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Studentenleben live

Deutsch als Zweitsprache

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

22.06.2016

Wenn man zwei Semester lang an seinem Motivationsschreiben für ein Erweiterungsfach sitzt, das man freiwillig studieren möchte, kann man sich durchaus die Frage stellen, ob das die richtige Wahl ist. Das habe ich vergangene Woche getan und mich entschieden, das Zusatzfach doch nicht zu belegen. Seitdem geht es mir sehr viel besser.

Ich habe schon vor Ewigkeiten allen meinen Bekannten erzählt, dass ich gerne noch Deutsch als Zweitsprache studieren möchte, weil ich es unglaublich wichtig und nützlich finde und für eine super Zusatzqualifikation halte. Daran hat sich auch nicht viel geändert, aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust, mein Studium unnötig in die Länge zu ziehen und noch einmal drei Module draufzuschlagen. Und ich weiß ja nicht mal, ob es dann auch wirklich so interessant ist. Sicherlich macht es sich gut, wenn es in meinem Abschlusszeugnis steht. Aber großartig neue Erkenntnisse würden mich wohl nicht erwarten, da ich mich durch meine erste sonderpädagogische Fachrichtung „Sprache“ ohnehin schon viel mit den Themen Zweitspracherwerb und Mehrsprachigkeit befasst habe und im Praktikum bereits die Sprachtherapie eines Mädchens mit albanischer Muttersprache übernommen habe. Natürlich könnte ich diese Kenntnisse und Erfahrungen noch einmal vertiefen, aber vielleicht reicht ja meine Qualifikation ohne dieses Studienfach ohnehin bereits aus. Und wenn ich das im Referendariat oder in meinen ersten Berufsjahren anders erfahren sollte, kann ich mich immer noch um geeignete Fortbildungen kümmern. Denn wenn ich jetzt gerade keine Lust auf so ein Zusatzfach habe, sollte ich es vielleicht lieber lassen, ehe ich mich halbherzig darauf einlasse, nur weil ich es für vernünftig halte.

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