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Studentenleben live

Studentenurlaub

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

22.09.2016

Nachdem wir in Schleswig-Holstein ungeplanterweise zwei weitere Nächte verbracht hatten, weil das Auto dort schon wieder Probleme machte und wir es erneut in die Werkstatt bringen mussten, ging der Urlaub endlich los. Gute anderthalb Wochen haben wir Schweden unsicher gemacht und dabei eine tolle Zeit erlebt. Wir waren nackt in einem See baden, haben Stockholm, Malmö und Kopenhagen besichtigt, haben uns im Slacklining versucht und ganz viel Schokolade gegessen. Es gab viele gute Gespräche. Wir hatten viel Spaß beim Postkartenschreiben. Wenn der Akku der Musikbox mal wieder leer war, wurde halt selbst gesungen. Und die Spaziergänge durch die Gegend waren immer schön. Schweden hat offenbar keine einzige hässliche Landschaft!
Neben den regelmäßig auftretenden Fragen wie „Wo ist der Autoschlüssel?“, „Wer spült?“ und „Was hat Janna neben Handtüchern, Panzertape und Regenjacke noch alles vergessen?“ war die Stimmung sehr harmonisch. Aus- und Einpacken, Auf- und Abbau wurden immer routinierter.
Insgesamt kann man sagen, dass es ein ziemlicher Studentenurlaub war. Wir haben an der Unterkunft gespart und Geld fast nur für Essen und Sprit ausgegeben. Es war auch irgendwie witzig, zu sehen, wie unsere Ansprüche immer mehr sanken. Am ersten Abend haben wir noch mit Trinkwasser gespült, danach wurde das Geschirr nur noch mit Wasser aus dem See oder sogar dem Meer gesäubert. Eine Woche lang nicht geduscht zu haben, wurde irgendwann akzeptabel und im Notfall konnte man sich auch mit Salzwasser die Haare waschen. Zu dritt schläft es sich ziemlich gut auf einer Luftmatratze, dann ist es nämlich nicht so kalt. Nudeln mit Fertigsoße gehen auch zum fünften Mal hintereinander, wenn man Zwiebeln und Knoblauch dazu gibt. Und 48 Stunden lang in derselben Jogginghose herumzulaufen, ist echt okay, wir sind hier schließlich nicht auf der New York Fashion Week.
Dennoch bin ich ganz froh, mittlerweile wieder zu Hause zu sein. Drei Dauerregentage zwischendurch drückten die Stimmung, ich hatte irgendwann alle mitgenommenen Bücher ausgelesen und so ein eigenes Bett, eine feste Wand, mehr Essensauswahl und die Dusche sind Luxusgüter, die man nicht verachten sollte.

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