interaktiv

Studentenleben live

Sein oder nicht sein?

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

27.06.2016

Nein, ich schreibe keine Arbeit über Shakespeare. Würde ich aber gerade gerne. Denn der Roman „Die Wahlverwandtschaften“ von Johann Wolfgang von Goethe geht mir eigentlich nur noch auf die Nerven. Aber jetzt ist es zu spät, um mein Hausarbeitsthema nochmal zu ändern.
Obwohl ich den Roman nicht durch die kulturelle Brille einer Europäerin aus dem 21. Jahrhundert betrachten sollte, ist es doch amüsant, einen Roman, der Anfang des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, aus moderner Sicht zu interpretieren. „Die Wahlverwandtschaften“ beschäftigt sich mit einer Vierecksbeziehung, Ehebruch und dem Konflikt zwischen Leidenschaft und Vernunft. Die Liebe einer Frau wird hier daran erkannt, dass ihre Handschrift urplötzlich der des geliebten Mannes ähnelt. Ich muss zugeben, dass ich an dieser Stelle vor Lachen sogar Tränen in den Augen hatte.
Die Fachliteratur zum Roman ist dann aber nicht ganz so amüsant. Mitunter frage ich mich da, ob ich ein Buch in meiner Muttersprache lese, weil ich oft nur Bahnhof verstehe.
Mein Exposé muss ich bis Ende kommenden Monats abgeben. Dann müssen das Hausarbeitsthema und der Aufbau definitiv stehen. Ich bin allerdings noch meilenweit davon entfernt, und das, obwohl ich mich seit fast zwei Monaten mit dem Thema beschäftige. Dass da irgendwann die Motivation nachlässt und durch leise Panik ersetzt wird, ist zwar normal, jedoch nicht sonderlich hilfreich.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.