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Studentenleben live

Italien

Die Hausarbeit ist abgeschickt, nun folgt die Klausur. Es geht um Italien. Deshalb lese ich jetzt seitenlange Landschaftsbeschreibungen der Gegend um Neapel und lasse mich über Sehenswürdigkeiten in Rom und Venedig aufklären. Dazu kommt dann noch ein wenig zeitgenössische Politik, in dem Fall die Besetzung Venedigs durch die Franzosen und Österreicher. Hört sich doch eigentlich ganz interessant an, oder? Wäre es auch, wenn es nicht permanent das Gleiche wäre! Als ich zum fünften Mal vom Kolosseum im Mondschein gelesen habe, musste ich mich richtig zwingen weiterzulesen. Dann gibt es natürlich auch noch den Schreibstil einiger Autoren, der eine besonders einschläfernde Wirkung auf mich hatte. Ich will nicht ungerecht sein: Manche Passagen von Johann Wolfgang von Goethes „Italienischer Reise“ sind ganz angenehm zu lesen, aber vor allem die bereits erwähnten Landschaftsbeschreibungen wirken hervorragend als Schlafmittel. Zu guter Letzt muss ich noch Berichte von Stendhal und Heinrich Heine lesen, mal schauen wie talentiert die beiden Herren als Schriftsteller sind. Schon jetzt ist mir klar geworden, dass sich Literaturmaßstäbe mit der Zeit und der Gesellschaft ändern. Selbstverständlich ist es interessant zu analysieren, wie vergangene Autoren bestimmte Themen verarbeiteten, aber nachvollziehen, warum genau diese so erfolgreich waren, kann ich manchmal nicht. Nach der Klausur werde ich erst einmal ein schönes, komplett unhistorisches, zeitgenössisches Buch lesen: Aus irgendeinem Grund kommen mir gerade Thriller in den Sinn. Dann werde ich hoffentlich auch mal wieder wach.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
Aug 31, 2016

Studentenleben live

Nach den Klausuren ist vor den Klausuren

Obwohl ich mich meistens ziemlich gut vorbereitet fühle, ist der Morgen des Klausurtages immer ätzend. Ich schlafe in der Nacht zuvor nie gut, habe keinen Appetit und bin immer viel zu früh im Prüfungsraum. Vor allem die letzte halbe Stunde vor Beginn vergeht immer unheimlich langsam. Es ist einfach dieses Gefühl, geprüft zu werden. Es geht gar nicht darum geht, dass ich unsicher bin, sondern es ist einfach die Situation einer Prüfung, die mir so unangenehm ist. Wenn dann die Prüfungsbögen ausgeteilt sind und der Startschuss fällt, ist es bei mir glücklicherweise so, als würde ein Schalter umgelegt. Ich werde ganz ruhig und konzentriert und freue mich, dass ich die Prüfung bald hinter mir habe. Leider folgt dann nach der Abgabe meistens die Ernüchterung – als würde die ganze Anspannung der vergangenen Wochen von einem abfallen und die Müdigkeit freigeben, die dahinter verborgen war.
Das Deprimierende ist, dass sich meiner Erfahrung nach gar keine richtige Freude einstellt, weil nach einer Klausurenphase ja irgendwie auch wieder vor der nächsten Klausurenphase ist. Ich hoffe, dass ich die Semesterferien trotzdem genießen und dann mit neuer Kraft ins neue Semester starten kann.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Aug 31, 2016

Studentenleben live

Frauen im 18 Jahrhundert

Im Rahmen meiner literaturwissenschaftlichen Hausarbeit zu Johann Wolfgang von Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ befasste ich mich mit der Liebes- und Ehekonzeption des Werkes, was zwangsläufig auch dazu führte, sich mit den tatsächlichen Umständen der damaligen Gesellschaft zu beschäftigen. Heutzutage wird immer wieder angeführt, wie benachteiligt Frauen doch seien: Schlechtere Bezahlung im Job, geringe Möglichkeit Familie und Beruf zu vereinen und so weiter. Um die Geschlechtergleichheit geht es mir allerdings im Moment nicht, vielmehr finde ich es interessant, dass die Meinung verbreitet ist, Frauen wären eigentlich schon immer benachteiligt worden. Dabei war nach meinen Erkenntnissen die Gesellschaft in Europa um 1800 Frauen gegenüber tendenziell sehr freundlich eingestellt und den Männern wurden alle negativen Eigenschaften zugeschrieben. Beispielsweise denken wir heute, die Frau durfte nicht arbeiten und musste zu Hause bleiben, dabei war dies meines Wissens in der damaligen Gesellschaft ein Privileg.
In der Fachliteratur ist dieses Phänomen jedoch weitestgehend noch nicht erforscht, da man sich bis jetzt immer wieder auf die These der Frauenfeindlichkeit gestürzt hatte. Sind die Gestalten in Goethes Wahlverwandtschaften in ihrem Handeln und Denken nun männer- oder frauenfeindlich konzipiert? Gelernt habe ich, dass das Thema viel zu komplex ist, um es in 22 Seiten auch nur annähernd darzustellen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Aug 26, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
Aug 26, 2016