur Uni zu fahren. Vorbildlich setzte ich meine Brille auf und schnallte mir meinen neu erworbenen Fahrradhelm um. Da ich mir nicht ganz sicher war, welche Abkürzungen und Schleichwege ich zur Uni nehmen konnte, folgte ich einfach meiner gewohnten Busroute. Während der Fahrt schien alles glatt zu laufen. Ich wurde nicht von der Straßenbahn erfasst, fuhr keine Fußgänger an und stürzte nicht einmal, als ich am Bordstein hängen blieb.

Ein kleines Problem stand jedoch im wahrsten Sinne des Wortes vor mir, als ich den Galgenberg erklimmen sollte. Jeder kennt diese Situation, vor einem unendlich langen Berg zu stehen und zu wissen, wie verschwitzt und außer Puste man dort oben ankommen würde. Spontan entschied ich mich deshalb, meine Route zu ändern und bog einfach rechts ab. Leider verpasste ich dabei, auf die Schilder zu achten und befand mich plötzlich auf einer vierspurigen Bundesstraße. Hupende, mit den Armen wedelnde Autofahrer rasten an mir vorbei und zusätzlich hatte es auch noch zu regnen begonnen. Die Leitblanken hielten mich davon ab, die Fahrbahn schnell wieder zu verlassen, bis ich endlich eine kleine Lücke entdeckte. Mit gefühlten 50 Stundenkilometern raste ich darauf zu. Nur eine Vollbremsung rettete mich davor, den Hügel hinter der Sicherheitsbegrenzung herunterzurollen. Erleichtert stieg ich vom Fahrrad und schob es den Berg hinunter.

Mit etwas erhöhtem Blutdruck fand ich schließlich einen Weg zur Uni und kam letzten Endes sicher am Ziel an. Beim nächsten Mal nahm ich dann doch wieder den Bus und fuhr sicher und trocken an der vierspurigen Straße vorbei, vor der ein großes Verbotsschild für Fahrradfahrer steht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 13, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jun 13, 2016

Studentenleben live

Jura-Slam

An meiner Uni fand der erste „Jura-Slam“ (Poetry Slam rund ums Thema Jura) statt. Zuerst war ich etwas misstrauisch. Da verbringt man den ganzen Tag mit Vorlesungen über Jura und dann soll man auch noch abends – zur Unterhaltung – von Jura hören? Letztendlich überwog aber die Neugierde – zum Glück!

Meine persönlichen Highlights: Ein zehnminütiger Vortrag über Irren im Recht, komplett in Reimform geschrieben. Dann hat eine Studentin die Regeln zu Vertragsschlüssen auf romantische Beziehungen übertragen. Demzufolge bräuchte man immer einen Antrag und eine Annahme (Willst du mit mir gehen? – Ja, nein, vielleicht) und man müsse sich überlegen, ob man einen einmaligen Leistungsaustausch möchte oder eher ein Dauerschuldverhältnis.

Mein Favorit und auch der vom Publikum gekürte Sieger war allerdings ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, der über die Absurditäten im Strafrecht referierte. Ausgangspunkt war der „Frankfurter Tauben-Fall“, bei dem ein wütender Bürger eine Taubenleiche in einen Briefkasten geworfen hat. Das fand der Briefkastenöffner gar nicht witzig, verspürte „lang anhaltende Ekelgefühle, gepaart mit Brechreiz und einer tiefen Furcht vor dem Briefkasten“ und erstattete Anzeige wegen Körperverletzung. Die Frage war: Stellen das Hervorrufen von Ekel und Angst eine Körperverletzung dar? Laut BGH ja, wenn sie „somatisch wirken“, also körperlich. Dies verglich der Vortragende mit dem „Kölner Durchfall-Fall“, bei dem ein Jugendlicher seinen Freund erschreckte, der daraufhin „bis zum Abend leichte Durchfallerscheinungen“ verspürte – und somit nach dem Gesundheitsschädigungsbegriff des BGH ebenfalls strafrechtlich relevant am Körper verletzt wurde. Jura hat also durchaus Slam-Potenzial, was die skurrilen Einblicke in die Untiefen des deutschen Strafrechts gezeigt haben.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jun 9, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jun 9, 2016

Studentenleben live

Jede Reise endet irgendwann

Nachdem ich die letzten sechs Wochen durch Amerika gereist bin, ging es jetzt direkt mit der Uni los. Die erste Woche in Leipzig war sehr anstrengend, weil ich einen ordentlichen Jetlag hatte, aber so langsam gewöhne ich mich wieder an das kühle Wetter und an die Vorlesungen. Eigentlich hatte ich mich nicht so auf dieses Semester gefreut, weil ich dachte, die Module „klinische Psychologie“ und „Arbeits- und Organisationspsychologie“ würden mir keinen Spaß machen. Doch beides ist ziemlich spannend. In klinischer Psychologie lernen wir, wie psychische Störungen klassifiziert und behandelt werden. In Arbeits- und Organisationspsychologie geht es vor allem darum, wie man Arbeit gestaltet, damit es den Arbeitenden gut geht.

Außer den beiden Anwendungsfächern habe ich noch Diagnostik, wo ich zum Beispiel lerne, wie man mit Hilfe von Tests Intelligenz misst oder Persönlichkeitseigenschaften ermittelt. Und dann besuche ich noch den zweiten Teil des Moduls Entwicklungspsychologie. Dieses Semester geht es nicht mehr um die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, sondern um die Entwicklung von Erwachsenen und älteren Menschen, aber auch von Partnerschaften.

Da ich insgesamt nicht so viele Universitätsveranstaltungen habe, belege ich noch Yogakurse und einen Slackline-Kurs. Außerdem überlege ich, mich als studentische Hilfskraft zu bewerben.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2016
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jun 8, 2016