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Studentenleben live

Murphys Gesetz

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

13.09.2016

Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen – unter diesem Motto schien unser Urlaub zu stehen. Eigentlich war der Plan sehr einfach: Fünf befreundete Studierende wollen zwei Wochen lang mit dem Auto durch Schweden fahren, wild campen, in Seen baden und spontan das tun, worauf sie Lust haben. Dass wir das große Familienauto meiner Eltern nehmen durften, stand seit Mai fest. Miriam kümmerte sich um die Kreditkarte, damit wir im Ausland Geld abheben konnten. Pia ums Zelt und die meisten anderen Kleinigkeiten, die man zum Campen braucht. Bei Hanjos Eltern in Schleswig-Holstein würden wir die erste Nacht unterkommen und Lisa wollte Medikamente, Waschmittel und eine Kamera mitnehmen. So weit der Plan.
Der Tag der letzten Klausuren, an dem es losgehen sollte, rückte immer näher, als plötzlich ein Anruf von Zuhause kam: Das Auto sprang nicht mehr an. Der Wagen kam in die Werkstatt und wir suchten fieberhaft nach Alternativen für den Fall, dass es nicht mehr rechtzeitig repariert werden konnte.
Aber da bahnte sich schon Unheil Nummer zwei an: Miriams Auge war plötzlich so zugeschwollen, dass sie nicht einmal die Klausur mitschreiben konnte, und der Augenarzt sagte, dass sie zumindest bis Mitte der nächsten Woche auf gar keinen Fall in den Urlaub gehen kann, sondern in ärztlicher Behandlung bleiben sollte. Für uns fiel so nicht nur eine Mitfahrerin weg, sondern auch noch etwas Budget für die Reisekasse.
Dann stellte sich noch heraus, dass der Dachgepäckträger meiner Eltern wohl irgendwann entsorgt wurde, sodass alles Gepäck in den Kofferraum musste und nicht wie geplant Isomatten und Schlafsäcke in einer Dachbox untergebracht werden konnten. Langsam waren wir alle etwas genervt von den ganzen Zwischenfällen, aber immer noch fest überzeugt, den Urlaub irgendwie durchziehen zu können.
Und tatsächlich wendete sich das Blatt langsam zum Guten: Am Samstag hatte die Werkstatt das Auto wieder zum Laufen gebracht, Miriams Mutter kündigte an, ihrer Tochter einen Flug nach Stockholm zu spendieren, sodass sie zumindest einen Teil des Urlaubs miterleben könnte, und am Sonntagnachmittag saßen Pia, Lisa und ich im Auto auf der A1 Richtung Schleswig-Holstein.

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