interaktiv

Studentenleben live

Computationale Neurowissenschaft

Autor:
Lukas

Rubrik:
studium

09.08.2016

Momentan ist Klausurenphase und bis auf das Konzert vergangene Woche mache ich gerade nichts anderes als Lernen. Es stehen zwar nur zwei Klausuren an, aber eine davon ist die aufwändigste Prüfung, die ich bisher geschrieben habe. Und wenn man meinen Kommilitonen Glauben schenkt, dann sogar die schwerste des ganzen Masters. Es geht um die Klausur im Fach Computationale Neurowissenschaft. Was das ist? Das fragte ich mich zu Beginn auch.
To compute heißt ja bekanntlich rechnen und genau darum geht es: Um mathematische Modelle des Gehirns. Das heißt konkret: Wir versuchen ein Programm zu schreiben, dass etwas kann, was auch das Gehirn kann, zum Beispiel assioziative Erinnerung. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass unsere Erinnerung assioziativ ist. Das bedeutet, das Gehirn sucht die Erinnerung raus, die am besten zu einem Muster von Sinnesreizen passt. Und wir versuchen nun, ein Programm zu schreiben, in dem man vorher Erinnerungen einspeichern kann, die es dann bei einem passenden Input aktiviert.
Warum ich euch das erzähle? Weil dieses Fach ein Beispiel dafür ist, wie interdisziplinär die Neurowissenschaften arbeiten. Es geht sowohl um mathematische, informatische, als auch biologische und psychologische Erkenntnisse.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.