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Studentenleben live

Praktikum beim Architekten

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

21.09.2016

Nun also doch. Nachdem lange unklar war, ob ich diesen Sommer überhaupt ein Praktikum machen kann, klappte es schließlich doch noch: Sechs Wochen lang bin ich in einem Stadtplanungs- und Landschaftsarchitektenbüro und darf dort die Arbeit der Landschaftsplanung kennenlernen.
Schon an meinem ersten Tag durfte ich gleich mit raus, um eine Bestandsaufnahme in einem Park in Nürnberg zu machen. Beim ersten Rundgang haben wir nach der Zauneidechse gesucht, eine Art, die unter den speziellen Artenschutz fällt. Sprich, wenn Zauneidechsen auf einem Gelände gefunden werden, auf dem ein genehmigungsbedürftiger baulicher Eingriff stattfindet soll, muss zum Schutz der Tiere einiges an Auflagen erfüllt werden. In diesem Fall fanden wir aber keines der Reptilien.
Am zweiten Tag ging es wieder raus, diesmal auf ein stillgelegtes Gelände der Deutschen Bahn. Ein ganz anderes Gelände, aber wieder waren wir der Zauneidechse und anderen relevanten Tieren auf der Spur. Dort findet man die blauflügelige Ödlandschrecke. Diese gefährdete Heuschreckenart erkennt man im Flug an den schönen blauen Schwingen. Trotz Gefährdung müssen für sie keine besonderen Maßnahmen zum Schutz ergriffen werden. Die Naturschutzgesetze sind für mich in dieser Hinsicht manchmal unverständlich.
Nachdem wir den Heuschrecken hinterhergejagt und alle Ritzen nach Zauneidechsen abgesucht hatten, ging es in das leer stehende Gebäude auf dem Gelände. Dort zwängten wir uns im Dachstuhl durch dreckige Schächte auf der Suche nach Spuren von Vögeln und Fledermäusen. Ja, man robbt als Umweltgutachter schon mal durch den Staub. Total verschwitzt und verdreckt kamen wir wieder ins Büro. Es mag komisch klingen, aber diese Arbeit gefällt mir.

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