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Studentenleben live

Kunstausstellung zu Wilhelm Busch

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen; die anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachten und sich heimlich lustig machten.“ Das sind die Anfangszeilen der bekannten Lausbubengeschichten „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch. Zu diesem Werk und seinen zahlreichen wunderschönen Zeichnungen von Wilhelm Busch sowie dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann bot die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall eine Ausstellung, die ich vor kurzem besuchte.
Von Wilhelm Buschs berühmtestem Buch bleiben meiner Meinung nach vor allem die Malereien von hauptsächlich landwirtschaftlichen und anatomischen Motiven im Gedächtnis. Er selbst, so erfuhr ich, war ein Perfektionist, der immer wieder an sich zweifelte, Malereien versteckte und lieber Alkohol trank. Wahrscheinlich wurden seine Gemälde deshalb erst im Nachhinein richtig berühmt. Religiös schien er zudem nicht zu sein, wobei er das anstandshalber vor seiner Familie verheimlichte. Verheiratet war er nicht, jedoch gab er sich bestimmten Frauen hin und dichtete über seine leidenschaftliche Lust nach ihnen. Seine Sammelwerke finde ich unheimlich lustig und ideenreich. Mit einfachen Gegenständen des Alltags ließ er seine Bilder lebendig werden und bringt noch heute Jung und Alt zum Lachen.
Mein Eindruck ist, dass er ein rundum kreativer Mann war, der den Mut hatte, damals mit der Kunst sein Geld verdienen zu wollen – obwohl es eher die sprichwörtlich brotlose Kunst war und ist.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 23, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 23, 2016

Studentenleben live

Studentenurlaub

Nachdem wir in Schleswig-Holstein ungeplanterweise zwei weitere Nächte verbracht hatten, weil das Auto dort schon wieder Probleme machte und wir es erneut in die Werkstatt bringen mussten, ging der Urlaub endlich los. Gute anderthalb Wochen haben wir Schweden unsicher gemacht und dabei eine tolle Zeit erlebt. Wir waren nackt in einem See baden, haben Stockholm, Malmö und Kopenhagen besichtigt, haben uns im Slacklining versucht und ganz viel Schokolade gegessen. Es gab viele gute Gespräche. Wir hatten viel Spaß beim Postkartenschreiben. Wenn der Akku der Musikbox mal wieder leer war, wurde halt selbst gesungen. Und die Spaziergänge durch die Gegend waren immer schön. Schweden hat offenbar keine einzige hässliche Landschaft!
Neben den regelmäßig auftretenden Fragen wie „Wo ist der Autoschlüssel?“, „Wer spült?“ und „Was hat Janna neben Handtüchern, Panzertape und Regenjacke noch alles vergessen?“ war die Stimmung sehr harmonisch. Aus- und Einpacken, Auf- und Abbau wurden immer routinierter.
Insgesamt kann man sagen, dass es ein ziemlicher Studentenurlaub war. Wir haben an der Unterkunft gespart und Geld fast nur für Essen und Sprit ausgegeben. Es war auch irgendwie witzig, zu sehen, wie unsere Ansprüche immer mehr sanken. Am ersten Abend haben wir noch mit Trinkwasser gespült, danach wurde das Geschirr nur noch mit Wasser aus dem See oder sogar dem Meer gesäubert. Eine Woche lang nicht geduscht zu haben, wurde irgendwann akzeptabel und im Notfall konnte man sich auch mit Salzwasser die Haare waschen. Zu dritt schläft es sich ziemlich gut auf einer Luftmatratze, dann ist es nämlich nicht so kalt. Nudeln mit Fertigsoße gehen auch zum fünften Mal hintereinander, wenn man Zwiebeln und Knoblauch dazu gibt. Und 48 Stunden lang in derselben Jogginghose herumzulaufen, ist echt okay, wir sind hier schließlich nicht auf der New York Fashion Week.
Dennoch bin ich ganz froh, mittlerweile wieder zu Hause zu sein. Drei Dauerregentage zwischendurch drückten die Stimmung, ich hatte irgendwann alle mitgenommenen Bücher ausgelesen und so ein eigenes Bett, eine feste Wand, mehr Essensauswahl und die Dusche sind Luxusgüter, die man nicht verachten sollte.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Sep 22, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Sep 22, 2016

Studentenleben live

Praktikum beim Architekten

Nun also doch. Nachdem lange unklar war, ob ich diesen Sommer überhaupt ein Praktikum machen kann, klappte es schließlich doch noch: Sechs Wochen lang bin ich in einem Stadtplanungs- und Landschaftsarchitektenbüro und darf dort die Arbeit der Landschaftsplanung kennenlernen.
Schon an meinem ersten Tag durfte ich gleich mit raus, um eine Bestandsaufnahme in einem Park in Nürnberg zu machen. Beim ersten Rundgang haben wir nach der Zauneidechse gesucht, eine Art, die unter den speziellen Artenschutz fällt. Sprich, wenn Zauneidechsen auf einem Gelände gefunden werden, auf dem ein genehmigungsbedürftiger baulicher Eingriff stattfindet soll, muss zum Schutz der Tiere einiges an Auflagen erfüllt werden. In diesem Fall fanden wir aber keines der Reptilien.
Am zweiten Tag ging es wieder raus, diesmal auf ein stillgelegtes Gelände der Deutschen Bahn. Ein ganz anderes Gelände, aber wieder waren wir der Zauneidechse und anderen relevanten Tieren auf der Spur. Dort findet man die blauflügelige Ödlandschrecke. Diese gefährdete Heuschreckenart erkennt man im Flug an den schönen blauen Schwingen. Trotz Gefährdung müssen für sie keine besonderen Maßnahmen zum Schutz ergriffen werden. Die Naturschutzgesetze sind für mich in dieser Hinsicht manchmal unverständlich.
Nachdem wir den Heuschrecken hinterhergejagt und alle Ritzen nach Zauneidechsen abgesucht hatten, ging es in das leer stehende Gebäude auf dem Gelände. Dort zwängten wir uns im Dachstuhl durch dreckige Schächte auf der Suche nach Spuren von Vögeln und Fledermäusen. Ja, man robbt als Umweltgutachter schon mal durch den Staub. Total verschwitzt und verdreckt kamen wir wieder ins Büro. Es mag komisch klingen, aber diese Arbeit gefällt mir.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 21, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 21, 2016