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Studentenleben live

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich bin Lukas, 22 Jahre alt, und studiere seit diesem Semester den Master Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition in Magdeburg. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit den Grenzthemen dieser Wissenschaften. Also mit Fragen wie: Sind bei den heutigen Erkenntnissen der Neurowissenschaften unsterbliche Seelen denkbar? Kann die Neurowissenschaft die Psychologie irgendwann ersetzen? Die zweite Frage finde ich so spannend, dass ich mich für diesen Studiengang entschieden habe.

Zuvor habe ich in Leipzig den Bachelor Psychologie studiert, mich aber etwas eingeengt gefühlt. Mich interessieren eher die großen Fragen, wenn ihr versteht, was ich meine. Aber wie es im Leben häufig so ist, kommt es anders als man denkt. In den vergangenen zwei Monaten habe ich gemerkt, dass mich die ethischen Seminare, die ich belegt habe, am meisten interessieren – und das hätte ich vorher nie gedacht. Denn eigentlich hatte ich mich für Psychologie entschieden, weil ich Psychotherapeut werden wollte. Beim Psychotherapiepraktikum jedoch hat mir die ruhige Arbeit am Computer in meinem Büro (Tests auswerten, Berichte schreiben und so weiter) entgegen meiner Erwartungen am meisten Spaß gemacht. Und dachte ich im Studium zuerst noch, dass mir klinische und soziale Psychologie besonders liegen würden, waren es am Ende die eher theoretischen Fächer, in denen ich am besten abschnitt. Mein neues Ziel ist es jetzt, Dozent an der Uni zu werden.

Momentan stelle ich auch fest, dass mir der Umzug von meiner persönlichen Lieblingsstadt Leipzig nach Magdeburg gar nicht so leicht fällt. Denn auch wenn mir mein Studium wirklich gut gefällt, ist es anstrengend, sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen und neue Hobbys zu finden. Trotzdem versuche ich jetzt erst mal mich auf mein neues Leben und die neue Stadt einzulassen. Wie mir das gelingt, erfahrt ihr in meinem  Blog.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Jun 22, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Jun 22, 2016

Studentenleben live

Der Pausenexpress

Meine Lieblingsvorlesung derzeit ist ganz eindeutig Lineare Algebra. Der Dozent ist super, die Übungsblätter nicht ganz so schwer und das Thema interessant.

Dazu kommt, dass die Vorlesung noch eine kleine Besonderheit hat: Normalerweise halten meine Dozenten ihre Vorlesung 90 Minuten lang ohne Unterbrechung oder machen nach der Hälfte der Zeit eine kurze Pause von paar Minuten, die am Ende der Vorlesung wieder angehängt werden. In Lineare Algebra dagegen gibt der Dozent nach einer Dreiviertelstunde den Raum frei für den Pausenexpress.

Das bedeutet, ein Mitarbeiter des Unisports besucht uns und macht für ein paar Minuten mit uns zusammen ein bisschen Sport, bevor es dann mit der Vorlesung weitergeht. Die Übungen sind nicht so anstrengend, dass man dabei mehr Platz braucht als den halben Quadratmeter in der Hörsaalreihe, seine Sachen durchschwitzt oder in engen Jeans an der Bewegungsfreiheit scheitert, aber man trainiert doch ein paar Muskeln und die Übungen sorgen vor allem dafür, dass man etwas wacher wird. Manchmal gibt es auch Paarübungen, bei denen man beispielsweise synchron Kniebeugen ausführen muss oder gemeinsam Kraftübungen für die Arme macht.

Es ist nur schade, dass nicht alle Studierenden das Angebot annehmen und die Pause stattdessen lieber damit verbringen, im Hörsaal zu sitzen und an ihrem Handy zu hängen, statt mitzuturnen.

Das Angebot vom Unisport ist meiner Meinung nach nämlich eine tolle Idee und ich finde es sehr cool, dass gerade mein Dozent es in Anspruch nimmt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 21, 2016

Studentenleben live

Nochmal einen Bachelor machen?

Was macht die Persönlichkeit eines Menschen aus? Was passiert genau im Gehirn? Und was genau ist das eigentlich – die Psyche?

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Psychologie. Ich bin nämlich gerade dabei, mir zu überlegen, wie es nach meinem Bachelorabschluss weitergehen soll. Kurzzeitig wollte ich Köchin werden, doch im Moment erscheint mir ein zweites Bachelorstudium, dieses Mal im Fach Psychologie, vielversprechender. Ich weiß, dass damit viel Statistik auf mich zukommen würde. Aber andererseits war Statistik ein Teilgebiet der Mathematik, welches ich in der Schule zumindest noch ein bisschen interessant fand.

Außerdem finde ich es wahnsinnig spannend zu verstehen, warum Menschen tun, was sie tun. Die menschliche Psyche ist vielschichtig und ich muss gestehen, bei der Recherche, die ich bis jetzt betrieben habe, wurde mir auch ein wenig Angst. Denn ich würde sozusagen noch einmal komplett bei null anfangen.

Und dann gibt es noch ein großes Aber: Erstens würde ich dann an einer normalen Präsenzuniversität studieren, ergo, ich könnte mir meine Zeit nicht mehr frei einteilen. Und das habe ich doch in den letzten Jahren so sehr zu schätzen gelernt. Zweitens wäre das dann auch wieder „nur“ ein Bachelorabschluss. Aber was mache ich mir so viele Gedanken? Ich kenne mich ja. Wahrscheinlich läuft es wie immer auf eine Bauchentscheidung heraus. Denn mit denen kann ich noch am ehesten leben, wenn dann doch etwas schief gehen sollte.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jun 21, 2016