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Studentenleben live

Kunstausstellung zu Wilhelm Busch

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

23.09.2016

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen; die anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachten und sich heimlich lustig machten.“ Das sind die Anfangszeilen der bekannten Lausbubengeschichten „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch. Zu diesem Werk und seinen zahlreichen wunderschönen Zeichnungen von Wilhelm Busch sowie dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann bot die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall eine Ausstellung, die ich vor kurzem besuchte.
Von Wilhelm Buschs berühmtestem Buch bleiben meiner Meinung nach vor allem die Malereien von hauptsächlich landwirtschaftlichen und anatomischen Motiven im Gedächtnis. Er selbst, so erfuhr ich, war ein Perfektionist, der immer wieder an sich zweifelte, Malereien versteckte und lieber Alkohol trank. Wahrscheinlich wurden seine Gemälde deshalb erst im Nachhinein richtig berühmt. Religiös schien er zudem nicht zu sein, wobei er das anstandshalber vor seiner Familie verheimlichte. Verheiratet war er nicht, jedoch gab er sich bestimmten Frauen hin und dichtete über seine leidenschaftliche Lust nach ihnen. Seine Sammelwerke finde ich unheimlich lustig und ideenreich. Mit einfachen Gegenständen des Alltags ließ er seine Bilder lebendig werden und bringt noch heute Jung und Alt zum Lachen.
Mein Eindruck ist, dass er ein rundum kreativer Mann war, der den Mut hatte, damals mit der Kunst sein Geld verdienen zu wollen – obwohl es eher die sprichwörtlich brotlose Kunst war und ist.

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