interaktiv

Studentenleben live

Italien

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

31.08.2016

Die Hausarbeit ist abgeschickt, nun folgt die Klausur. Es geht um Italien. Deshalb lese ich jetzt seitenlange Landschaftsbeschreibungen der Gegend um Neapel und lasse mich über Sehenswürdigkeiten in Rom und Venedig aufklären. Dazu kommt dann noch ein wenig zeitgenössische Politik, in dem Fall die Besetzung Venedigs durch die Franzosen und Österreicher. Hört sich doch eigentlich ganz interessant an, oder? Wäre es auch, wenn es nicht permanent das Gleiche wäre! Als ich zum fünften Mal vom Kolosseum im Mondschein gelesen habe, musste ich mich richtig zwingen weiterzulesen. Dann gibt es natürlich auch noch den Schreibstil einiger Autoren, der eine besonders einschläfernde Wirkung auf mich hatte. Ich will nicht ungerecht sein: Manche Passagen von Johann Wolfgang von Goethes „Italienischer Reise“ sind ganz angenehm zu lesen, aber vor allem die bereits erwähnten Landschaftsbeschreibungen wirken hervorragend als Schlafmittel. Zu guter Letzt muss ich noch Berichte von Stendhal und Heinrich Heine lesen, mal schauen wie talentiert die beiden Herren als Schriftsteller sind. Schon jetzt ist mir klar geworden, dass sich Literaturmaßstäbe mit der Zeit und der Gesellschaft ändern. Selbstverständlich ist es interessant zu analysieren, wie vergangene Autoren bestimmte Themen verarbeiteten, aber nachvollziehen, warum genau diese so erfolgreich waren, kann ich manchmal nicht. Nach der Klausur werde ich erst einmal ein schönes, komplett unhistorisches, zeitgenössisches Buch lesen: Aus irgendeinem Grund kommen mir gerade Thriller in den Sinn. Dann werde ich hoffentlich auch mal wieder wach.

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