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Studentenleben live

Was alles zur Ablenkung taugt

Lernraumknappheit: Ein Zustand, der mich zwar zu deutlich früherem Aufstehen in der Klausurphase bewegt, aber bisher nie wirklich genervt hat. Bis die Uni auf die Idee kam, den größten vorhandenen Lernraum zu einem Einschreibungszentrum umzurüsten. Natürlich ist die Idee nicht neu. Genau genommen ist das nämlich jedes Jahr so. Nur klar war mir das nicht, da ich mich selbst vor einem Jahr postalisch eingeschrieben hatte. Also wie auch immer: Die eh schon knappen Plätze reduzierten sich also um etwa 250.

Zum Glück sind wir mit den Fächern, für die man am sinnvollsten in einer Gruppe lernt, nun durch, sodass ich guten Gewissens erstmal nach Hause fahren kann, um dort weiter zu lernen. Die Gefahr, dass ich mich bereitwillig von meiner Familie ablenken lasse ist auch wieder geringer, da ja die Schulferien vorbei sind und demnach tagsüber niemand daheim ist. Im Grunde genommen ist auch genau das der Punkt, warum mir die Lernräume so wichtig sind. Dort kann ich einfach disziplinierter arbeiten. Zu Hause gibt es so viel Ablenkung. Denn das Bad kann man ja immer putzen, die Fenster sehen in solchen Momenten auch aus, als würde nur noch sporadisch Licht hindurch fallen, Gitarre und Klavier hat man auch schon ewig nicht mehr gespielt und die Blusen im Schrank sind vom vielen Hängen auch schon wieder bügelreif. Oder die ebenfalls nach Prokrastinationsgründen suchenden Mitbewohner bringen einem eine Tasse Tee vorbei, um vielleicht kurz fünf Minuten zu quatschen. Es fällt einfach leichter sich auf den Stoff zu konzentrieren, wenn man nicht zu Hause lernt.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Sep 28, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Sep 28, 2016

Studentenleben live

Berlin-Usedom-Radweg

Nach drei Wochen Urlaub melde ich mich nun zurück. Die erste Woche war ich mit meiner Freundin Fahrrad fahren, von Bernau bei Berlin aus sind wir dem Berlin-Usedom-Radweg gefolgt. Den Startpunkt haben wir so gewählt, da wir es uns sparen wollten, durch Deutschlands größte Stadt zu radeln. Ähnlich wie Spandau (siehe meinen Text „Beirut in Berlin“) ist Bernau ein schönes altes Städtchen mit historischem Marktplatz und einem Park. Dort haben wir uns erstmal mit dem Campingkocher Quesadillas (Tortillas mit Käse) gemacht. So gestärkt ging es los zu der, im Nachhinein, zweitschönsten Etappe, auf guten Wegen durch Nadelwälder, kleine Dörfchen und vorbei an unzähligen Seen. Angekommen sind wir am ersten Abend auf einer kleinen Halbinsel, die in einen Waldsee hineinragte. Dort war ein von einem Verein betriebener Campingplatz, der sehr kostengünstig, dafür aber etwas schmuddelig war. Trotzdem konnten wir sehr romantisch auf dem Steg bei Sonnenuntergang essen und uns auf den nächsten Tag vorbereiten.
Der war leider etwas enttäuschend, da wir uns im Wald verfahren hatten. Und just als wir den Weg wiedergefunden hatten, fing es an zu regnen. So sind wir nur bis Prenzlau gekommen. Dafür konnten wir wieder direkt an einem See campen und noch entspannt Essen gehen. Tag drei und vier waren sehr landstraßenlastig und das Wetter war wechselhaft. Schließlich kamen wir auf Usedom an und fanden dort glücklicherweise eine schöne Unterkunft. Ein Bauer hatte im Vorgarten einen kleinen, aber feinen, Anbau für Radfahrer errichtet, da wohl schon einige Radfahrer dort auf der Suche nach einer Unterkunft rumgeirrt waren. So hatten wir ein kleines Bad, eine kleine Küche, einen kleinen Esstisch und ein großes, gemütliches Bett.
Die Strecke auf Usedom war wunderschön, inklusive Sonnenschein. Das hat ein wenig für die vorherigen Tage entschädigt. In Heringsdorf haben wir noch ein wenig Urlaub am Strand gemacht, bevor wir am Nachmittag die polnische Grenze überquerten.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Sep 26, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Sep 26, 2016

Studentenleben live

Kunstausstellung zu Wilhelm Busch

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen; die anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachten und sich heimlich lustig machten.“ Das sind die Anfangszeilen der bekannten Lausbubengeschichten „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch. Zu diesem Werk und seinen zahlreichen wunderschönen Zeichnungen von Wilhelm Busch sowie dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann bot die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall eine Ausstellung, die ich vor kurzem besuchte.
Von Wilhelm Buschs berühmtestem Buch bleiben meiner Meinung nach vor allem die Malereien von hauptsächlich landwirtschaftlichen und anatomischen Motiven im Gedächtnis. Er selbst, so erfuhr ich, war ein Perfektionist, der immer wieder an sich zweifelte, Malereien versteckte und lieber Alkohol trank. Wahrscheinlich wurden seine Gemälde deshalb erst im Nachhinein richtig berühmt. Religiös schien er zudem nicht zu sein, wobei er das anstandshalber vor seiner Familie verheimlichte. Verheiratet war er nicht, jedoch gab er sich bestimmten Frauen hin und dichtete über seine leidenschaftliche Lust nach ihnen. Seine Sammelwerke finde ich unheimlich lustig und ideenreich. Mit einfachen Gegenständen des Alltags ließ er seine Bilder lebendig werden und bringt noch heute Jung und Alt zum Lachen.
Mein Eindruck ist, dass er ein rundum kreativer Mann war, der den Mut hatte, damals mit der Kunst sein Geld verdienen zu wollen – obwohl es eher die sprichwörtlich brotlose Kunst war und ist.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 23, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 23, 2016