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Studentenleben live

Der Pausenexpress

Meine Lieblingsvorlesung derzeit ist ganz eindeutig Lineare Algebra. Der Dozent ist super, die Übungsblätter nicht ganz so schwer und das Thema interessant.

Dazu kommt, dass die Vorlesung noch eine kleine Besonderheit hat: Normalerweise halten meine Dozenten ihre Vorlesung 90 Minuten lang ohne Unterbrechung oder machen nach der Hälfte der Zeit eine kurze Pause von paar Minuten, die am Ende der Vorlesung wieder angehängt werden. In Lineare Algebra dagegen gibt der Dozent nach einer Dreiviertelstunde den Raum frei für den Pausenexpress.

Das bedeutet, ein Mitarbeiter des Unisports besucht uns und macht für ein paar Minuten mit uns zusammen ein bisschen Sport, bevor es dann mit der Vorlesung weitergeht. Die Übungen sind nicht so anstrengend, dass man dabei mehr Platz braucht als den halben Quadratmeter in der Hörsaalreihe, seine Sachen durchschwitzt oder in engen Jeans an der Bewegungsfreiheit scheitert, aber man trainiert doch ein paar Muskeln und die Übungen sorgen vor allem dafür, dass man etwas wacher wird. Manchmal gibt es auch Paarübungen, bei denen man beispielsweise synchron Kniebeugen ausführen muss oder gemeinsam Kraftübungen für die Arme macht.

Es ist nur schade, dass nicht alle Studierenden das Angebot annehmen und die Pause stattdessen lieber damit verbringen, im Hörsaal zu sitzen und an ihrem Handy zu hängen, statt mitzuturnen.

Das Angebot vom Unisport ist meiner Meinung nach nämlich eine tolle Idee und ich finde es sehr cool, dass gerade mein Dozent es in Anspruch nimmt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 21, 2016

Studentenleben live

Nochmal einen Bachelor machen?

Was macht die Persönlichkeit eines Menschen aus? Was passiert genau im Gehirn? Und was genau ist das eigentlich – die Psyche?

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Psychologie. Ich bin nämlich gerade dabei, mir zu überlegen, wie es nach meinem Bachelorabschluss weitergehen soll. Kurzzeitig wollte ich Köchin werden, doch im Moment erscheint mir ein zweites Bachelorstudium, dieses Mal im Fach Psychologie, vielversprechender. Ich weiß, dass damit viel Statistik auf mich zukommen würde. Aber andererseits war Statistik ein Teilgebiet der Mathematik, welches ich in der Schule zumindest noch ein bisschen interessant fand.

Außerdem finde ich es wahnsinnig spannend zu verstehen, warum Menschen tun, was sie tun. Die menschliche Psyche ist vielschichtig und ich muss gestehen, bei der Recherche, die ich bis jetzt betrieben habe, wurde mir auch ein wenig Angst. Denn ich würde sozusagen noch einmal komplett bei null anfangen.

Und dann gibt es noch ein großes Aber: Erstens würde ich dann an einer normalen Präsenzuniversität studieren, ergo, ich könnte mir meine Zeit nicht mehr frei einteilen. Und das habe ich doch in den letzten Jahren so sehr zu schätzen gelernt. Zweitens wäre das dann auch wieder „nur“ ein Bachelorabschluss. Aber was mache ich mir so viele Gedanken? Ich kenne mich ja. Wahrscheinlich läuft es wie immer auf eine Bauchentscheidung heraus. Denn mit denen kann ich noch am ehesten leben, wenn dann doch etwas schief gehen sollte.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jun 21, 2016

Studentenleben live

Gespräche im Bus

Ich lebe ja zugegebenermaßen schon in einer Blase. Mit Nicht-Juristen habe ich wenig zu tun, mit Nicht-Studierenden noch viel weniger. Und dann sitze ich im Bus nach Hause neben einem, der so ganz anders ist als ich. Schon um vier Uhr nachmittags nuckelt er während der Fahrt gemütlich an einer Bierflasche und quatscht mich unermüdlich zu. Über seinen Bauwagen, in dem er mit Ziegen, Hühnern und anderen Punk-Rock-Fans lebt. Über seine Jugend, als er mit vierzehn von zu Hause abgehauen ist und erstmal ein paar Jahre von Stadt zu Stadt und von Festival zu Festival gezogen ist. Davon, dass er heilfroh ist, in ein paar Monaten seine vierjährige Bewährungszeit hinter sich zu haben. Einen Schulabschluss hat er nicht und er ist fasziniert, als ich ihm erzähle, dass ich Jura studiere.

Während ich meine Lösungsskizze der letzten Strafrechts-Examensübungsklausur durchlese, erzählt er mir einen Witz und wir wechseln erneut ein paar Sätze. Wie gerne würde ich mit ihm ein bisschen über Deutschland reden und erfahren, was für einen Blick er auf die Gesellschaft hat. Aber so richtig fruchtbar wäre das Gespräch wahrscheinlich nicht. Trotzdem scheint er ein bisschen traurig, als er mir beim Abschied viel Glück bei meinem weiteren Lebensweg wünscht – und als ich ihn frage, was er mit seinem Leben noch vor hat, mit „nichts“ antwortet.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jun 16, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jun 16, 2016